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Potsdam Bürgerbeteiligung am Remisenpark: Am Freitag können Sie in Potsdam mit diskutieren und gestalten
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Bürgerbeteiligung am Remisenpark: Am Freitag können Sie in Potsdam mit diskutieren und gestalten

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15:41 13.08.2020
Fußball im Volkspark Potsdam an der Viereckremise? Das könnte bald im Verein möglich werden. Quelle: Peter Degener
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Potsdam

Bei der Entwicklung des Remisenparks soll es anders laufen als bei der gescheiterten Beachvolleyballanlage im Wiesenpark. Der Linken-Stadtverordnete Sascha Krämer lädt deshalb zu einem Informationstermin in den Remisenpark ein. Dort sollen sich die Sportbeigeordnete Noosha Aubel (parteilos) und der Baubeigeordnete Bernd Rubelt (parteilos) und die Stadtverwaltung den Fragen der Anwohner stellen. „Wir wollen gemeinsam über die Gestaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten des Remisenparks diskutieren“, sagt Krämer.

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Auch der Fußball-Verein Potsdamer Kickers 94 wollen am Freitag, den 14. August um 17 Uhr im Remisenpark sein, um seine Position einzubringen und sich aktiv an einem „hoffentlich fairem Planverfahren“ zu beteiligen. Der Verein sucht nach eigenen Angaben seit seiner Gründung nach einem Heimatstätte, die für den Verein groß genug ist. „Wir setzen große Hoffnungen in die Pläne der Stadt, eine neue Sportanlage am Nordzipfel des Parks zu entwickeln“, heißt es auf einem Flyer, den der Verein auf einem Spaziergang zum Informationstermin an Anwohner verteilen will. Los geht es um 16 Uhr an der Turnhalle Karl-Förster-Schule an der Kirschallee.

Widerstand gegen Sportplatz

Die Pläne treffen allerdings auch auf Widerstand. Der CDU-Stadtverordnete Clemens Viehrig lehnt den Bau der Sportflächen ab. „In den letzten Jahren ist der bei Potsdamern so beliebte Volkspark immer mehr beschnitten worden. Mit dem Ausverkauf werden neue Konflikte zwischen Freizeit- und Vereinssport, zwischen bienenfreundlichen Wiesen und Sportrasen sowie ruhesuchenden Anwohnern und Sportlern provoziert“, schreibt er in einem Beitrag für den CDU-Stadtbezirksverband Potsdam Nord West. Er schränkt allerdings ein: „Für den Sport wäre die Maßnahme nur dann ein Schritt nach vorne, wenn es tatsächlich zwei wettkampffähige Sportflächen würden. Nur dies wäre ein wirklicher Mehrwert“, so Viehrig.

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Gegen die vier größten Argumente gegen den Platz – dass der Volkspark immer kleiner werde, der Sport-Lärm groß wäre, der Discgolf-Parcour beschnitten werde und der Park Biotop für Bienen bleiben müsse – haben die Potsdamer Kickers 94 einige Kompromissvorschläge auf ihrem Flyer formuliert. Die Debatte am Freitag im Remisenpark hat also das potenzial eine hitzige, aber auch eine lösungsorientierte zu werden.

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Von Jan Russezki