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Potsdam Bombensprengung in Potsdam: Die wichtigsten Informationen im Überblick
Lokales Potsdam

Bombenentschärfung in Potsdam: Die wichtigsten Infos am 26.6.2020

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15:32 26.06.2020
Der Sperrkreis für die Bombenentschärfung am 26. Juni 2020. Quelle: Stadt Potsdam
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Potsdam

Der 250-Kilogramm-Blindgänger in der Havel ist gesprengt. Am Dienstag war die Bombe nahe der Freundschaftsinsel gefunden worden. Sprengmeister Mike Schwitzke ging bereits am frühen Freitagmorgen davon aus, dass es nicht möglich sein wird, die Bombe zu entschärfen. Schnell war klar: Es muss gesprengt werden. Um 15 Uhr gab es den lauten Knall, die Bombe wurde gesprengt. Der Sperrkreis ist aufgehoben.

>>> Verfolgen Sie hier den ausführlichen MAZ-Liveticker

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Parallel baut das Technische Hilfswerk ein Floß aus Strohballen, dass die Druckwelle, die durch die Detonation entsteht, abmildern soll. Das Floß hat keine Unterkonstruktion aus Holz. „Wir wollen nicht, dass da Holzsplitter durch die Gegend fliegen“, sagte Feuerwehrchef Ralf Krawinkel auf MAZ-Anfrage.

Hier gibt es alle sicherheitsrelevanten Informationen im Überblick:

Wo wurde der Blindgänger entdeckt?

Die Weltkriegsbombe wurde am Dienstag nahe der Freundschaftsinsel in der Havel gefunden – in drei Meter tiefe und zum Teil von Schlick bedeckt. Da sich der Fundort mitten in der Stadt befindet, wird das Zentrum weitgehend lahmgelegt.

>>> Bombe in Potsdam: Das müssen Sie über die Entschärfung wissen

Wann wird der Sperrkreis eingerichtet?

Der Sperrkreis gilt ab 8 Uhr. 13.000 Menschen mussten das Gebiet rund um den Fundort der Bombe verlassen. Seit 6 Uhr lief die Evakuierung. Betroffen sind neben Privatwohnungen, Seniorenheimen, Kitas und Firmen auch der Hauptbahnhof, der Landtag und das Bergmann-Klinikum, das jedoch nicht evakuiert wird.

Wie lange wird gesperrt?

Das ist ungewiss. Sprengmeister Mike Schwitzke vom Kampfmittelräumdienst hofft, am frühen oder späten Nachmittag durch zu sein.

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Was bedeutet der Sperrkreis für den Verkehr?

Es könnte chaotisch werden. Erstmals müssen beide Havelübergänge, also die Lange Brücke und die Humboldtbrücke, zeitgleich für einen längeren Zeitraum gesperrt werden. Die Verantwortlichen haben weiträumige Umleitungen angekündigt. Die Lange Brücke wird ab 8 Uhr dicht sein, die Humboldtbrücke erst etwas später.

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Weil der Hauptbahnhof komplett gesperrt ist, starten und enden alle S-Bahnen ab 8 Uhr in Babelsberg. Die Regionalzüge fahren bis zum Start der eigentlichen Entschärfung ohne Halt am Hauptbahnhof durch Potsdam; wenn die Entschärfung dann los geht, werden sie über Golm und Spandau umgeleitet.

Die Straßenbahnen fahren ab 8 Uhr ohne Halt durch den Sperrkreis. Sobald der Sprengmeister mit der Entschärfung beginnt, wird der Verkehr in diesem Bereich komplett unterbrochen. Sämtliche Busse in Richtung Norden und Westen fahren ab Platz der Einheit, in Richtung Süden und Osten ab Rathaus Babelsberg.

Wo kommen Anwohner unter, die ihre Wohnungen verlassen müssen?

Wer nicht bei Verwandten oder Freunden unterkommt, kann im Bereich nördlich der Sperrungen im Treffpunkt Freizeit oder südlich davon im soziokulturellen Zentrum Freiland Unterschlupf finden. Es gibt einen Busshuttle für diejenigen, die selbst nicht so mobil sind.

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Von MAZonline