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Potsdam Potsdams Linke stellen Antrag zum "Karli"
Lokales Potsdam Potsdams Linke stellen Antrag zum "Karli"
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21:22 12.01.2015
Das Karl-Liebknecht-Stadion in Babelsberg. Quelle: Bernd Gartenschläger
Babelsberg

Zurück in städtische Trägerschaft will Linke-Stadtfraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg das Karl-Liebknecht-Stadion überführen. Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) soll prüfen, "ob und unter welchen Voraussetzungen eine Veränderung der Eigentumsverhältnisse" des Stadions "möglich und sinnvoll wäre", heißt es im jetzt vorgelegten Antrag der Linken für die Stadtverordnetenversammlung am 28. Januar.

"Ziel ist die Sicherung optimaler Bedingungen" für den Regionalligisten SV Babelsberg 03 und den Frauenfußball-Bundesligisten Turbine Potsdam sowie die Gewährleistung der "zuverlässigen Bewirtschaftung des Stadions". Das Ergebnis soll im April präsentiert werden.

"Für einen Viertligisten ist es eine große Herausforderung, ein Stadion dieser Größe und dieses Zustands im Rahmen eines Erbpachtvertrages zu bewirtschaften und zu unterhalten", sagte Scharfenberg. Mit der Sanierung des traditionsreichen "Karli" haben sich die Bedingungen für Babelsberg 03 und Turbine erheblich verbessert. Erst habe man das Stadion für 8,5 Millionen aus Konjunkturmitteln saniert, dann wurden 120.000 Euro für Rollrasen fällig, dann 250.000 für defekte Flutlichtmasten. Und der Verein bekam 2011 700.000 Euro von der Stadt, um zu überleben und nicht abzusteigen. "Das kann so nicht weitergehen", hatte Scharfenberg bereits vor einigen Wochen gesagt.

Wie berichtet, soll nun die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG das Finanzgebaren von Babelsberg 03 im Jahr 2013 untersuchen. Dabei geht es um den Verwendungsnachweis des Fußballvereins für die erhaltenen städtischen Zuschüsse in jährlicher Höhe von 305.000 Euro fürs "Karli". Unter anderem gehe es um die Sanierung der Flutlichtanlage.

Der Verein hatte nach eigenen Angaben dafür im Jahr 2013 rund 6300 Euro ausgegeben. Später hieß es, an den Flutlichtmasten sei gar nicht gearbeitet worden. Diese und andere Widersprüche sollen nun von neutraler Stelle aufgeklärt werden.

Von Ricarda Nowak

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