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Potsdam Atlantik-Überquerung: Jeremias und Jasper aus Potsdam stechen in See
Lokales Potsdam Atlantik-Überquerung: Jeremias und Jasper aus Potsdam stechen in See
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21:21 24.10.2019
Jeremias Gestrich an Bord des Segelschiffes. Quelle: privat
Potsdam/Kiel

Das Abenteuer hat begonnen: Die beiden Potsdamer Schüler Jeremias Gestrich und Jasper von Lewinski sind mit dem dreimastigen SchulschiffThor Heyerdahl“ in See gestochen. In Kiel starteten die 15-Jährigen mit 32 anderen Schülern und 16 Lehrernzu ihrem 12.000-Seemeilen-Törn über den Atlantik, neun Länder und 189 Tage „Klassenzimmer unter Segeln“ liegen vor ihnen.

Jasper an Bord der „Thor Heyerdahl“. Quelle: privat

Das Schiff – ihr Zuhause für die kommenden sechs Monate – haben die beiden schon in den Tagen vor dem Start bezogen, haben gemeinsam mit ihrer Crew das Leben auf See geprobt. Schon das war eine erste Herausforderung, die Jeremias und Jasper für die MAZ kurz vor dem Start noch in Worte gefasst haben. Es war die letzte E-Mail, die sie für die kommenden zwei Wochen geschrieben haben. Denn Handys und Computer dürfen sie nur im Hafen benutzen.

Geschlafen wird zu viert auf drei Quadratmetern. Quelle: privat

„Das erste Mal auf das Boot zu steigen, war für mich das größte Erlebnis während der Werftzeit“, berichtet Jasper. „Es war ein unglaublicher Moment in dem man plötzlich wusste, dass es in ein paar Tagen losgehen würde.“ Gleichzeitig merkten sie an Bord sehr schnell: Segeln erfordert Disziplin.

Im Speiseraum. Quelle: privat

Zu viert teilen sie sich eine Drei-Quadratmeter-Kajüte. „Da muss man sich genau überlegen, wo man was hintut, denn Ordnung ist oberste Priorität“, schreibt Jasper, den sie an Bord alle nur Jere nennen. Der Kapitän persönlich habe die Kojen kontrolliert, „der hat alles bis zur Bettbezugsfalte geprüft“. Auch das Kochen – Jeremias erster Job – war anders als er es von Zuhause kannte. „Bei so vielen Personen rückt das Essenzubereiten ziemlich in den Hintergrund, da sind andere Sachen, wie massenweise Geschirr spülen und Ordnung und Sauberkeit in der Kombüse halten, deutlich wichtiger.“

Und dann war da noch das Abschiednehmen, die letzte Umarmung für ein halbes Jahr mit Mutter, Vater, Geschwistern. „Der Empfang der Familie war sehr emotional, da man begriff, dass man sie nun das letzte Mal vor der Reise sehen würde“, berichtet Jeremias.

Das Segelschiff, mit dem die beiden Potsdamer den Atlantik überqueren. Quelle: privat

Auch Jasper quält bei aller Vorfreude auf die große Reise in manchen Momenten der Zweifel. „So habe ich genau wie Jere vor dem Schlafmangel, den die Nachtwachen mit sich bringen, Respekt oder vielleicht ein bisschen Angst“, schreibt er. Doch stärker als Zweifel und Abschiedsschmerz ist die Lust auf das Abenteuer, das nun vor den beiden Potsdamern liegt. Ihre nächste Etappe ist Marokko, „dann lassen wir wieder von uns hören“, verspricht Jeremias.

Verfolgen Sie den Törn über den Atlantik

Für die MAZ werden die beiden Potsdamer Jeremias Gestrich und Jasper von Lewinski in persönlichen Geschichten aufwww.maz-online.de/Segeltoern regelmäßig von ihrer Reise berichten. Lesen Sie ab sofort, wie die Potsdamer Schüler das Leben an Bord eines Hochseeseglers erleben und wie sie zu verschiedenen Ländern auf den Spuren von Alexander von Humboldt reisen werden.

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