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Potsdam Günstige Wohnungen: Baubeginn an der Roten Kaserne West in Potsdam
Lokales Potsdam Günstige Wohnungen: Baubeginn an der Roten Kaserne West in Potsdam
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22:21 16.01.2020
Mit einem schwungvollen Spatenstich wurde am Donnerstag das Gelände Rote Kaserne West angegraben. Von li.: Baudezernent Bernd Rubelt, Oberbürgermeister Mike Schubert, Bauminister Guido Beermann und die Pro Potsdam-Geschäftsführer Michael Westphal und Bert Nicke. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Bei strahlendem Wetter packte Brandenburgs neuer Minister für Infrastruktur und Landesplanung, Guido Beermann (CDU), gemeinsam mit Oberbürgermeister Mike Schubert, dem Baudezernenten Bernd Rubelt sowie den Pro Potsdam Geschäftsführern Bert Nicke und Michael Westphal am Donnerstag das nächste Neubauprojekt im Bornstedter Feld an.

„Der Mietwohnungsbau ist ein wichtiges Thema“, sagte Beermann, „die Knappheit ist allgegenwärtig“. Die Auswirkungen des anhaltenden Zuzugs könnten nur durch Neubau gedämpft werden, dabei dürften Haushalte mit geringen Einkommen nicht verdrängt werden. In der ehemaligen Tramwendeschleife bei der Viereckremise entstehen sieben Gebäude mit 117 Wohnungen und sieben Gewerbeeinheiten.

So soll das Neubauprojekt in der Peter-Huchel-Straße im Bornstedter Feld einmal aussehen. Quelle: Bernd Gartenschläger

Der Minister warb dafür, die günstigen Darlehen, die das Bauministerium für sozialen Wohnungsbau bereit stelle, langfristig zu nutzen. Allerdings räumte er auch ein, dass die für das Land Brandenburg derzeit zur Verfügung stehenden 100 Millionen Euro bereits ausgeschöpft seien.

„Wir haben im Koalitionsvertrag eine Wohnraumoffensive festgeschrieben“, sagte Beermann auf Nachfrage der MAZ, „und das Programm wird hervorragend angenommen.“ Das Antragsvolumen sei höher als die 100 Millionen Euro, daher werde man in der Regierungskoalition darüber reden müssen, ob es aufgestockt werden könne. „Wenn Anspruch auf Förderung besteht, müssen wir auch damit umgehen.“

Soziale Durchmischung der Stadt

Auch Schubert unterstrich den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in Potsdam und bedankte sich für die Unterstützung des Landes: „Die Förderung wird auch woanders gebraucht, aber sie dient der wichtigen sozialen Durchmischung der Stadt.“ So langsam werde das Ende der schon 20 Jahre andauernden Arbeiten rund um das Bornstedter Feld sichtbar. Die letzte wilde Wiese am Volkspark werde ihrer Nutzung zugeführt.

Die Baustelle Rote Kaserne West – Anfang 2022 sollen die 117 Wohnungen bezugsbereit sein. Quelle: Bernd Gartenschläger

Zu den weiteren Planungen westlich der Georg-Hermann-Allee sagte der Geschäftsführer des Bauträgers Pro Potsdam, Bert Nicke, dass der Baubeginn für Anfang nächsten Jahres vorgesehen sei. Demnächst werde man in die Wallanlagen eingreifen und somit Parkbereiche sperren; der Zirkus Montelino habe sein Zelt bereits geräumt.

Pflege und Sozialräume mitgeplant

Im Gebiet Rote Kaserne West liegt der Fokus auf einer sozialen Ausrichtung des Gewerbes. Geplant sind eine Tagespflege und eine Sozialstation mit Begegnungsräumen. Außerdem stellt das zu 100 Prozent vom Land geförderte Projekt überwiegend kleinere 1,5- bis 2-Zimmer-Wohnungen für die Zielgruppen Studierende sowie Senioren bereit. Der überwiegende Teil wird an Haushalte mit Wohnberechtigungsschein vermietet werden, zu einer Nettokaltmiete von 5,50 Euro respektive 7 Euro pro Quadratmeter, je nach Einkommen. Ab 1. Quartal 2022 sollen die Wohnungen bezugsfertig sein.

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