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Potsdam Beckmann-Ausstellung begeistert erste Besucher
Lokales Potsdam Beckmann-Ausstellung begeistert erste Besucher
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08:07 19.04.2018
Erste Besucher in der Max-Beckmann-Ausstellung im Barberini. Sie läuft bis zum 10. Juni. Quelle: Foto: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Dorli Lüddecke tritt aus dem Eingang des Museums Barberini. Gerade hat sie sich die Ausstellung „Max Beckmann. Welttheater“ angesehen. Es ist Samstagnachmittag. Wenige Stunden zuvor wurde die Ausstellung eröffnet. Offenbar hat die 77-Jährige den Museumsbesuch sehr genossen. Sie lächelt. „Ich bewundere Künstler wie ihn, die so etwas zu Papier bringen“, sagt sie. „Mir die Bilder anzusehen, ist bereichernd für mich, weil ich dadurch mein Wissen erweitern kann. Ich fand die Ausstellung informativ und ich habe viel über Beckmanns Leben erfahren.“ Die Rentnerin kommt aus Peine und besucht regelmäßig ihre Kinder in Potsdam. Sie hat eine Jahreskarte für das Museum. „Jedes Mal, wenn ich hier bin, schaue ich mir eine Ausstellung an. Bisher habe ich noch keine versäumt.“

600 Besucher in den ersten zwei Stunden nach Ausstellungseröffnung

„Ich bin aus Neugier hier“, sagt Katrin Weber (47). Auch die Babelsbergerin hat eine Jahreskarte für das Museum. Sie war überrascht, dass es nicht so voll war, zumindest war das ihr Eindruck. „Ich habe spontan entschieden, herzukommen. Dass es heute eine Ausstellungseröffnung gibt, wusste ich gar nicht.“ Sie sei nicht speziell für die Beckmann-Werke da gewesen. Ihr gefalle das Gebäude ausnehmend gut, so Weber.

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Auch wenn es keine Schlange gab: die Ausstellungseröffnung am Samstag war gut besucht. Auf Anfrage der MAZ teilte die Museumsdirektorin Otrud Westheider mit, dass in den ersten zwei Stunden 600 Besucher kamen. Die Zahlen des gesamten Wochenendes sollen heute bekannt gegeben werden.

Schautafeln helfen, Bilder Beckmann besser zu verstehen

Stephan Schulze (46) und seine Lebensgefährtin Sabine Frenzel (36) waren noch aus einem anderen Grund überrascht. „Dass es eine zweite neue Ausstellung gibt, haben wir vorher überhaupt nicht mitbekommen“, sagt Schulze. „Die Bilder von Klaus Fußmann haben mir persönlich besser gefallen als die von Beckmann“, sagt Frenzel. Die beiden seien keine Spezialisten, sagen sie. Sie seien schlicht allgemein kulturinteressiert. „Wir versuchen alles, was ins Barberini kommt, anzusehen“, sagt Stephan Schulze. Dafür hätten sie Jahreskarten.

Den beiden Potsdamern hat es gefallen, dass es neben den Bildern Schautafeln gibt, die den Lebensweg Beckmanns erläutern. „Dadurch lässt sich seine Kunst besser verstehen“, sagt Schulze. Als Laie ließe sich eben viel in die Bilder Beckmanns hineininterpretieren. „Aber eigentlich muss man sich vorbereiten, um sie besser zu verstehen.“ Kunst sei schlicht Geschmackssache, ergänzt Sabine Frenzel. „Aber das ist das Schöne am Barberini. Hier gibt es so vielfältige Ausstellungen. Innerhalb eines Jahres ist für jeden etwas dabei.“

Von Annika Jensen

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