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Potsdam Betreiber des Extaviums erheben Vorwürfe gegen die Stadt
Lokales Potsdam Betreiber des Extaviums erheben Vorwürfe gegen die Stadt
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17:00 13.02.2020
Da gab es noch Hoffnung: Petition zum Erhalt des Extaviums, ausgehängt am Eingang. Quelle: Johanna Apel
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Potsdam

Nach dem Aus für das Mitmachmuseum Extavium erheben die Betreiber schwere Vorwürfe gegen die Stadt. In einem vierseitigen Papier lässt Vorstand Axel Werner noch einmal Revue passieren, wie er sich von der Verwaltung veralbert fühlte.

>>>Entschieden: Das Extavium schließt nach Ostern

Demnach beschloss die Stadtverordnetenversammlung im Dezember 2018, Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) solle prüfen, wie eine finanzielle Unterstützung „zum Erhalt und zur Sicherung des Betriebes des Extaviums“ realisiert werden kann. Dazu reicht das Extavium laut Werner alle geforderten Unterlagen ein und stellt schließlich in Absprache mit der Wirtschaftsförderung einen formalen Antrag für eine „Zuwendung zum Erhalt und zur Sicherung des Betriebes des Extaviums“. Die Förderung war für zunächst drei Jahre gedacht. Da Zuwendungen nur jährlich fließen, musste für 2019 ein einzelner Antrag gestellt werden. „Anschließend wurden wir aufgefordert, für das Jahr 2020 einen analogen Antrag einzureichen“, erinnert sich Axel Werner.

Wieso konnte es vorher gefördert werden und jetzt nicht mehr?

Im Hauptausschuss gab dann die Bildungsbeigeordnete Noosha Aubel (parteilos) zur Kenntnis, dass das Extavium erneut einen Antrag „zum Erhalt und zur Sicherung des Betriebes des Extaviums“ abgegeben hat, dass aber ihr Fachbereich den „Erhalt und die Sicherung eines Betriebes“ gar nicht fördern kann. Sie könne „nur Bildungsinhalte fördern“. Werner fühlt sich auf die Schippe genommen: „Warum wurden wir aufgefordert, einen Antrag ,zum Erhalt und zur Sicherung des Betriebes’ zu stellen, wenn genau dies gar nicht gefördert werden kann? Wenn es nicht gefördert werden kann, wieso konnte es dann in 2019 eine Zuwendung bei gleichem Wortlaut des Antrages geben?

Ganz allgemein: Wenn ein Fachbereich keine Möglichkeit sieht, dass über ihn eine Förderung des Extaviums abgewickelt werden kann, weswegen wird der Vorgang Extavium dann diesem Fachbereich übertragen? Und schließlich: Wenn Bildungsinhalte gefördert werden können, aber nicht der ,Erhalt und die Sicherung des Betriebes des Extaviums’, muss offenbar darauf hingewiesen werden, dass diese beiden Begriffe eigentlich deckungsgleich sind: durch ,den Erhalt und die Sicherung des Betriebes des Extaviums’ würde es möglich, Bildungsinhalte umzusetzen! Das eine bedingt das andere. Die Existenz des Extaviums zu sichern ist die Grundvoraussetzung dafür, dass die gewünschten Bildungsinhalte offeriert werden können“, ärgert sich der Vorstand.

Nach Aussage von Axel Werner schließt das Extavium am 19. April dieses Jahres.

Von MAZonline

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