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Potsdam CDU fordert mehr Hygiene
Lokales Potsdam CDU fordert mehr Hygiene
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21:00 14.01.2013

Dies ist eindeutig zu wenig“, sagt der Landtagsabgeordnete Steeven Bretz. Der CDU-Mann hatte Mitte Dezember gemeinsam mit seinem Parteivorsitzenden vorsitzenden Michael Schierack eine Kleine Anfrage an die Landesregierung zum ThemaKrankenhaushygiene gestellt. Schierack ist Orthopäde und ausgebildeter Chirurg.

Bretz nimmt Bezug auf den mehrfach nachgewiesenen Fund von Darmkeimen (Enterobacter cloacae) auf den Körpern von Frühgeborenen in der Kinderklinik (MAZ berichtete) – auf Haut und Schleimhäuten. Die Keime waren erstmals im Oktober 2012 aufgetreten, insgesamt auf den Körpern von zehn Kindern. Drei der Frühgeborenen hatten Infektionserscheinungen gezeigt, bei keinem der Kinder war es zu einem schweren Krankheitsverlauf gekommen, Keime im Blut waren in keinem Fall nachgewiesen worden. Mittlerweile konnte die Klinik alle betroffenen Babys nach Hause entlassen.

„In Brandenburg wird es besondere Probleme bei der Besetzung mit zusätzlichem Personal bei Hygienefachkräften und Hygieneärzten geben“, sagt Bretz. „Dies zeigt sich jetzt auch im Klinikum Ernst-von-Bergmann.“ Lobenswert allerdings sei es, so Schierack, dass die Klinik eng mit dem Robert-Koch-Institut zusammenarbeite.

Das Gesundheitsministerium sieht in seiner Antwort auf die Parlamentarier-Anfrage keine Schuld beim Klinikum. Nach Bekanntwerden der ersten Fälle habe es im November eine Begehung der Frühchen-Abteilung gegeben, an der auch Ministeriums-Experten teilnahmen. „Für das Geschehen ursächliche Hygienemängel waren nicht erkennbar“, schreibt die Landesregierung. Die Ergebnisse einer zweiten Visite, die von Mitarbeitern des Robert-Koch-Instituts begleitet wurde, liegen noch nicht vor. Laut Gesundheitsministerium konnte eine „Punktquelle für das Auftreten von Enterobacter cloacae bisher nicht identifiziert werden“.

Eine hundertprozentige Abschottung der Kinder von Bakterien ist nach Ansicht des Ministeriums nicht möglich: „Da für eine gesunde Entwicklung neugeborener Kinder frühzeitige soziale Kontakte notwendig sind, ist insbesondere auch für Frühgeborene der Hautkontakt mit den Eltern wichtig und in der Klinik erwünscht“, heißt es in der Ministeriums-Antwort.

Die Bedeutung des Hygiene-Themas für die Brandenburgischen Krankenhäuser unterstreicht auch das Ministerium. Die hohe Teilnehmerzahl Brandenburger Ärzte an Qualifizierungskursen zum „hygienebeauftragten Arzt“ zeige die Bemühungen der Kliniken. (Von Ulrich Wangemann)

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