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Potsdam Keine Baugenehmigung: Baustopp in der Kolonie Alexandrowka
Lokales Potsdam Keine Baugenehmigung: Baustopp in der Kolonie Alexandrowka
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01:15 11.05.2019
Die umstrittene Baustelle in der russischen Kolonie Alexandrowka. Quelle: Stefan Gloede
Nauener Vorstadt

 Auf dem Grundstück Alexandrowka 9 ruht der Bau. Das hat Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos) am Mittwoch vor den Stadtverordneten bekannt gegeben. Wie berichtet, gab es massive Kritik an dem laufenden Bau im Weltkulturerbegebiet, der einen historischen Anbau ersetzen soll.

Saskia Hüneke (Grüne) hatte angefragt, wie „der Entscheidungsprozess zur Erteilung der Baugenehmigung in diesem anspruchsvollen Umfeld in der auffällig kurzen Zeit von einem Monat“ erfolgen konnte. Rubelt stellte zunächst fest, das die Frage „ein bisschen spitz“ formuliert sei, pflichtete dann aber bei: Es sei richtig, bei der Alexandrowka handle es sich „um ein anspruchsvolles Umfeld“.

Vorgang komplexer als erwartet?

Dann gab er bekannt, dass es für das Projekt gar keine Baugenehmigung gab. Im November sei für das Vorhaben lediglich eine denkmalrechtliche Genehmigung beantragt worden. Mittlerweile habe sich „herausgestellt“, dass „aufgrund der Bedingungen“ wohl eine Baugenehmigung erforderlich sei. Der Vorgang sei „komplexer“, so Rubelt.

Der Bauherr sei deshalb gebeten worden, die Unterlagen für die Baugenehmigung einzureichen. „In diesem Prozess sind wir aktuell“, sagte Rubelt: Gegenstand der Baugenehmigung sei der „Eingriff in die Bausubstanz“. Der „Arbeitsprozess“ ruhe, „damit wir das prüfen können“.

Stellungnahme von Landesamt gefordert

In ihrer mündlichen Anfrage erklärte Hüneke, dass der Neubau nach Angaben des Bauherrn „im Bauvolumen und Fassadengestaltung nicht vom Vorgängerbau“ abweiche. Dies sei aber „kaum vorstellbar, wenn der provisorische Materialmix der Vergangenheit durch einen massiven, einheitlichen Neubau ersetzt“ werde.

In einer bislang noch unbeantworteten schriftlichen Anfrage an die Verwaltung fragt Hüneke, wie es sein kann, dass der „fast vollständige Materialaustausch und die Errichtung eines Neubaus als Sanierung im Bestand“ bewertet werde und fordert dazu außerdem die Stellungnahmen des Brandenburgischen Landesamts für Denkmalpflege und der Unteren Denkmalbehörde der Landeshauptstadt ein.

Von Volker Oelschläger

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