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Potsdam Fünf weitere Fälle mit britischer Mutante B117 in Potsdam entdeckt
Lokales Potsdam

Corona: Fünf weitere Fälle mit britischer Mutante B117 in Potsdam entdeckt

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16:10 12.02.2021
Symbolbild: Sequenzierung von Virusgenomen.
Symbolbild: Sequenzierung von Virusgenomen. Quelle: AP Photo/Noah Berger
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Potsdam

Das Klinikum „Ernst von Bergmann“ hat in der Sequenzierung positiver Corona-Tests fünf weitere Fälle der britischen Virus-Mutante B117 gefunden. Wie das Klinikum am Freitag mitteilt, stammen drei der Proben direkt aus dem Klinikum: Ein Patient mit der Mutante wird dort noch behandelt, ein weiterer konnte bereits genesen entlassen werden. Die dritte Probe wurde bei einem Mitarbeiter genommen, der, so die Mitteilung, aber bereits seit längerer Zeit nicht im Dienst war. Die übrigen beiden Tests hatte das Potsdamer Gesundheitsamt zur Sequenzierung geschickt.

Diese beiden Proben hatte das Gesundheitsamt per Zufallsprobe ausgewählt. „Bei den Betroffenen handelt es sich um zwei erwachsene Personen, die sich zuvor in Süddeutschland aufgehalten haben und uns von dem dortigen Gesundheitsamt als Kontaktpersonen ersten Grades gemeldet wurden“, erklärt Stadtsprecherin Juliane Güldner auf MAZ-Nachfrage. Daraufhin sind die Betroffenen getestet, die positiven Proben dann zufällig zur Sequenzierung geschickt worden. „Die Personen befinden sich seit dem Wochenende in Quarantäne und hatten damit keinerlei Kontakte, an die sie das Virus hätten weitergeben können“, so Güldner.

Keine Verbindung zwischen den Patienten

Ausgeschlossen ist laut Klinikum, dass sich die betroffenen Patienten untereinander angesteckt hätten – denn es wurden unterschiedliche Stämme dieser Mutation gefunden. Für das Klinikum ist das eine positive Nachricht, denn dass die im Haus gefundenen Infektionen in keinem epidemiologischen Zusammenhang stehen, sei ein Beweis für das tragfähige Hygienekonzept, so eine Sprecherin.

Bereits am Mittwoch waren die ersten derartigen Fälle von zwei Reiserückkehrern bekannt geworden, die aber nichts mit den nun entdeckten Fällen zu tun haben. Für die Potsdamer Bevölkerung bedeuten die neuen Fälle dann aber: Mindestens sieben Personen in der Stadt sind an der Virusvariante erkrankt, bis auf zwei der Betroffenen gibt es keine Verbindung zwischen den Infektionen. Das deutet darauf hin, dass es möglicherweise längst eine hohe Dunkelziffer an unerkannten Mutanten-Infektionen in Potsdam gibt.

Patient wird mit FFP3-Masken betreut

Die analysierten positiven PCR-Proben des Klinikums datierten der Mitteilung zufolge auf das vergangene Wochenende. Am Donnerstag wurden dann noch einmal zwölf weitere Abstriche zur Sequenzierung geschickt. Für die Pfleger und Ärztinnen, die den noch im Klinikum liegenden Patienten behandeln, gilt in dessen Zimmer nun eine Pflicht zum Tragen einer FFP3-Maske, sie führen zudem nun täglich Schnelltests durch und nutzen wieder eine desinfizierende Mundspülung. „Ansonsten wird der Patient aber ebenso behandelt wie jeder andere Covid-19-Erkrankte auch“, sagt Bergmann-Sprecherin Theresa Decker.

Von Saskia Kirf

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