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Potsdam Bahnhofspassagen drehen auf
Lokales Potsdam Bahnhofspassagen drehen auf
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09:30 08.03.2013
Potsdam

Also genau jene Branchen, die seit mehr als zehn Jahren im Potsdam-Center tabu waren. Mit der sogenannten Sortiments-Beschränkung sollten die Einzelhändler in der Innenstadt vor der Konkurrenz am Bahnhof geschützt werden. Erst im Januar hatten die Stadtverordneten die Regelung gelockert.

„Die Innenstadt ist mittlerweile stark genug für den zusätzlichen Wettbewerb“, sagt Wolfgang Cornelius, Interessenvertreter der dortigen Einzelhändler. Zumal die zusätzliche Verkaufsfläche in den Passagen auf 5000 Quadratmeter begrenzt bleiben wird. „Das ist nicht kriegsentscheidend“, so Cornelius.

Zurzeit liegt der Marktanteil der Einzelhändler im Potsdam-Center bei etwa neun Prozent, mit der zusätzlichen Geschäftsfläche dürfte er auf zehn Prozent steigen. „Der Bahnhof ist auch repräsentativ für Potsdam, an leerstehenden Läden kann daher niemand ein Interesse haben“, sagt Wolfgang Cornelius, der auch Stadtverordneter ist. Außerdem bräuchten auch die Menschen, die am Bahnhof wohnen, gute Einkaufsmöglichkeiten.

Mit der Neuregelung hofft das Management des Potsdam-Centers, die bislang leerstehenden 4500 Quadratmeter Ladenfläche wieder füllen zu können: „Wir stehen derzeit noch in Verhandlungen mit möglichen Mietern, aber bis Mai sollte klar sein, welche Läden wo einziehen werden“, so Jana Strohbach.

Einige Veränderungen sind indes schon spruchreif. Noch vor Ostern wird die Jugendmode-Kette Fashionclub am Westeingang Quartier beziehen. Das Spielwarengeschäft Pinocchio wird von Mitte März an umbauen und sich auf 1500 Quadratmeter vergrößern. Dann sollen dort auch Schreibwaren, Bücher, Kinder- sowie Outdoorkleidung zu bekommen sein. Die Neueröffnung ist für Mitte April geplant.

Schon gestern eröffnete am Bahnhof die Supermarktkette Bio-Company eine Filiale – die dritte in Potsdam. Sie soll den im Januar geschlossenen Netto-Discounter ersetzen. Außerdem plant die Drogeriemarktkette dm die Eröffnung eines Geschäfts für Ende April. Damit wäre auch für die frühere Ihr-Platz-Filiale ein Ersatz gefunden.

Aber die Neugestaltung der Bahnhofspassagen löst nicht nur Begeisterung aus. Das Schuhgeschäft Wenzel, das es an der Stelle seit zwölf Jahren gibt, wird Ende März schließen. „Unser Vertrag läuft aus und wir haben keine Verlängerung bekommen“, sagt Inhaber Berndt Wenzel. Der 64-Jährige, der noch ein Geschäft in Berlin hat, schaut sich zurzeit nach einem neuen Standort in der Potsdamer Innenstadt um: „Auch wenn die Mietpreise dort zum Teil unbezahlbar sind.“ (Von Martin Küper)

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