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Potsdam 44,5 Millionen für Potsdams Schulen und Kitas
Lokales Potsdam 44,5 Millionen für Potsdams Schulen und Kitas
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05:45 30.12.2016
Dauerbaustelle Da-Vinci-Campus. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Bernd Richter ist Optimist: Der Potsdamer BER werde der Da-Vinci-Campus im Bornstedter Feld nicht, versichert der Werkleiter des Kommunalen Immobilienservice (Kis). Dabei musste Richter nun schon mehrfach den Eröffnungstermin für den Neubau der Gesamtschule verschieben, die eigentlich im Sommer 2016 von Potsdam-West in die Esplanade umziehen sollte. Zuletzt gab es Probleme bei der zugehörigen Turnhalle. Ausgerechnet die Lüftungstechnik hielt – wie beim geplanten Großflughafen – der Prüfung der Sachverständigen nicht stand. Auch beim Brandschutz gibt es Nachbesserungsbedarf. Mittlerweile wurde der Generalplaner ausgetauscht, Schadenersatzforderungen seitens des Kis wurden gestellt.

Zum Jahresende sei die umfangreiche Schimmelpilzsanierung an dem Neubau, die nach dem Auftragen von zu nassem Estrich notwendig wurde, abgeschlossen. „Im Januar beginnen die neuen Estricharbeiten“, sagt Richter. Er sei zuversichtlich, dass die Schule nun zum Schuljahr 2017/18 an den Start geht.

Trotz des Dauerärgers mit der Da-Vinci-Baustelle zieht Richter eine positive Kis-Bilanz für das Jahr 2016. Der Campus Kurfürstenstraße mit Helmholtz-Gymnasium und Eisenhart-Grundschule samt moderner Turnhalle wurde fertiggestellt. Auch die Außensportanlage ist vorzeigbar. „Aus der großen Pfütze wurde jetzt endlich eine richtige Sportanlage“, so Richter. Auch für den Freizeitsport in der Innenstadt seien die Bauarbeiten in der Kurfürstenstraße wichtig.

Für einige essenzielle Schulbauprojekte fiel in diesem Jahr der Startschuss: Die Sanierung der Gesamtschule am Schilfhof im Stadtteil Schlaatz begann. Im Herbst war Bauauftakt für das Schulzentrum Gagarinstraße am Stern. Für die neue dreizügige Grundschule im Bornstedter Feld, die 2019 Platz für 500 Kinder bieten soll, wurde mit einem Architekturwettbewerb ein wichtiger Planungsschritt gemacht. Der Siegerentwurf des Berliner Architekturbüros SEHW soll nun umgesetzt werden.

Insgesamt lag das Kis-Budget 2016 bei 62,3 Millionen Euro, wovon 44,5 Millionen in die Bildungsinfrastruktur flossen. Im neuen Jahr nimmt der Kis eine Rekordsumme in die Hand: 67,5 Millionen Euro stehen insgesamt zur Verfügung. Der überwiegende Teil kommt wieder der wachsenden Kinderzahl in der Stadt zugute. Im Schulbereich werden 41,6 Millionen Euro und bei den Kitas 5,7 Millionen Euro investiert.

„Nicht nur der Potsdamer Norden wächst, sondern auch bestehende Stadtteile wie die Waldstadt entwickeln sich“, sagt Bernd Richter mit Blick auf die steigenden Bevölkerungszahlen in der Landeshauptstadt, die in diesem Jahr die 170 000-Einwohner-Marke geknackt hat. Die Sanierung und Erweiterung der Waldstadt-Grundschule stehen deshalb ganz oben auf der Prioritätenliste des Kis. Auch Hortplätze werden dringend benötigt. Neben dem Oberstufenzentrum II in der Waldstadt II sollen vorübergehend Hortcontainer für 150 Kinder aufgestellt werden.

Containerlösung im Zentrum Ost

Auf eine Containerlösung ist man zunächst auch in Babelsberg und Zentrum Ost angewiesen, die zu einem Grundschulbereich zusammengefasst sind. Zum neuen Schuljahr werden zunächst auf dem Gelände der Grundschule am Humboldtring drei Container für drei Klassen aufgestellt. Die eigentlich geplante, größere Containeranlage neben der Grundschule wird bis dahin nicht wie geplant fertig, sondern kann frühestens zum Jahresende 2017 aufgestellt werden, da vorher Fernwärmeleitungen verlegt werden müssen. Auch eine Munitionssuche auf dem Areal musste erst abgeschlossen werden.

Mit einer neuen Grundschule in Babelsberg sei frühestens in fünf, sechs Jahren zu rechnen, prognostiziert Bernd Richter. Eine Vorentscheidung für den Standort Sandscholle ist mittlerweile gefallen. Stadtverordnetenbeschluss, B-Plan, Bau – bis tatsächlich Kinder auf dem derzeitigen Sportplatz lernen, ist es noch ein weiter Weg. Bedenken von Anwohnern, durch die Schule in ihrer Ruhe gestört zu werden, teilt Richter nicht. „Ein Schulbetrieb gehört zur Stadt dazu“, findet er.

Deutlich weiter ist die Stadt schon bei der neuen Grundschule für die Teltower Vorstadt. Grundstücksankauf und Planungsbeginn für die dreizügige Schule im Nuthewinkel stehen 2017 an.

Von Marion Kaufmann

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