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Potsdam Babelsberg lädt zum „Ball ist bunt“
Lokales Potsdam Babelsberg lädt zum „Ball ist bunt“
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00:20 21.05.2019
Begleitend zum Stadionfest gibt es im Kulturhaus Babelsberg eine Karl-Liebknecht-Ausstellung. Kurator ist Tobias Bank (l.). Thoralf Höntze (r.) organisiert das Festival. Quelle: Foto: Varvara Smirnova
Babelsberg

Bereits zum 17. Mal lädt der Babelsberger Kulturverein Blauweißbunt Nulldrei an diesem Wochenende zum Antirassistischen Stadionfest „Der Ball ist bunt“ ein. Das längst zu einem kleinen Festival gewachsene Event ist seit 2001 eine feste Größe im Kiez-Kalender, insgesamt gab es nur zwei Jahre Pause. Auch in diesem Jahr wird wieder im Karl-Liebknecht-Stadion gefeiert.

Politisches Signal setzen

„Das Festival wird im Wesentlichen durch die drei Säulen Politik, Sport und Kultur getragen“, sagt Thoralf Höntze. Er hat den Trägerverein gegründet und ist auch im Vorstand des SV Babelsberg 03 engagiert. „Das Stadionfest blickt mittlerweile auf eine lange Tradition zurück“, sagt er. „Wie der Name schon sagt, ist uns der Antirassismus ein wichtiges Anliegen, aber das ist bei Weitem nicht unser einziges Thema.“ Längst sind auch Partizipation und Inklusion auf der Agenda des Stadionfests gelandet, Feminismus und Antisexismus sind nicht weniger wichtig. „Wir wollen ein politisches Signal setzen“, betont Thoralf Höntze.

Denn anders als früher stehen nicht mehr nur Fußballturnier und ein paar Konzerte auf dem Plan – wobei diese weiterhin den Kern des Stadionfests bilden. „Eine Fahrrad- und Rollschuh-Demo, eine Ausstellung zu Karl Liebknecht, eine Lesung“, zählt Organisator Thoralf Höntze auf. Dazu kommt ein umfangreiches Programm für Kinder, Höntze fährt persönlich zwei Hüpfburgen ins Stadion, um die Kleinen bespaßen zu können. Mit an Bord sind zahlreiche alternative Zentren der Stadt. „Wir wollen einfach alle zusammenbringen“, sagt Thoralf Höntze, „und unser Engagement auf breite Schultern stellen.“

Alles günstig oder umsonst

Der Fußball-Regionalligist Babelsberg 03 stellt dabei nicht nur den Veranstaltungsort. „Der Verein ist ganz tief beteiligt an allem“, sagt Höntze, „es ist allen in der Geschäftsstelle ein großes Anliegen, dass und wie ’Der Ball ist bunt’ stattfindet.“ Kleine politische Initiativen können sich hier präsentieren und Geld für ihre Projekte sammeln, Geld für die Standmiete müssen sie nicht bezahlen. Auch der Eintritt für alle Gäste ist gratis. „Wir werden niemals Eintritt nehmen“, sagt der Organisator. Ihm ist das sehr wichtig, denn – Stichwort Partizipation – nicht jeder in Potsdam könne sich Kultur leisten. Allein der musikalische Headliner des Abendprogramms, die Rostocker Altpunker von Dritte Wahl, nehmen auch mal 20 oder 30 Euro für eine Konzertkarte. Auch Essen und Getränke gibt es extra günstig, damit wirklich alle satt und glücklich nach Hause gehen. „Gerade die, die für so etwas einfach kein Geld übrig haben, wollen wir willkommen heißen“, sagt Thoralf Höntze.

Mit einer Einschränkung: „Solange sie uns politisch wohlgesonnen sind.“ Personen, die sich etwa homophob oder rechtsradikal äußern, sind ebenso unerwünscht wie Modemarken und Tattoos aus der rechten Szene.

Mit einem zwölf Meter langen Flucht-Schlauchboot wird die bundesweite Proteststaffel für Humanität und Solidarität in Babelsberg Station machen. Das Boot wird in verschiedene Städte transportiert. Potsdamer sind aufgerufen, mit ihrer Unterschrift auf einem Transparent ein Zeichen gegen die unmenschliche Abschottungspolitik der EU und deren tödliche Folgen zu setzen. Das signierte Transparent wird zusammen mit dem Schlauchboot auf einer vorgeplanten Route für Humanität und Solidarität weiter geschickt. Die von der Aktion „Der Ball ist bunt“ unterstützte Proteststaffel endet auf der Berliner Großdemonstration „1 Europa für Alle“.

Das Schlauchboot wurde für einen Fluchtversuch von Libyen nach Europa eingesetzt und dient jetzt als Zeichen der Mahnung an all diejenigen, die immer noch wegschauen und sichere Fluchtwege nach Europa verhindern. Um 14 Uhr legt das Boot beim Fanprojekt Babelsberg in der Rudolf-Breitscheid-Straße 19 an.

Von Saskia Kirf

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