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Potsdam Kein Durchkommen: Brücke über Großen Zernsee bleibt für Monate gesperrt
Lokales Potsdam

Brücke über Zernsee für Fußgänger und Radfahrer noch monatelang gesperrt

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18:34 21.10.2021
Die Eisenbahnbrücke über den Großen Zernsee zwischen Werder (Havel) und Wildpark-West auf Potsdamer Seite.
Die Eisenbahnbrücke über den Großen Zernsee zwischen Werder (Havel) und Wildpark-West auf Potsdamer Seite. Quelle: Luise Fröhlich
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Potsdam / Werder (Havel)

Schlechte Nachrichten für Fußgänger und Radfahrer. Aus der erhofften Freigabe der Brücke über den Großen Zernsee von Potsdam nach Werder (Havel) noch in diesem Jahr wird es nichts. Wie die Stadt Potsdam am Donnerstag mitteilte, laufen derzeit noch die Vorbereitungen für den Bau der neuen Fuß- und Radwegbrücke. Aktuell werde die „Gründung, also der Übergang zwischen Bauwerk und Boden, für die Unterbauten der neuen Brücke hergestellt, die danach eingebaut werden“, heißt es in einem Schreiben der Stadtverwaltung.

Die Überquerung des Großen Zernsees soll in Zukunft auch für Radfahrer einfacher sein. Quelle: Bernd Gartenschläger

Immer wieder gefährliche Situationen

Zur Gewährleistung der Sicherheit während der notwendigen Arbeiten sei an eine Öffnung derzeit nicht zu denken. Die Überquerung der Bahnbrücke für den Fuß- und Radverkehr ist daher bis auf Weiteres nicht möglich. Die Stadtverwaltung weist ausdrücklich darauf hin, dass zu dem gesperrten Bereich auch die Zuwegungen zur Brücke gehören. Auf Potsdamer Seite betrifft das den Zugang ab der Werft am Galliner Damm sowie den Seesteig. Auf der Werderaner Seite ist die Adolf-Damaschke-Straße am Parkhaus gesperrt. Eine Querung unter der Bahnbrücke hindurch ist ebenfalls nicht möglich.

Fußgänger und Radfahrer sind aufgefordert, sich an das Verbot der Überquerung zu halten. In der Vergangenheit sei es wiederholt zu gefährlichen Situationen auf der Baustelle gekommen, da sich Radfahrende und zu Fuß gehende nicht an die Absperrungen gehalten haben: „Illegale Querungen der Gleise oder der Bahnbrücke sind lebensgefährlich, behindern den Bauablauf und den Schienenverkehr“, mahnte die Stadtverwaltung.

Drei Kommunen, eine Brücke

Die Rad- und Fußwegbrücke über den Großen Zernsee ist ein gemeinsames Projekt der Landeshauptstadt Potsdam, der Stadt Werder (Havel) und der Gemeinde Schwielowsee. Der Plan sieht vor, dass die neue Brücke parallel und südlich zur vorhanden Brücke der Deutschen Bahn verläuft. Der heute vorhandene und viel zu schmale Gangsteg auf der Bahnbrücke gehört dann der Vergangenheit an. Es ist geplant, die Geh- und Radwege zur Brücke im Zweirichtungsverkehr in drei Metern Breite mit Beleuchtung auszubauen.

Mit den Planungen für das Projekt wurde im September 2017 begonnen, im Februar 2019 startete die Genehmigungsplanung. Rund anderthalb Jahre später wurden die Genehmigung und damit das Baurecht erteilt. Die Finanzierung des etwa 8,8 Millionen teuren Bauwerks wird durch Fördermittel des Landes Brandenburg und der Europäischen Union unterstützt. Bei dem Förderprogramm sind bis zu 80% der förderfähigen Kosten zuwendungsfähig.

Wann ist mit einer Öffnung zu rechnen?

Die Sperrung wird aufgrund der anstehenden Arbeiten auch in den ersten Monaten des kommenden Jahres notwendig werden. Erst nach dem Ende der Winter- bzw. Frostperiode und je nach Baufortschritt könne es zuverlässige Informationen zu einer möglichen Öffnung der Brücke geben.

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Hoffnung machte die Potsdamer Stadtverwaltung jedoch auf eine zumindest temporäre Freigabe des Übergangs. Wenn es die Umstände zulassen, könne die Sperrung zumindest über die Feiertage zum Jahreswechsel 2021/2022 aufgehoben werden, da die Baufirmen Betriebsferien haben.

Von MAZonline