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Potsdam Bretz und Viehrig als Landtagskandidaten nominiert
Lokales Potsdam Bretz und Viehrig als Landtagskandidaten nominiert
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22:33 05.10.2018
Steeven Bretz. Quelle: Friedrich Bungert
Potsdam

Der Brandenburger Generalsekretär, Landtagsabgeordnete und Potsdamer Kreischef, Steeven Bretz, ist erneut als Landtagskandidat für den Wahlkreis 22 im Potsdamer Süden nominiert worden. Er wurde mit 20 von 29 Stimmen gewählt – das sind 69 Prozent. Gegenkandidat Dirk Ulrich Magerl kam auf neun Stimmen. Der Potsdamer Rechtsanwalt war scharf mit Bretz’ Politik ins Gericht gegangen. Im Wahlkreis 21 (Innenstadt-Babelsberg) wurde der Stadtverordnete Clemens Viehrig als Kandidat mit 13 Stimmen gewählt (65 Prozent), Gegenkandidat Wieland Niekisch bekam sieben Stimmen (35 Prozent).

Clemens Viehrig

Der 51-jährige Magerl – Rechtsanwalt und Fachanwalt für Steuerrecht – hatte sich am Freitagabend überraschend als Herausforderer für Steeven Bretz gemeldet. „Die Mitglieder sollen eine Wahl zwischen A und B haben“, begründete er gegenüber der MAZ seine Kandidatur. Es gebe Gründe, „dass man mit der Personalie Bretz nicht mehr kann“. Konkret: Bretz habe sich nicht deutlich genug von den Äußerungen des Landesvorsitzenden Ingo Senftleben distanziert. Senftleben hatte Gespräche über eine Koalition mit den Linken nicht ausgeschlossen. Magerls Kritik an Bretz: „Befragt, ob er sich distanziert, gab es nur unklare Worthülsen.“ Diese unklare Linie habe auch für Partei-Austritte gesorgt; zudem seien die Umfragewerte stark gesunken. „Je mehr unklare Aussagen wir machen, desto mehr werden wir in der Bedeutungslosigkeit versinken“, sagte Magerl in seiner Bewerbungsrede um die Kandidatur.

Bretz erklärte, er sei „zutiefst dagegen, vor Wahlkämpfen Koalitionsdiskussionen zu führen. Ich will ein starkes Ergebnis der CDU und will keine Schwächung der Union.“ Gleichzeitig stellte er aber klar: „Ich schließe aus, dass es eine Koalition mit der Linkspartei gibt. Wir streben weder eine Koalition mit der Linkspartei noch mit der AfD an.“

Für Diskussionsstoff sorgte auch Brief des Ex-Stadtverordneten Peter Lehmann, der zahlreiche Missstände in seiner Partei sieht.

„Wenn hier erzählt, ich bereichere mich auf Kosten von Parteimitgliedern, dann ist das ehrabschneidend“, konterte Bretz – sichtlich emotional – auf den Brief, der öffentlich verlesen wurde. Als Kreisvorsitzender bekomme er keine Aufwandsentschädigung, stelle keine Sachleistungen in Rechnung. Ebenso nehme er eine „Aufwandsentschädigung von null Euro“ für sein Amt als Generalsekretär in Anspruch. „Ich habe dem Landesverband noch nie eine Zugfahrt, eine Hotelübernachtung in Rechnung gestellt“, so Bretz.

Von Ildiko Röd

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