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Bombenentschärfungen in Potsdam Bombe in Potsdam erfolgreich entschärft
Lokales Potsdam Bombenentschärfungen in Potsdam Bombe in Potsdam erfolgreich entschärft
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10:06 06.02.2015
Quelle: Julian Stähle
Potsdam

Am Freitagmorgen ist eine 250 Kilogramm schwere US-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg zwischen dem Templiner See und der Michendorfer Chaussee in Potsdam von Sprengmeister Mike Schwitzke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg entschärft erfolgreich entschärft worden.

Der Blindgänger war bei Räummaßnahmen in dem Waldstück in einer Tiefe von nur 20 Zentimetern gefunden worden. Seit der Wiedervereinigung wurden in der Landeshauptstadt bereits über 160 Blindgänger unschädlich gemacht.

Der Sperrkreis um die Bombe im Waldgebiet zwischen der Michendorfer Chaussee und dem Templiner See war um 8:38 Uhr geschlossen. Mike Schwitzke begann sofort mit der Entschärfung des Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg.
Er entfernte den mechanischen Heckzünder und sprengte ihn anschließend vor Ort kontrolliert.

Der Blindgänger war die dritte Weltkriegsbombe, die in diesem Jahr unschädlich gemacht wurde und die 163. seit 1990.

Insgesamt 90 Mitarbeiter der Landeshauptstadt Potsdam und der Polizei  waren heute im Einsatz, um den Sperrkreis 600 Meter rund um den Fundort der Bombe zu sichern.

Erst Mitte Januar wurden zwei Granaten im Wildpark gesprengt. Auch da gab es kaum Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens. Ganz anders sah es dagegn Anfang des Jahres in Potsdam aus. Eine Bombenentschärfung in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof legte Potsdams Mitte über Stunden lahm.

Blindgänger in Potsdam

Teure Blindgängerbeseitigung
Die Beseitigung der Blindgänger ist mit einem hohen Kostenaufwand verbunden. Vor allem in Potsdam und Oranienburg kommt es regelmäßig zu Einsätzen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes. Brandenburg dringt daher erneut darauf, dass sich der Bund an den Kosten für die Beseitigung von Bomben und Munition der Alliierten beteiligt. "Ich werde im Bundestag intensiv für einen Gesetzentwurf des Bundesrates werben, dass sich der Bund zumindest in den besonders betroffenen Regionen finanziell beteiligt", sagte der Bevollmächtigte des Landes beim Bund, Staatssekretär Thomas Kralinski, am Donnerstag nach einem Besuch in Oranienburg (Oberhavel). "Seit 1991 haben wir insgesamt 350 Millionen Euro für die Beseitigung von Kampfmitteln gezahlt", sagte Kralinski. "Davon allein 100 Millionen Euro in der Stadt Oranienburg, die wegen der Rüstungsindustrie ein besonderes Ziel der Luftangriffe war."
Die Bundesregierung hatte frühere Initiativen des Bundesrats stets abgelehnt und zahlt nur für die Kosten der Beseitigung reichseigener Munition. In Oranienburg mussten seit der Wende 180 Großbomben der Alliierten geräumt werden, in Potsdam soll am Freitag der 160. Blindgänger entschärft werden. "Neben Brandenburg gibt es auch in Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein besonders betroffene Gebiete mit alliierter Munition», sagte Kralinski. "Der Bund darf die Länder nicht länger damit alleine lassen."

MAZonline

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