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Potsdam Alte Säcke für MAZ-Spendenaktion
Lokales Potsdam Alte Säcke für MAZ-Spendenaktion
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11:23 01.12.2018
Patrick Berger vom Potsdamer Buena Vida Coffee Club hat sich eine besondere Hilfsaktion für Sterntaler einfallen lassen. Quelle: Saskia Kirf
Potsdam

 Falls der Weihnachtsmann einen neuen Jutesack braucht, um all die Geschenke zu transportieren, ist er bei Patrick Berger an der richtigen Adresse. Der 33-Jährige ist der Chef des Buena Vida Coffee Club, seit vier Jahren betreibt er das Café am Bassinplatz und die dazugehörige Kaffeerösterei. Jutesäcke fallen da zuhauf an: „Wir wissen kaum, wohin damit“, sagt Patrick Berger. Schließlich kommen die vielen Kilo Kaffeebohnen, die er verarbeitet, allesamt in den großen Beuteln an. Deshalb hat sich der Buena Vida-Chef eine besondere Sammelaktion überlegt.

Die Jutesäcke können ab sofort im Café gekauft werden. Preis: zehn Euro das Stück. Die gesamten Einnahmen werden gespendet –eine Hälfte geht an die Organisation Women in Coffee, die in den Anbaugebieten Pflückerinnen und Bäuerinnen dabei unterstützt, bei ihrer Arbeit genauso bezahlt zu werden, wie ihre männlichen Kollegen. „Unser Kaffee kommt aus Afrika und Lateinamerika“, erklärt Patrick Berger, „also aus Regionen, in denen Frauen leider auch heute noch weniger Wertschätzung erfahren.“ Women in Coffee will das ändern. Die andere Hälfte der Einnahmen, also fünf Euro pro verkauftem Jutesack, gehen direkt an die Aktion Sterntaler der MAZ in Potsdam.

So können Sie spenden

Bitte spenden Sie an: AWO Bezirksverband Potsdam Verwendungszweck: Sterntaler Deutsche Kreditbank Berlin BIC: BYLADEM1001 IBAN: DE71 1203 0000 0000 4821 09

Spendenquittungen erhalten Sie, sofern Sie Ihren Namen und Ihre Anschrift bei der Überweisung mit angeben.

Haben Sie Anregungen zur MAZ-Weihnachtsaktion? Möchten Sie uns die Geschichte erzählen, die Sie ganz persönlich mit Kinderarmut und dem Kampf dagegen verbindet? Melden Sie sich per Telefon unter der Nummer 0331/2840280 oder auch gern per E-Mail an potsdam-stadt@MAZ-online.de

Hier sammeln wir mit der Hilfe unserer Leser Geld für das Büro Kindermut der Awo, das gegen Kinderarmut in der Stadt kämpft. „Ein unglaublich wichtiges Anliegen“, sagt Patrick Berger, der selbst Vater ist. „Es macht mich traurig, dass in einer so reichen Stadt wie Potsdam Kinder leben, die hungern müssen, weil das Geld nicht reicht“, begründet er seine Entscheidung, die Aktion Sterntaler zu unterstützen. „Ich sehe meinen kleinen Sohn beim Frühstück mit viel Appetit essen und muss daran denken, dass andere Kinder das nicht können“, so Berger weiter.

Nächstenliebe keine leere Worthülse

Als gläubigem Christen ist Nächstenliebe für Patrick Berger keine leere Worthülse. „Ich finde es wichtig, mich für andere einzusetzen“, sagt er. Und ist überzeugt, dass viele Potsdamer – ob nun religiös oder nicht – das auch so sehen. „Kinderarmut sieht man oft nicht auf den ersten Blick, es ist ein verstecktes Problem“, sagt Patrick Berger. Gerade deshalb sei es so wichtig, dass Initiativen wie das Büro Kindermut auf die Sorgen aufmerksam machen. „Wenn die Leute wissen, wie sie helfen können, dann machen sie das auch“, sagt der Caféchef. Er selbst habe von der Initiative des Süßwarenhändlers Dietmar Teickner gehört, der an seinen Glögg-Ständen auf dem Weihnachtsmarkt das Pfandgeld der Becher für Sterntaler sammelt. „Es kann so einfach sein, das sollten wir uns alle ins Gedächtnis rufen“, sagt Berger.

Für die Aktion Sterntaler können Sie ganz bequem per Überweisung spenden. Oder an einer der Aktionen teilnehmen, die wir Ihnen hier vorstellen. Quelle: Friedrich Bungert

Eine Möglichkeit dafür bietet er nun mit seinem Jutesackverkauf. Die kann nicht nur der Weihnachtsmann gebrauchen: „Die Säcke sind unglaublich vielseitig einsetzbar“, sagt Patrick Berger. Man kann daraus Sitzsäcke und Gartenmöbel herstellen, sie zum Nähen stabiler Taschen benutzen oder einfach als natürliches Deko-Element. „Auch als Pflanzkübel sind die super“, sagt Berger, er ist selbst Kleingärtner und baut Gemüse an. Eigene Kartoffeln aus dem Jutesack und dazu das gute Gefühl, Kindern in Potsdam und Kaffeebäuerinnen in Afrika zu helfen – das kann nur Patrick Berger. Und keine Angst, es sind genug Säcke für alle da: „Wir rösten seit dem ersten Tag selbst, in vier Jahren kommt da einiges zusammen.“

Von Saskia Kirf

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