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Potsdam Bahnhof Griebnitzsee erst 2016 ausgebaut
Lokales Potsdam Bahnhof Griebnitzsee erst 2016 ausgebaut
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20:06 18.05.2014
Der Bahnhof Griebnitzsee. Quelle: dpa
Potsdam

Der Ausbau des Bahnhofs Griebnitzsee für den Regionalbahnverkehr verzögert sich weiter. Geplant ist der Bau eines zweiten Bahnsteigs, damit Regionalbahnen der Linien 21 und 22 aus Richtung Berlin am Bahnhof halten können. „Die Realisierung ist von der Deutschen Bahn zwischenzeitlich ab dem Jahr 2016 vorgesehen“, so Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) auf eine Anfrage der CDU-Landtagsfraktion. Ursprünglich sollte der Bahnsteig bereits 2013 in Betrieb gehen, zuletzt hatte die Bahn versprochen, ihn 2015 zu bauen.

Die Verzögerung trifft vor allem Pendler zwischen Berlin und Potsdam, darunter viele Studenten, die den Uni-Campus Griebnitzsee, das Hasso-Plattner-Institut und die Hochschule für Film und Fernsehen besuchen. Auch die Medienstadt Babelsberg liegt in der Nähe. Die schlechte Anbindung von Griebnitzsee sorgt seit Jahren für Frust und Unmut bei den Bahnkunden. Auch die Stadt Potsdam macht seit Jahren Druck. „Wir werden uns beim Land und bei der Bahn dafür einsetzen, dass der zusätzliche Bahnsteig so schnell wie möglich realisiert wird, hatte Stadtsprecher Stefan Schulz im Juni 2013 erklärt – bislang offenbar ohne Erfolg.

An der Wirtschaftlichkeit des zweiten Bahnsteigs besteht indes kein Zweifel. Laut Vogelsänger gebe es in Griebnitzsee täglich mehr als 1000 Ein- und Aussteiger. Dies sei das entscheidende Kriterium. Außerdem bestehe zwischen dem Land und der DB Station & Service AG bereits eine „Realisierungs- und Finanzierungsvereinbarung“. Die Gesamtkosten zur Errichtung des zweiten Regionalbahnsteigs betragen laut Vogelsänger rund zwei Millionen Euro. Das Land und die Stadt Potsdam müssten keine Kostenanteile übernehmen, die Finanzierung sei bereits gesichert. Der Bau des Bahnsteigs sei logistisch „kein Problem“, so ein Bahnsprecher. „Das ist innerhalb weniger Monate gemacht.“ Es müsste nicht einmal die Strecke gesperrt werden, alle Pläne lägen in der Schublade. Laut Minister Vogelsänger läuft derzeit das Planfeststellungsverfahren beim Eisenbahnbundesamt. Ob dieses Verfahren Grund für die erneute Bauverzögerung ist, ließ Vogelsänger unbeantwortet. Immerhin liegt bereits ein Konzept für die Nutzung des geplanten zweiten Bahnsteigs vor. So sollen dann von Montag bis Freitag dort 15 Regionalbahnen der Linie 22 in Richtung Königs Wusterhausen sowie insgesamt neun Züge der Linien 21 und 22 in Richtung Berlin-Friedrichstraße halten. Die Kosten für die zusätzlichen Halte würden sich für das Land auf rund 17000 Euro im Jahr belaufen, so Minister Vogelsänger.

Von Jürgen Stich

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