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Bombenentschärfungen in Potsdam Bomben in Potsdam erfolgreich entschärft
Lokales Potsdam Bombenentschärfungen in Potsdam Bomben in Potsdam erfolgreich entschärft
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13:49 19.02.2015
Die in Potsdam gefundenen Bomben sind am Donnerstag entschärft worden. Quelle: MAZ
Potsdam

Die drei Weltkriegs-Fliegerbomben im Wald zwischen Michendorfer Chaussee und Templiner See sind erfolgreich entschärft. Sprengmeister Mike Schwitzke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg entschärfte die 500 Kilogramm Fliegerbombe englischer Bauart sowie die beiden 250 Kilogramm schweren Bomben US-amerikanischer Bauart am Vormittag und sprengte anschließend die drei Zünder am Fundort. Der Sperrkreis ist seit 11:18 Uhr aufgehoben, sowohl die Michendorfer Chaussee (B2) als auch die Templiner Straße sind wieder uneingeschränkt befahrbar.

Mechanischer Zünder entfernt
Der Sperrkreis um die Bombe im Waldgebiet zwischen der Michendorfer Chaussee und dem Templiner See wurde um 9:04 Uhr geschlossen. Von den Einschränkungen betroffen waren Auto- und Radfahrer der B2 und der Templiner Straße sowie die Regionalbahn zwischen Potsdam-Golm und Saarmund. Sprengmeister Mike Schwitzke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst begann anschließend mit der Entschärfung des Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg.

Gesperrte B 2 am Donnerstag bei Potsdam. Quelle: Ralf Hirschberger

Um die Bombe unschädlich zu machen, hat der Sprengmeister den mechanischen Heckzünder entfernt und anschließend vor Ort kontrolliert gesprengt. Die Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg waren in dieser Woche bei Räummaßnahmen entdeckt worden. Sie lagen nur 40 bis 80 Zentimeter unter der Erde. Es waren die Weltkriegsbomben Nummer vier bis sechs, die in diesem Jahr in Potsdam unschädlich gemacht wurden sowie die Bomben Nummer 163, 164 und 165 in Potsdam seit 1990. Insgesamt 146 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landeshauptstadt Potsdam und der Polizei  waren heute im Einsatz, um den Sperrkreis etwa 900 Meter rund um den Fundort der Bombe zu sichern.

Bombenfunde der letzten Jahre in Potsdam

Teure Blindgängersuche
Als besonders gefährlich gelten vor allem die Bomben mit Langzeitzündern. "Ich finde deshalb, dass die Beseitigung von Weltkriegsmunition eine nationale Aufgabe ist. Die am meisten betroffenen Länder Brandenburg und Niedersachsen dürfen nicht länger auf den Kosten der Beseitigung der Munition der Alliierten sitzen blieben", sagte Andrea Wicklein, Sprecherin der märkischen SPD-Abgeordneten Mitte Februar gegenüber der MAZ

Bisher übernimmt der Bund lediglich bei sogenannter reichseigener Munition und bei eigenen Liegenschaften die Kosten. Für die Beseitigung von Weltkriegsmunition der Alliierten müssen die Länder dagegen selbst bezahlen.

Trotz erheblicher Anstrengungen werden in Deutschland noch rund 100.000 Bombenblindgänger im Boden vermutet. Allein in Brandenburg werden Jahr für Jahr etwa 500 Tonnen Kampfmittel geborgen.

Das Land hat mit fast 360.000 Hektar den höchsten Anteil zivil genutzter Landesfläche, bei der noch Kampfmittel im Boden vermutet werden. Jährlich muss das Land zweistellige Millionenbeträge für die Kampfmittelbeseitigung aufwenden.

Der Kampfmittelräumdienst passiert eine Polizeisperre an der B 2 bei Potsdam. Quelle: Ralf Hirschberger

Nicht nur in Potsdam, sondern auch in Oranienburg versucht man, den Bund stärker einzubinden. Der SPD-Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann hatte den Staatssekretär und Bevollmächtigten des Landes beim Bund, Thomas Kralinski, genau aus dem Grund Anfang Februar nach Oranienburg gelotst. Kralinski sollte sich selbst ein Bild machen, was die Bombensuche mitten in einem dicht besiedelten Wohngebiet bedeutet. Das hatte seine Wirkung. "Der Fokus muss darauf liegen, dass wir dem Bund die Gefährlichkeit der Situation in Oranienburg vermitteln", meinte der Staatssekretär.

In wenigen Tagen, am 5. März 2015, wird es ein erstes Spitzentreffen mit dem haushaltspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Kahrs, sowie dem Innenminister von Brandenburg, Karl-Heinz Schröter (SPD), und dem Chef der Brandenburger Landesvertretung beim Bund, Thomas Kralinski, zu der Finanzierung von Munitionsaltlasten geben, kündigte “, sagte Andrea Wicklein, Sprecherin der märkischen SPD-Abgeordneten, Mitte Februar der MAZ.

"Ich bin sehr froh, dass damit der Auftakt für gemeinsame Gespräche gelungen ist. Die erneuten Bombenfunde in Potsdam zeigen, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Die Uhr läuft gegen uns.", so die SPD-Politikerin.  

MAZ

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