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Potsdam Betrugsversuch durch Schockanruf bei Potsdamer Rentner
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Betrugsversucht durch Schockanruf bei Potsdamer Rentner

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16:50 26.10.2021
Quelle: dpa
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Kirchsteigfeld

Eine Unbekannte hat am Montagmittag versucht, einen Rentner im Kirchsteigfeld mit einem sogenannten Schockanruf zu betrügen. Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde der 87-Jähriger von einer ihm unbekannten Frau angerufen, die sich als Polizeibeamtin ausgab. Sie teilte dem Senior mit, dass seine Tochter einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem ein Kind ums Leben gekommen sei.

Damit sie aus dem Polizeigewahrsam entlassen werden könne, müsse eine Kaution bezahlt werden. Anschließend erkundigte sich die Frau nach Wertgegenständen des Mannes. Der Senior beendete das Telefonat und verständigte die Polizei. Gegen die Unbekannte wurde Strafanzeige wegen versuchten Betrugs erstattet. Die Kriminalpolizei ermittelt. Die Polizei warnt vor dieser mittlerweile hinreichend bekannten Form des Telefonbetrugs.

Täter nutzen Überrumpelungseffekt

Bei diesen sogenannten Schockanrufen nutzen die Täter die Schreckmomente aus, indem sie ihre Opfer anrufen und sich als Angehörige (Sohn, Tochter, Enkelkind) in einer dramatischen Situation ausgeben. Meist geben Sie weinend an, dass es einen Verkehrsunfall gegeben habe, bei denen ein Mensch ums Leben gekommen sei und sie nun bei der Polizei seien. Sie würden eine Untersuchungshaft oder ein Strafverfahren nur vermeiden können, wenn das Opfer Ihnen eine meist hohe Summe (in der Regel mehrere zehntausend Euro) als Kaution hinterlegen würde.

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Für gewöhnlich wird das Telefon dann an einen angeblichen Polizisten weitergegeben, um durch eine akustische Drohkulisse den Druck weiter zu erhöhen.

Die Kombination aus Schock, Drohungen und Mitleid gegenüber dem vermeintlichen Angehörigen soll die oftmals älteren Opfer dazu bringen, den Wahrheitsgehalt nicht zu hinterfragen und Geld herauszugeben. Die Täter sprechen oft akzentfrei und agieren rhetorisch begabt.

Die Polizei rät in diesem Zusammenhang:

– Lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen. Geben Sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis!

– Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Vereinbaren sie einen späteren Gesprächstermin, damit sie in der Zwischenzeit die Angaben z.B. durch einen Anruf bei Ihren Verwandten oder bei der örtlichen Polizei überprüfen können!

– Notieren Sie sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers!

– Bevor Sie jemandem Ihr Geld oder andere Wertgegenstände geben wollen: Besprechen Sie die Angelegenheit mit einer Person Ihres Vertrauens. Wenn Ihnen die Sache „nicht geheuer ist“, informieren Sie bitte ihre örtliche Polizeidienststelle!

– Übergeben Sie kein Geld an Personen, die Ihnen nicht persönlich bekannt sind!

– Haben Sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Übergabetermin die Polizei! Sie erreichen sie unter der Nummer 110.

Von MAZonline

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