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Potsdam Bilder von Heinz Böhm
Lokales Potsdam Bilder von Heinz Böhm
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13:26 31.01.2018
„Beatschuppen“ von Heinz Böhm aus dem Jahr 1970. Quelle: Christel Köster
Potsdam

Der Brandenburgische Kulturbund erinnert mit fünftägigen Ausstellung im Museumshaus „Im güldenen Arm“ an den Potsdamer Maler Heinz Böhm (1907-1988). Aufgewachsen in Berlin, studierte Heinz Böhm in Berlin-Charlottenburg von 1924 bis 1932 Malerei und Grafik bei Emil Orlik, ab 1928 war er Meisterschüler bei Carl Hofer. Berlin, Königs-Wusterhausen und ab 1955 Potsdam-Nedlitz waren die Stationen seines künstlerischen Schaffens. In den 1960er und 1970er Jahren entstanden vor allem Aquarelle der märkischen Landschaft, aber auch von Reisen an die Ostsee, in den Thüringer Wald, nach Böhmen und in das Riesengebirge.

In Potsdam-Nedlitz war das Atelier von Heinz Böhm beliebter Treffpunkt der jungen Potsdamer Malergeneration um Wolfgang Liebert, Manfred Nitzsche, Hans- Joachim Biedermann, Walter Lauche und Stefan Velten. Auch etablierte Maler wie Kurt Robbel, Hubert Globisch, Ronald Paris, Karl und Barbara Raetsch sowie der Nedlitzer Nachbar Wolfgang Wegener waren häufig zu Gast.

Selbstbildnis von Heinz Böhm, um 1930. Quelle: Christel Köster

Die Potsdamer Galeristin Ute Samtleben berichtete später vom „ewigen Frühstück“ vor dem Haus der Böhms am Weißen See, das am Morgen mit der Familie begann und am Abend mit Freunden und Künstlerkollegen in die letzte Runde ging. Heinz Böhm war, so Ute Samtleben, „Mittelpunkt eines Künstlerkreises in Potsdam, der die Diskussion um künstlerische Gestaltungsfragen über die der kulturellen Tagespolitik stellte und den Streit über Schaffensfragen unter Malern pflegte“. Mit Personalausstellungen in Berlin und Potsdam und Beteiligung an überregionalen Ausstellungen sowie durch das Engagement der Galerie von Ute Samtleben in Potsdam wurden die künstlerischen Arbeiten von Heinz Böhm mehr und mehr der Öffentlichkeit zugängig gemacht.

Für ein großformatiges Auftragswerk für die August-Bebel-Oberschule in Michendorf mit dem Titel „August Bebel spricht im Reichstag 1905“ wurde Heinz Böhm 1974 mit dem Theodor-Fontane-Preis für Kunst und Literatur des damaligen Bezirks Potsdam ausgezeichnet. Dieses Bild hängt heute im neuen Landtagsgebäude in Potsdam. Heinz Böhm starb vor 30 Jahren mit 81 Jahren in Potsdam-Nedlitz.

Info H.-Elflein-Str. 3, geöffnet tgl. 12-18 Uhr. Familien und Freunde treffen sich am letzten Ausstellungstag.

Von Volker Oelschläger

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