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Potsdam Interessent für Freilichtbühne auf der Freundschaftsinsel
Lokales Potsdam Interessent für Freilichtbühne auf der Freundschaftsinsel
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12:23 27.09.2019
Die verwaiste Freilichtbühne auf der Freundschaftsinsel soll abgerissen werden. Quelle: Bernd Gartenschläger
Innenstadt

Die Bürgerstiftung Potsdam will sich in die Planungen für die Freilichtbühne auf der Freundschaftsinsel und eventuelle Nachnutzungen einbringen. Das hat die Vorsitzende Marie-Luise Glahr am Freitag mitgeteilt. Anlass der Wortmeldung ist der für 220 angekündigte Abriss der Bühne.

Die Bürgerstiftung hänge nicht an der vorhandenen Architektur als solcher, so Glahr, aber an dem Stiftungszweck aus dem Jahr 1973: Demnach sollte die Bühne ein Ort der nicht-kommerziellen, kulturellen Veranstaltungen und des sozialen Miteinanders sein.

In dieser Stadt gebe es „immer weniger öffentliche Freiräume für soziale Begegnungen und nichtkommerzielle Veranstaltungen“.

Die Freundschaftsinsel sei das Herzstück der Stadt und verbinde die links und rechts der Havel liegenden Stadtteile und die neue Mitte. Hier kämen Touristen, Alt- und Neu-Potsdamer gleichermaßen zusammen.

Malaktion „Atelier im Grünen“ auf der Freilichtbühne im Oktober 1984. Quelle: Dirk Schulze

Deswegen habe die Bürgerstiftung Potsdam das Gespräch mit der Stadtverwaltung gesucht, um sich jetzt in den Planungsprozess einzubringen

Ein erstes Gespräch mit dem Grünflächenamt habe bereits diese Woche vor Ort stattgefunden, so Glahr: „Wir möchten die Tradition der Freilichtbühne, in welcher Form auch immer, als Ort des gemeinsamen öffentlichen Erlebens aufrechterhalten, und diese Vision in die Planung auf der Insel einbringen“

Die Stiftung freue sich über die „grundsätzliche Offenheit seitens des zuständigen Grünflachenamts“ und wolle „gemeinsam mit den verschiedenen Akteuren eine sowohl denkmalgerechte, aber auch für die Bürger dieser Stadt lebenswerte Lösung entwickeln“.

Idee der Bürgerstiftung sei es, den Bürgern die Bühne zum „Bespielen“ zur Verfügung zu stellen: Für die Schüler der Stadt, um ihre zahlreichen Theaterstücke auch öffentlich zu zeigen, genauso wie für Chöre, Big Bands, Orchester. Ein Ort für Lesungen, Debatten, Gespräche.

Inselsingen auf der Freilichtbühne im Sommer 2008. Quelle: Joachim Liebe

Die Freilichtbühne oder ein Neubau an ihrer Stelle sei nach Ansicht der Stiftung als Ort geeignet „für die Vereine, um ihre Fähigkeiten und Anliegen zu präsentieren und für das Publikum, als Ort des gemeinsamen Erlebens des vielfältigen Engagements in dieser Stadt und als Ort der gesellschaftlichen Teilnahme, nicht-kommerziell, sondern weitgehend auf Spendenbasis“.

Das Ganze sollte flankiert werden, durch eine kostenlose Wasserfontäne und einen kleinen nachhaltigen Kiosk-Betrieb.

Die Bürgerstiftung sei überzeugt, dass vielen Menschen in Potsdam dieser Ort am Herzen liegt und sie bereit sind, bei der Planung, Gestaltung, Errichtung und Betrieb der „Bürgerbühne“ einen Beitrag zu leisten und mitzuwirken.

Die Freilichtbühne auf der Freundschaftsinsel mit ihren rund 500 Zuschauerplätzen wurde zu den Weltfestspielen der Jugend 1973 errichtet.

Der Abriss war bereits zur Bundesgartenschau 2002 geplant. Letzte Veranstaltungen gab es bis 2012 mit dem Thalia-Freilichtkino. 2013 sucht die Stadt letztmals einen Betreiber.

Mehr zur Freilichtbühne auf der Freundschaftsinsel:

>>> Oase in der Innenstadt

>>> Freilichtbühne wird abgerissen

Von Volker Oelschläger

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