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Potsdam Richtfest mit Polit-Prominenz
Lokales Potsdam Richtfest mit Polit-Prominenz
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19:19 28.08.2019
Kisten Niehuus, Dietmar Woidke, Mike Schubert, Andrea Peters vom Media-Net Berlin-Brandenburg und Stefan Eigendorf (v.l.) üben den gemeinsamen Hammerschlag. Jan Kretschmar, Chef der KW-Development, schaut im Hintergrund zu. Quelle: Volker Oelschläger
Babelsberg

Der rituelle gemeinsame Hammerschlag zum Richtfest für den Büroneubau am Haupteingang der Medienstadt Babelsberg verlief am Mittwoch weitgehend reibungslos. Einzig Kirsten Niehus, die Chefin der Filmförderanstalt Medienboard, hatte Probleme.

Büroneubau der KW Development am Eingang vom Studio Babelsberg. Quelle: Bernd Gartenschläger

Mehrfach stellte sie sich beiseite, weil Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) neben ihr für jeden Hieb mächtig in ihre Richtung ausholte. Schließlich kam Stefan Eigendorf, der Projektleiter der Baustelle, ihr zu Hilfe. Er hatte seinen Nagel als erster im Holz versenkt.

Bevor die symbolische Arbeit begann, hatte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) an das Richtfest für das „Pentagon“-Büro- und Geschäftshaus am anderen Ende der Medienstadt im März 2018 erinnert, als bei bitterer Kälte kein einziger Nagel versenkt wurde, weil das Holz wohl gefroren war, wie er sagte.

Medienboard prüft Umzug

Das Bürohaus auf dem früheren Parkplatz am Haupteingang der Studios ist ein weiteres Projekt der Bauträgergesellschaft KW Development, die auf dem Studiogelände schon diverse Baustellen eröffnet und teilweise, wie das Pentagon, bereits fertiggestellt hat.

Doch die aktuelle Baustelle sticht hervor, weil sie im vergangenen Sommer bundesweit für Schlagzeilen sorgte. Das traditionsreiche Filmorchester Babelsberg fürchtete mit seinem unmittelbar benachbarten High-Tech-Aufnahmestudio im Zusammenhang mit Baustellenlärm und Erschütterungen um seine Arbeitsfähigkeit und um seine Existenz.

>>>Mehr zum Bauen in der Medienstadt:

Baubeginn für umstrittenes Bürogebäude

Filmstadt Babelsberg wird wieder Baustelle

Teil des Rettungskompromisses: Die KW stimmte ihre Baustelle mit dem Arbeitsplan des Filmorchesters ab und investierte nach eigenen Angaben 80.000 Euro in schallreduzierende Vorkehrungen.

Aufnahmestudio des Filmorchesters Babelsberg. Quelle: Friedrich Bungert

Anfang 2020 soll der rot geklinkerte Neubau mit seinen 7250 Quadratmetern Mietfläche bezugsfertig sein. Einen festen Nutzer gebe es noch nicht, dafür aber „vielversprechende Gespräche mit mehreren Mietinteressenten“, so die Gesellschaft.

Die meisten Nachfragen kämen von Unternehmen aus der Medienstadt, die Raum für ihr Wachstum benötigen, sagt Projektmanagerin Jana Wulf.

Potenzielles Interesse bekundete Medienboard-Chefin Niehuus: „Im Moment sind wir noch Nachbarn“, sagte sie in ihrem Grußwort, „aber es wäre vorstellbar, dass man da einzieht.“

Filmpark plant Bandproberäume

Bewegung könnte es auch einige hundert Meter weiter auf dem Filmstadtgelände geben. Filmpark-Geschäftsführer Friedhelm Schatz bestätigte am Rande des Richtfestes, dass er einen Umbau des denkmalgeschützten, seit langem leerstehenden Wohnhauses an der Großbeerenstraße zum Bandprobenhaus prüfe.

Das Wohnhaus an der Großbeerenstraße soll zum Bandprobezentrum werden. Quelle: Volker Oelschläger

Im Herbst seien erste Untersuchungen geplant, die Eröffnung sei bereits im kommenden Jahr möglich. Für das Wohnhaus gab es bereits diverse Ideen. Schatz hatte zuletzt die Überlegung geäußert, dort ein „süßes Restaurant“ zu eröffnen.

CDU-Fraktionschef Clemens Viehrig begrüßte die neuen Pläne des Filmpark-Chefs: Damit eröffne sich nicht nur ein zusätzliches Angebot für den Potsdamer Süden. Das Projekt könne auch eine privat finanzierte Alternative zu dem von der Stadt für drei Millionen Euro geplanten Bandprobezentrum in der Schiffbauergasse sein.

Von Volker Oelschläger

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