Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Ausnahmezustand am Heineberg
Lokales Potsdam Ausnahmezustand am Heineberg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:28 17.07.2018
Eingang zur Straße Am Heineberg mit dem Verbotsschild, das von vielen einfach ignoriert wird. Quelle: Friedrich Bungert
Potsdam-Bornim

Auf der Straße Am Heineberg herrscht Ausnahmezustand. Immer wieder nutzen Kraftfahrer die Abkürzung zwischen Marquardter Chaussee und Mitschurinstraße, obwohl sie das gar nicht dürfen. Denn freigegeben ist die betonierte Piste nur für Fußgänger, Radfahrer, Reiter und landwirtschaftlichen Verkehr. Für andere Kraftfahrzeuge aber ist die Straße gesperrt. An beiden Eingängen stehen Verbotsschilder.

Rathaus: nur eine Beschwerde seit Jahresbeginn

Aus Sicht des Rathauses gibt es dort kein Verkehrsproblem. In der Einsatzzentrale sei lediglich „Anfang des Jahres ein Anruf entgegengenommen“ worden, hieß es auf eine kleine Anfrage von Andreas Walter (Grüne), der wissen wollte: „Ist der Verwaltung bekannt, dass die Straße Am Heineberg von vielen Kraftfahrzeugen als illegale Abkürzung genutzt wird?“

Eine ganz andere Wahrnehmung hat der Dallgow-Döberitzer Fahrrad-Aktivist Dirk Pfannschmidt, der in einer Mail an die Polizeiinspektion Potsdam schrieb: „Ich habe mich am Donnerstag gegen Mittag für eine Stunde an der Straße [...] aufgehalten und eine Liste mit den Fahrzeugen geführt, die diese Straße illegal passieren. Da waren gerade einmal 10 Fahrzeuge, was jedoch immer noch ein großer Verstoß ist.“

„Verstöße im Abstand von wenigen Minuten“

Anders war die Situation wohl am darauffolgenden Sonnabend: „Die Verstöße erfolgten im Abstand von wenigen Minuten“, schreibt Pfannschmidt: „Eine Liste [...] zu führen habe ich schnell aufgegeben, ich bin gar nicht hinterher gekommen. Es hat sogar kleine Staus gegeben, dabei konnte ich beobachten, das Kraftfahrer auf Radfahrer keine Rücksicht nahmen.“

Ein Pkw passiert verbotenerweise die Straße Am Heineberg Richtung Mitschurinstraße Quelle: Friedrich Bungert

Die Polizei bestätigte seine Beobachtung. Eine Polizeioberkommissarin, die auf MAZ-Anfrage auf die Pressestelle verwies, schrieb in einer der Redaktion vorliegenden Mail an Pfannschmidt: „Es ist ja ,Wahnsinn’ wie viele Fahrzeuge das Durchfahrtsverbot missachten, um den Stau, der bis zur Mitschurinstraße ging, zu umfahren. Wir haben dort über 20 Verstöße geahndet.“

Polizistin: „Immer wieder Beschwerden“

In einer anderen Mail schrieb die Polizistin: Seit die Straße mit Verkehrszeichen für den „normalen Fahrzeugverkehr gesperrt“ wurde, sei sie der Polizei als „Brennpunkt“ bekannt, da „immer wieder Beschwerden eingehen“. Die Polizei führe „immer wieder Kontrollen durch“. „In Zukunft werden wir das auch weiter so handhaben, leider haben wir nicht die Möglichkeit, uns rund um die Uhr dort zu postieren und können deshalb nicht alle Verstöße ahnden.“

In der zuständigen Pressestelle der Polizeidirektion West war auf die am Freitag zur Straße Am Heineberg gestellten Fragen bis Montagabend keine Antwort zu bekommen. Die Stadt sieht keinen Handlungsbedarf. „Unter Beachtung der [...] Vorschriften“ werde die „Verkehrsanlage als verkehrssicher eingestuft“, heißt es in der Antwort des Rathauses für Grünen-Politiker Walter.

Poller herausgerissen, Betonblöcke entfernt

Mehrere Versuche einer Verkehrsberuhigung sind auf der Straße bereits gescheitert. Vor Jahren eingesetzte einklappbare Poller wurden von Unbekannten so lange herausgerissen, bis die Stadt aufgab. Ersatzweise in die Eingänge gesetzte Betonblöcke mussten wieder entfernt werden, nachdem Landwirte protestierten, die nicht mehr mit ihren Maschinen durchkamen. „Aktuell“, so die Stadt zu Walter, „gibt es keine weiteren Bestrebungen, die Durchfahrt [...] baulichen Mitteln zu verhindern.“

Von Volker Oelschläger

Nach dem frühen WM-Aus haben Potsdamer Veranstalter teilweise Verluste eingefahren – oder konnten Ausgaben gerade so decken. Einige Betreiber überprüfen sogar, ob der Trend „Public Viewing“ künftig Bestand hat. Nur ein Veranstalter nennt die Übertragungen „einen Erfolg“.

19.07.2018
Potsdam Feuerwehreinsatz in West - Chemikalien im Keller: Kita evakuiert

Stechender Geruch am Montagmorgen in einer Kita in Potsdam-West. Der Auslöser dafür waren schnell ausgemacht: Chemikalien im Keller des Gebäudes. Kurz darauf wurden Kita und ein angrenzender Hort evakuiert.

16.07.2018

Sonntagnachmittag. Bestes Sommerwetter. Mehrere Gruppen hatte es in den Volkspark gezogen. Am Grillplatz war gegen 15 Uhr die Urlaubsstimmung aber dahin: Zwei Erwachsene und ein kleines Kind wurden durch „Feuerregen“ verletzt.

16.07.2018