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Potsdam Bürgerinitiative will Tierheim für Potsdam
Lokales Potsdam Bürgerinitiative will Tierheim für Potsdam
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07:48 08.09.2014
Das Tierheim würde (auch) einen sozialen Zweck erfüllen, ist die BI überzeugt. Quelle: Horst Ossinger
Potsdam

Mit Demonstrationen, offenen Briefen und Infoständen wollen die Mitglieder der neu gegründeten Bürgerinitiative (BI) "Potsdam braucht ein Tierheim" für ihre Forderung einstehen. Auslöser für die fünf Initiatorinnen der BI war die Insolvenz des Pfötchenhotels in Beelitz, das für Fundtiere aus der Landeshauptstadt zuständig ist. Ein Ausweichquartier für künftige ausgesetzte Katzen und Hunde gibt es nicht. Die Stadt hatte im Juli abgesagt, die Einrichtung zu übernehmen. Aber auch unabhängig von der Situation in Beelitz sind die Gründungsmitglieder überzeugt, dass ein Tierheim Potsdam gut tun würde. "Der Weg nach Beelitz ist für viele sehr weit. Wer ein Tier abgeben muss, der wird so eher dazu verleitet, es hier in der Wildnis auszusetzen. Das ist für die Tiere noch schlimmer", sagt Madlen Fabiunke. Außerdem würde eine solche Institution einen sozialen Zweck erfüllen, sagt Mitgründerin Anne Pawletta: "Es würde soziales Engagement fördern, wenn Ehrenämtler mit Hunden Gassi gehen dürfen. Kindern könnte vermittelt werden, dass Tiere nicht nur für kurze Zeit angeschafft werden."

Eigentlich ist bereits ein Grundstück für einen Neubau vorgesehen, in dem Vierbeiner untergebracht werden können. Der Potsdamer Tierschutzverein hat 2012 den Zuschlag für das Sago-Gelände an der Michendorfer Chaussee bekommen. Auch der Vertrag liegt bereits vor. Ursula Selke hat sich die dort festgeschrieben Bedingungen angesehen und bei der Veranstaltung am Sonntag vorgerechnet, was die dort festgesetzten Auflagen kosten würden. Nach ihrer Rechnung müsste der Tierschutzverein 600.000 Euro für die Errichtung eines Zaunes, neue Zufahrten und Lärmschutzwände ausgeben, die aus der Sicht der BI nicht zwingend notwendig sind. Auch müsste der Verein auf eigene Kosten Kampfmittel beseitigen lassen, die wahrscheinlich auf dem ehemaligen NVA-Gelände liegen. "Das ist ein Knebelvertrag, der für einen gemeinnützigen Verein nicht tragbar ist", sagt sie.

Die Tierschützer wollen sich jetzt in Gesprächen mit der Stadtverwaltung dafür einsetzen, dass diese Auflagen gelockert werden. "Die Stadt müsste das Gelände auf eigene Kosten von Kampfmitteln beseitigen lassen. Oder sie bietet ein ganz anderes Areal an", findet Madlen Fabiunke.

Von Lisa Rogge

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