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Potsdam Bibelvers soll für Frieden sorgen
Lokales Potsdam Bibelvers soll für Frieden sorgen
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15:17 02.03.2018
In der Potsdamer Innenstadt soll die Garnisonkirche in den nächsten Jahren aus dem Boden wachsen. Quelle: MAZonline
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Potsdam

Die Stiftung Garnisonkirche will mit einem eingemeißelten Bibelvers auf dem Kirchturm für Versöhnung werben. In den Sockel des knapp 90 Meter hohen Turms solle der Spruch „Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens“ gemeißelt werden, beschloss das Kuratorium der Stiftung am Freitag.

Zuletzt gab es Streit um den Wiederaufbau der einstigen Militärkirche im Zentrum der Landeshauptstadt. Während des Gottesdienstes zur Grundsteinlegung des Turms der Garnisonkirche protestierten zahlreiche Gegner lautstark.

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Potsdam, 29. Oktober 2017 – Mit einem Festgottesdienst unter freiem Himmel hat die Stiftung Garnisonkirche den Startschuss für den umstrittenen Wiederaufbau des Turms der Potsdamer Garnisonkirche gegeben. Dabei war viel Prominenz vor Ort. Rund 100 Menschen haben lautstark gegen den Wiederaufbau protestiert.

Der Vers aus dem Lukas-Evangelium soll von allen Seiten gut sichtbar in fünf Sprachen – Deutsch, Englisch, Französisch, Polnisch und Russisch – auf dem Sandsteinsockel erscheinen.

Zugleich sollen die verschiedenen Sprachen auf die Aufgabe hinweisen, im Gedenken an die Opfer von Kriegen und Gewalttaten der Vergangenheit für Versöhnung einzutreten und ein friedliches Miteinander in Europa und darüber hinaus zu gestalten.

Verständlichkeit, Weltoffenheit und Dialogbereitschaft

„Die Mehrsprachigkeit steht für Verständlichkeit, Weltoffenheit und Dialogbereitschaft“, teilte die Stiftung mit. „Der Text steht verbindlich für die Ziele des Wiederaufbaus und der späteren inhaltlichen Arbeit im Turm.“

Mit dem biblischen Satz werde eindeutig gezeigt, welche Aufgabe sich mit dem Ort in Zukunft verbinde: um Frieden zu beten und für den Frieden tätig zu sein. Dies sei auch eine zukunftsweisende Aufgabe.

Seit Oktober 2017 laufen die Bauarbeiten am Turm der Garnisonkirche. Quelle: Bernd Gartenschläger

Erst in dieser Woche wurde der Baustopp am künftigen Garnisonkirchturm aufgehoben. Das historische Ziegelfundament bereitete Probleme beim Bohren der modernen Pfahlgründung und hatte die Arbeiter zu Jahresbeginn zu einer Pause auf der Baustelle gezwungen. Welche Auswirkungen die Verzögerung auf den Zeit- und Kostenplan hat, ist weiter offen.

Von MAZonline

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