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Potsdam Blindgänger gefunden: Bombenentschärfung am Mittwoch in Potsdam
Lokales Potsdam

Blindgänger in Potsdam: Bombenentschärfung am Mittwoch, 12. Mai 2021

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16:26 11.05.2021
Nach der erfolgreichen Entschärfung einer Fliegerbombe am 13.09.2018 in Potsdam auf dem Gelände des ehemaligen Straßenbahndepots
Nach der erfolgreichen Entschärfung einer Fliegerbombe am 13.09.2018 in Potsdam auf dem Gelände des ehemaligen Straßenbahndepots Quelle: Peter Degener
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Potsdam

Wie die Stadt Potsdam am Montagnachmittag mitteilte, wurde eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe englischer Herkunft aus dem Zweiten Weltkrieg am Montag auf dem Gelände des ehemaligen Tramdepots in der Heinrich-Mann-Allee gefunden. Der Blindgänger muss entschärft werden. Nach Angaben der Stadt erfolgt die Entschärfung durch durch Sprengmeister Mike Schwitzke am kommenden Mittwoch, 12. Mai 2021. Dafür ist wird ein Sperrkreis gezogen. Rund 3000 Menschen müssen den Sperrkreis bis 8 Uhr verlassen haben.

Für die Zeit der Entschärfung steht für Betroffene die Turnhalle am Bisamkiez im Schlaatz als Aufenthaltsort zur Verfügung.

Menschen, die im Sperrkreis leben und die Sperrzone nicht allein verlassen können, werden gebeten, sich frühzeitig bei der Potsdamer Feuerwehr unter (0331) 370 1216 zu melden, um einen Transport für Mittwoch zu bestellen. Weitere Informationen zur Entschärfung gibt es unter den Servicenummer 115, der (0331) 289 1677 oder unter der (0331) 289 1642.

Kitas, Ministerien und Wohnhäuser im Sperrkreis

Im Sperrgebiet befinden sich unter anderem das Viertel Am Brunnen, die Kolonie Daheim, die Staatskanzlei Brandenburg sowie mehrere Ministerien, Landesämter, die Bundespolizei, ein Pflegeheim, das Humboldt-Gymnasium und die beiden Kindertagesstätten „Nuthewinkel“ und „Potsdam-Kids“.

Der Sperrkreis befindet sich innerhalb des Bereiches Friedrich-List-Straße, Nuthestraße, Horstweg, Waldstraße, Albert-Einstein-Straße und Hauptbahnhof.

Sowohl der Hauptbahnhof als auch die Nuthestraße, Horstweg und Friedrich-List-Straße bleiben für den Fahrzeugverkehr geöffnet.

Insgesamt ist die gefundene Fliegerbombe der Weltkriegssprengkörper 205 seit 1990 in der Landeshauptstadt. In dieser Statistik werden Fliegerbomben ab 100 Kilogramm erfasst.

Es ist nicht der erste Blindgänger, der auf dem Gelände gefunden und entschärft wurde. Dabei stand in einem Fall sogar Mike Schwitzke vor einer ungewohnten Situation: Im Herbst 2018 musste er eine Bombe im gesicherten Zustand unschädlich machen. Das war ihm in seinem Berufsleben „erst vier, fünf Mal“ passiert.

Dass eine Entschärfung nicht reibungslos laufen muss, hatte die geplante Bombenentschärfung im August 2018 gezeigt. Auch damals waren 3000 Menschen von der Evakuierung direkt betroffen. Weil der Blindgänger nicht entschärft werden konnte, musste er gesprengt werden. Der erste Sprengversuch scheiterte, der zweite verzögerte sich. Erst am Nachmittag gab es Entwarnung und die Menschen konnten zurück in ihre Wohnungen. Mike Schwitzke war damals übrigens nicht im Einsatz, er hatte Urlaub. Er wurde von Klaus Schulze, technischer Leiter des KMBD für Brandenburg-West, vertreten.

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Von MAZonline