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Potsdam Bildungsforum in Potsdam ist beliebt
Lokales Potsdam Bildungsforum in Potsdam ist beliebt
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19:25 30.06.2014
In der Kinderbibliothek des Bildungsforums.
In der Kinderbibliothek des Bildungsforums. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Die Potsdamer Bibliotheksgesellschaft befürchtete "unter den Bedingungen der sehr dünnen Personaldecke" eine permanente Überforderung der Mitarbeiter. Und Bibliotheksdirektorin Marion Mattekat bilanzierte eine Nachfrage, der das Angebot des Hauses nicht gewachsen war: "Wir freuen uns, dass die neue Bibliothek im Bildungsforum so gut von den Potsdamern angenommen wird. Allerdings stehen unsere Nutzer teilweise vor fast leeren Regalen, weil in einigen Bereichen 70 bis 90 Prozent der Bücher ausgeliehen sind."

Nun gibt es Entwarnung: "Der Medienetat für die Stadt- und Landesbibliothek ist auskömmlich", heißt es in einer von Marion Mattekat und der Kulturverwaltung unterzeichneten Mitteilung für die Stadtverordneten. Auf Antrag der Fraktion Die Andere war zuvor geprüft worden, ob angesichts des hohen Bedarfs zusätzliches Personal und eine Erhöhung der finanziellen Mittel für Neuanschaffungen nötig sind.

Doch mittlerweile scheint alles im grünen Bereich. Vor allem in den ersten drei Monaten sei die Arbeitsbelastung für alle Mitarbeiter wegen des intensiven Beratungsbedarfs in den neuen Räumen "sehr hoch" gewesen. Nun aber könne der anfallende Arbeitsaufwand mit dem vorhandenen Personal bewältigt werden. Im Bereich der Stadtbibliothek stünden derzeit 37 Stellen zur Verfügung, davon 31 in der Hauptbibliothek und sechs in den Zweigbibliotheken Am Stern, in der Waldstadt und in Babelsberg.

Mit 0,32 Personalstellen pro Einwohner liege die Bibliothek im Mittelfeld vergleichbarer Einrichtungen. Hinzu kämen derzeit rund 25 Freiwillige, die jedoch "nicht das notwendige Fachpersonal ersetzen" könnten. Über das Projekt "Kommunale Initiative Arbeit Potsdam" soll die Bibliothek zudem eine Stelle erhalten, die schwerpunktmäßig in der Kinderbibliothek eingesetzt wird.

Personelle Verstärkung verspricht die Stadt für 2015 mit der Einrichtung eines "zentralen Standortmanagements", das gemeinsame Projekte und Veranstaltungen der Bibliothek, der Volkshochschule und des Vereins Pro Wissen als den Nutzern des Bildungsforums koordinieren soll und die Einrichtungen etwa bei der Öffentlichkeitsarbeit oder als Dienstleister mit Veranstaltungstechnik entlasten soll. Die Personalausstattung ist laut Mattekat "ausreichend und ermöglicht ein gutes Dienstleistungsangebot".

Der Medienetat sei schon seit 2005 im Rahmen eines Konzeptes zur Verbesserung der Situation der Stadt- und Landesbibliothek schrittweise angehoben worden. Mittlerweile stünden jährlich 320000 Euro für neue Medien zur Verfügung. Stark frequentierte Bereiche wie die Kinderbibliothek würden bei den Neuerwerbungen besonders berücksichtigt.

DAS BILDUNGSFORUM IST EINE GEFRAGTE ADRESSE

  • Einen Besucheransturm gab es nach der Eröffnung der neu gestalteten Stadt- und Landesbibliothek im Bildungsforum am 7. September. Schon am 8. Januar konnte der 100 000. Besucher begrüßt werden. Nach mehr als einem halben Jahr werden durchschnittlich 26 200 Besucher pro Monat gezählt.
  • Im ersten Quartal 2014 kamen im Vergleich zu 2009, dem Jahr vor der Sanierung, 33 Prozent mehr Besucher in die Bibliothek. Die Zahl der Entleihungen stieg um 23 Prozent, die Zahl der aktiv angemeldeten Benutzer um 25 Prozent.
  • In den ersten acht Monaten nach der Eröffnung kamen insgesamt 210 000 Besucher in die Stadt- und Landesbibliothek. Weitere gut 2100 Besucher kamen zu Veranstaltungen der Bibliothek. Die Volkshochschule als zweitgrößte Nutzerin des neuen Bildungsforums konnte bis dahin 7120 Kursteilnehmer begrüßen. In die im März eröffnete Wissensetage unter dem Dach des Hauses fanden bis Ende Mai rund 4500 Besucher.
  • Das Bildungsforum am Platz der Einheit wurde in dem Anfang der 1970er Jahre errichteten Gebäude der damaligen Wissenschaftlichen Allgemeinbibliothek eröffnet, das für insgesamt 15 Millionen Euro komplett umgebaut wurde. 

Von Volker Oelschläger

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