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Potsdam 3D-Simulation von hohen Neubauten nicht möglich
Lokales Potsdam 3D-Simulation von hohen Neubauten nicht möglich
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14:25 28.08.2019
Die Wirkung von Gebäuden, die über Baumwipfel hinausragen, soll vor Baugenehmigung genauer untersucht werden. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Besonders hohe Neubauten in Potsdam sollen künftig in dreidimensionalen Computersimulationen den Stadtverordneten gezeigt werden. Die Grünen wollen mit dieser Idee die Wirkung hoher Gebäude im näheren und weiteren Stadtbild prüfen, bevor Baurecht geschaffen wird.

Ab 20 Meter Höhe, einem Sechsgeschosser, sollten demnach Projekte wie der Neubau am RAW-Gelände oder die geplanten Hochhäuser im Kirchsteigfeld und in Krampnitz auf ihre Nah- und Fernwirkung hin überprüft werden.

Bauamt kann 3D-Stadtmodell derzeit nicht nutzen

Das Bauamt winkt allerdings ab. Im Bauausschuss sagte Stadtplanungschef Andreas Goetzmann am Dienstagabend, dass eine für solche Fälle zwar eine Software in der Verwaltung existierende – doch die kann gerade gar nicht genutzt werden. „Wir haben im Augenblick ganz erhebliche Schwierigkeiten unser 3D-Stadtmodell tatsächlich zu betreiben“, so Goetzmann.

Keine Abhilfe wegen der Engpässe in der IT-Abteilung

Problem seien verschiedene technische Standards für die Gebäudedaten und die Geländedaten. Beides sei mittlerweile nicht mehr kompatibel. Nur im Rahmen eines größeren Projekts könnte das behoben werden. „Wir wollen das auch gerne, das ist völlig klar“, so Goetzmann, doch wegen der „erheblichen personellen Engpässe in der IT-Abteilung“ könne er nicht sagen, wann das überhaupt gelingt.

Die Stadtverordneten könnten Bauherren keine 3D-Simulation vorschreiben, wenn die Stadt gar nicht in der Lage ist, das 3D-Stadtmodell als Zuarbeit den Bauherren zur Verfügung zu stellen. Die Grünen wollen den Antrag überarbeiten.

>>>Neun neue Hochhäuser: So wächst Potsdam weiter

Von Peter Degener

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