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Potsdam Wie weiter mit der Biosphäre in Potsdam? Kritik am Online-Dialog
Lokales Potsdam

Biosphäre Potsdam: Bürgerdialog von Schubert und Kritik aus Bornstedt

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16:08 14.01.2022
Biosphäre Potsdam: Was soll aus der Beton-Tropenhalle werden?
Biosphäre Potsdam: Was soll aus der Beton-Tropenhalle werden? Quelle: Bernd Gartenschläger
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Bornstedter Feld

Wie geht es weiter mit der Biosphäre? Darüber will Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) am 14. Januar von 18 bis 20 Uhr in einem digitalen Dialog mit Potsdamerinnen und Potsdamern diskutieren. Bereits im Vorfeld gab es mit Anregungen – rund 40 Hinweise gingen zu Themen wie Naherholung, Gastronomie, ergänzende Freizeitangebote oder zukünftige Kooperationen beim Rathaus ein.

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Kritisch sieht der Bornstedter Stadtteilkoordinator, Christian Kube, die Herangehensweise. Zum einen sei schon ein Büro mit einer Machbarkeitsstudie für die Tropenhalle beauftragt, zum anderen habe die Verwaltung „ein fast drei Jahre altes Dokument“ als Diskussionsgrundlage online gestellt.

Fachleute aus Potsdam-Bornstedt wollen gehört werden

Außerdem verweist Kube auf Erfahrungen vor Ort, die nicht berücksichtigt würden. „Ich würde es befürworten, wenn vor zukünftigen Formaten dieser Art ein Gespräch mit den Gremien und Institutionen im Stadtteil geführt werden, die sich seit Jahren mit diesen Themen beschäftigen“, sagt er, „in Bornstedt wären das die Interessenvertretung Bornstetder Feld, die Stadtteilkoordination, die StadtrandElfen als Träger für Umweltpädagogik sowie die Stadtteilinitiative Bornstedt, die sich seit Jahren für einen Dialog zwischen Bürger*innen und Politik und Verwaltung bei der Gestaltung des Stadtteils einsetzt.“

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Der Stadtteilkoordinator schlägt für den Betonbau vor, dass die Gaststätte von außerhalb erreichbar sein sollte. „Bornstedt hat im gastronomischen Bereich noch großen Nachholbedarf“, sagt er. Zudem wendet er sich gegen die Idee eines Hotels im Volkspark: „Dies würde de facto eine weitere Verkleinerung bedeuten.“

Verkehr am Volkspark Potsdam nimmt zu

Zudem weist Kube auf den zunehmenden Verkehr hin. Mit der Bebauung und den Schulen werde das Verkehrsaufkommen wachsen. Es gebe aber weder Ampel noch Zebrastreifen, um über die Georg-Hermann-Allee zu kommen.

Kritik am Prozedere kommt auch von den Potsdamer Linken. Stadtverordneter Sascha Krämer ist nicht mit dem Vorgehen des Oberbürgermeisters einverstanden, das Konzept für eine „Biosphäre 2.0“ am Freitag zuerst in einer Pressekonferenz, dann in einem Bürgerdialog vorzustellen, ohne dass die Stadtverordneten die Vorlage beraten haben.

Wer am Bürgerdialog teilnehmen möchte, finden den Link dazu hier auf der Hompage der Stadt.

Von MAZonline/axe