Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam 39 Millionen Euro Kredite für Baustart in Krampnitz
Lokales Potsdam 39 Millionen Euro Kredite für Baustart in Krampnitz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:37 18.09.2019
Die Gebäude der künftigen Grundschule in Krampnitz. Quelle: Benjamin Maltry
Fahrland

Der Erschließungs- und Baubeginn für das neue Stadtquartier Krampnitz wird in den nächsten Jahren vorrangig über Kredite finanziert. Die Stadtverordneten sollen dem Entwicklungsträger Potsdam deshalb für die Jahre 2019 und 2020 einen Kreditrahmen von insgesamt 39,1 Millionen Euro gewähren.

Damit sollen zahlreiche Kosten vorfinanziert werden, die schon heute anfallen: etwa für die Abrisse von Bestandsgebäuden, die Erschließung der ersten Baufelder und den Bau der Grundschule.

Derzeit wird in Krampnitz vor allem abgerissen und Baufreiheit geschaffen. Quelle: Bernd Gartenschläger

„Im Laufe der Entwicklungsmaßnahme werden die Kredite durch den Verkauf der Grundstücke refinanziert“, erklärte Harald Kümmel vom Integrierten Planungsbüro der Stadtverwaltung am Mittwoch im Hauptausschuss.

300 Millionen Euro kostet die Entwicklung des Stadtteils bis 2035

Insgesamt rechnet der Entwicklungsträger Potsdam mit Entwicklungskosten von rund 300Millionen Euro bis zum Jahr 2035. Diese Summe wird größtenteils durch Grundstückserlöse und sonstigen Einnahmen gedeckt, erläuterte Kümmel.

Am Ende rechne man mit einem Defizit von 5,4 Millionen Euro. „Die Kommunalaufsicht hat einen maximalen Defizitbetrag von 5,7 Millionen Euro definiert“, so Kümmel. Für die kalkulierten Grundstückserlöse wurde ein Durchschnittswert angenommen, der erst kürzlich gutachterlich aktualisiert worden sei.

Das große Quartier existiert noch nicht, doch als Teil von Fahrland existiert Krampnitz schon heute. Quelle: Friedrich Bungert

Beim Bornstedter Feld wird mit einem Defizit von 7,6 Millionen Euro geplant

Der angestrebte Kreditrahmen soll auch nicht zwingend der tatsächlichen Kreditaufnahme entsprechen. Der Entwicklungsträger müsse gegenüber der Verwaltung vor jeder Kreditgenehmigung den entsprechenden Bedarf nachweisen, so Kümmel. Schon beim Bornstedter Feld wurde ähnlich verfahren.

Das Offizierskasino von Krampnitz. Diese militärische Hinterlassenschaft bleibt erhalten, wobei noch immer nicht klar ist, wie das Denkmal künftig genutzt werden soll. Quelle: Bernd Gartenschläger

Der dortige Entwicklungsträger musste die Konversion der alten Militärflächen rund um den heutigen Volkspark vorfinanzieren und soll die Maßnahme in einigen Jahren nach Verkauf und Entwicklung der letzten Flurstücke mit einem Defizit von maximal 7,6 Millionen beenden.

Nächstes zwei Krampnitz-Foren zu Städtebau und Verkehrserschließung

Auch die nächsten Termine für das öffentliche Forum Kramp-nitz wurden im Hauptausschuss bekanntgegeben. Am 1. Oktober soll es dort um Städtebau gehen, am 3. Dezember ist die Verkehrserschließung Thema. Das umstrittene Verkehrskonzept ist Voraussetzung für die Genehmigung des Landes für die Entwicklung des Quartiers, die außerhalb der Festsetzungen des Landesentwicklungsplans liegt.

Zudem werden darin auch erste konkrete Aussagen für die Tram-Verbindung erwartet. Bei der Trassenverlängerung vom Campus Jungfernsee bis nach Fahrland gibt es zahlreiche offene Fragen – etwa zum Verlauf und dem Erwerb von Grundstücken.

Von Peter Degener

Potsdam Kein Vorkaufsrecht im Sanierungsgebiet Milieuschutz in Babelsberg: Schweres Versäumnis

Weil Daten über die Zusammensetzung der Einwohner fehlen, kann die Stadt ihr Vorkaufsrecht aus Gründen des Milieuschutzes in Babelsberg nicht ausüben. Da wurde über Jahrzehnte geschlafen. Ein Kommentar.

18.09.2019
Potsdam Keine Vorkaufsrechte für die Stadt Babelsberger Milieus ohne Schutz

Das Haus Wichgrafstraße 11 darf verkauft werden, die Stadt sieht keine Rechtsgrundlage für ein eigenes Vorkaufsrecht. Auf den Milieuschutz kann sie sich nicht berufen, weil die Zusammensetzung der Babelsberger Einwohnerschaft nie genauer erforscht worden ist.

18.09.2019

Am Mittwoch wurden im Potsdamer Forst fünf Weltkriegsbomben entschärft. Die ersten drei Bomben wurden von Sprengmeister Mike Schwitzke bereits am Vormittag erfolgreich entschärft. Für die zwei übrigen Bomben war keine Evakuierung mehr notwendig, da sie im Wald lagen.

18.09.2019