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Potsdam Nur ein Knochenbruch in 18 Jahren
Lokales Potsdam Nur ein Knochenbruch in 18 Jahren
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01:15 26.06.2019
Die Schwierigkeit der Tricks wird ebenso bewertet, wie der „Style“ – die B-Note der Quelle: Friedrich Bungert
Babelsberg

Seit 18 Jahren fährt Rico Abraham BMX-Rad. Früher war er bei gutem Wetter fast täglich auf den Rampen und in den Kurven des Skateareals hinter dem Lindenpark unterwegs. Angesichts der waghalsigen Tricks, die zu der Sportart gehören, ist es erstaunlich, dass er sich nur ein einziges Mal einen Knochen gebrochen hat, als er von der Pedale abrutschte.

Skatepunk aus den 90ern und eine gut gelaunte Moderation

Als Familienvater ist der 37-Jährige heute im Zweifel noch zurückhaltender im Sattel, doch am Wochenende war ihm die Leidenschaft für seinen Sport sofort anzumerken, als er das Mikrofon in die Hand nahm. Abraham moderierte den 11. Simple BMX-Jam im Lindenpark – einen zwanglosen Wettbewerb der rollenden Szene.

Er benannte die Tricks bei denen sich Rad und Fahrer in der Luft verschränken, verschrauben und drehen. „Digga, alles ok?“, fragte er, wenn die Fahrer am Boden lagen. Dazu erklangen Skatepunk-Hymnen aus den Neunziger Jahren.

Im Potsdamer Lindenpark trafen sich am Wochenende zahlreiche BMX-Fahrer aus der Region, um zwanglos ihr Können zu demonstrieren.

Zehn Mal hat er mit seiner Generation den Simple-Jam organisiert – nun waren erstmals Jüngere am Werk. „Wir ziehen uns zurück“, sagt Rico Abraham – doch als Profi übernahm er gerne den Live-Kommentar. „Die Jüngeren sind schwer zu motivieren, sind mehr User als Macher. Aber wir sagen ihnen, dass sie hier ihren Kurs richtig gestalten können“, erzählt er. Abraham hat an zahlreichen Elementen des Skateparks selbst Hand angelegt. Gerade bauen sie eine Beton-Pyramide.

Der Asphalt ist holprig geworden, die Lärm-Beschwerden häufen sich

Rico Abraham fährt seit 18 Jahren BMX-Rad Quelle: Friedrich Bungert

„Jeder der hier heute fährt ist ein Vorbild, ein Influencer, wie man heute sagt, der die Kleinen reizt es weiter zu betreiben“, sagt Tinko Jäckel. Er betreut seit fast 30 Jahren die offene Jugendarbeit im Jugendclub j.w.d. hinter dem Lindenpark, hat Skater kommen und gehen sehen, kennt auch Rico Abraham von Beginn an. „Derzeit gibt es rund 60 Skater und 40 BMXer, die mindestens einmal in der Woche hier sind“, sagt er.

Der Jugendclub braucht Geld, um neues Material für Anfänger zu kaufen

Im Lindenpark in Potsdam findet am 22.06.2019 ein BMX Contest statt. Foto: Friedrich Bungert Quelle: Friedrich Bungert

„Wir bräuchten für die nächsten Jahre wenigstens 3000 Euro, um neues Material anzuschaffen. Ich würde gerne in neue Räder, Felgen, Bremsen und Werkzeug investieren“, sagt er. Beim Förderpreis-Wettbewerb „Gemeinsam für Potsdam“ von Stadtwerken und Pro Potsdam will Jäckel deshalb um jede Stimme kämpfen. Abgestimmt werden kann ab dem 30. Juni bis in den September hinein.

Beim „Lake Jumping“ wird am 31. August in den Tiefen See gesprungen

Hilfreich bei der Werbung für sein Anliegen könnte dabei die nächste spektakuläre Aktion der BMXer sein: Am 31. August können alle Potsdamer die rollende Szene in der Schiffbauergasse erleben. Dann wird im Rahmen der „Stadt für eine Nacht“ wieder zum „Lake Jumping“ aufgerufen. Von einer hohen Rampe geht es dabei samt Salto hinab in den Tiefen See.

Von Peter Degener

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