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Potsdam Potsdam Museum: Freier Eintritt lockt weniger Besucher als erhofft
Lokales Potsdam Potsdam Museum: Freier Eintritt lockt weniger Besucher als erhofft
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19:40 27.10.2019
Altes Rathaus mit Potsdam Museum. Quelle: foto: Ingo Henseke
Potsdam

Der kostenlose Eintritt in die Dauerausstellung des Potsdam-Museums hat für weniger Besucher gesorgt als erhofft und zunächst erwartet. Das teilte der Fachbereich Kultur und Museum mit. In einer dreimonatigen Testphase im Sommer 2018 erhöhte sich zwar der Andrang um 57 Prozent im Vergleich zum kostenpflichtigen Zeitraum im Sommer 2017. Allerdings zeigte der Untersuchungszeitraum vom 1. März bis zum 31. August dieses Jahres Ernüchterndes: 15 Prozent mehr Besucher kamen als im gleichen Zeitraum 2017. Insgesamt kamen 8575 Besucher im Sommer 2019.

Das könnten die Gründe sein

Gründe für diesen verhaltenen Anstieg der Besucherzahl sucht der Fachbereich in einer Untersuchung von fünf baden-württembergischen Landesmuseen vom Juni dieses Jahres. Diese Untersuchung zeige „deutliche Parallelen zur vorliegenden Evaluation“, schreibt der Fachbereich Kultur und Museum in einer Mitteilungsvorlage an die Stadtverordneten.

„Die erstellte Evaluation zeigt positive Effekte bei Besuchszahlen, hier wird ein Anstieg um das Doppelte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum festgestellt. Einschränkend wird aber festgestellt, dass ein Attraktionseffekt (schneller Anstieg der Besuchszahlen nach Einführung des kostenfreien Angebotes, danach langsame Steigerung des Besuchszahlen) anzunehmen ist.“

In der Ständigen Ausstellung zur Stadtgeschichte. Quelle: Bernd Gartenschläger

Im Potsdam Museum wurden 830 Menschen zu ihrem Besuch in dem Haus befragt. Dabei kam heraus, dass der überwiegende Teil der Gäste aus Potsdam, dem Rest Brandenburgs und Berlin kamen. Zudem stellte das Untersuchungsteam fest: 30 Prozent der Potsdamer Besucher waren jünger als 25 Jahre und 40 Prozent der Gäste aus Berlin waren zwischen 26 und 39 Jahre alt.

Der Fachbereich resümiert: „Im Ergebnis der Evaluation haben sich die Erwartungen an einen signifikanten Anstieg der Besucherzahlen, wie er in der Testphase 2018 zu verzeichnen war, nur bedingt erfüllt.“ Und weiter: „Gerade der Anstieg bei Besuchern unter 40 Jahren spricht jedoch für ein Fortbestehen des freien Eintritts.“

Veränderte Anforderungen an Stadtmuseen

Eine andere Schlussfolgerung, die der Fachbereich aus seiner Untersuchung zieht, ist die Notwendigkeit, das Museumsangebot zu erneuern. „Ein verändertes Besucher- und Freizeitverhalten fordert auch das Potsdam Museum dazu heraus, in Zukunft den komplexer werdenden Alltag und das Lebensgefühl unserer Stadt abzubilden.“

Themen wie Partizipation und Inklusion hätten einen ebenso hohen Stellenwert wie lokale Identität, Globalisierung und Migration. Daher sei es wichtig, de Ständige Ausstellung bis 2023 zu überarbeiten, um den veränderten Anforderungen an Stadtmuseen gerecht zu werden.

Stücke der Ständigen Ausstellung zur Stadtgeschichte: Unter anderem eine Sandsteinkrone der Garnisonkirche. Quelle: Bernd Gartenschläger

Um auch bildungsferne Schichten zu erreichen, müssten künftig gezielte Programmformate auch für den Stadtraum vorgesehen werden, schreibt der Fachbereich in seiner Mitteilung an die Stadtverordneten. „Nur in dieser Ergänzung zum freien Eintritt kann dauerhaft ein Besucheranstieg für die Ständige Ausstellung und das Potsdam Museum insgesamt erzielt werden.“

Von Annika Jensen

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