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Potsdam Weg aus dem Corona-Lockdown: Potsdam will mit Schnelltests und Terminen öffnen
Lokales Potsdam

Corona-Lockdown: Potsdams OB Schubert und IHK schreiben Brief an Woidke

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14:30 02.03.2021
Lockdown und kein Ende in Sicht? Die Spitzen von Wirtschaft und Politik in Potsdam fordern schrittweise Öffnungen von Handel und Gastronomie.
Lockdown und kein Ende in Sicht? Die Spitzen von Wirtschaft und Politik in Potsdam fordern schrittweise Öffnungen von Handel und Gastronomie. Quelle: Christophe Gateau/dpa
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Potsdam

Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) und die Spitzen der lokalen Wirtschaft haben einen Plan zur Öffnung von Einzelhandel und Gastronomie vorgelegt. In einem offenen Brief an Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) schlagen sie ein Modell für Potsdam vor, das mit Corona-Tests, verbindlicher Terminvergabe und Hygieneregeln einen Weg aus dem Dauerlockdown schaffen soll.

So sollen Restaurantbesuche für Potsdamer wieder möglich sein – vorausgesetzt es wurde vorher reserviert und die Gäste können einen aktuellen und negativen Corona-Schnelltest vorlegen. Schrittweise sollen dann auch Kunden aus anderen Kommunen Potsdamer Restaurants besuchen können, Voraussetzung hier: In der Kommune herrscht eine nachweislich niedrige Inzidenz. Erste Wirte aus Potsdam haben sich laut Stadt bereits bereit erklärt, dieses Verfahren zu testen.

Termin, Test, Hygieneregeln: So sollen in Potsdam auch Kultur- und Sporteinrichtungen wieder öffnen können

Denkbar ist laut Vertretern der regionalen Wirtschaft auch eine schrittweise Öffnung im Einzelhandel. Die Idee: Nach einer Terminabstimmung sei der Einkauf mit einer Einzelberatung wieder möglich. In einer nächsten Stufe könnte dann entsprechend der Ladenfläche auch sukzessive mehr Kunden in die Geschäfte kommen. „Die allgemeinen Testmöglichkeiten“, so die Stadt, „könnten diesen Schritt zusätzlich absichern.“ Der genaue Einsatz der Tests solle in einer Pilotphase geprüft werden.

Ein weiterer Bereich, der bei dem Öffnungs-Vorschlag mit bedacht wird, sind „körpernahe Dienstleistungen, aber auch Kultur- und Sporteinrichtungen. Auch sie sollen unter Auflagen wieder öffnen dürfen – dabei muss der „Dreiklang aus Hygieneregeln, Terminvereinbarungen und – wo möglich – Test“ eingehalten werden. Auch hier hätten bereits mehrere Potsdamer Unternehmen, in denen Sport allein oder zu zweit angeboten wird, zugesichert, das System aus Test und Terminvergabe anbieten zu wollen. Auch diese Schritte sollen in einer Pilotphase erprobt werden.

„Es ist im ureigenen Interesse aller Beteiligten, behutsame und möglichst sichere Öffnungsschritte zu vollziehen. Eine neuerliche Belastungsprobe des Gesundheitswesens muss ebenso vermieden werden wie eine endlose Kette von Öffnungen und Schließungen“, schreiben die Spitzen der Verbänden und der Landeshauptstadt. Gleichzeitig sei man davon überzeugt, dass es möglich sei, „lokale Maßnahmen zu forcieren, um schrittweise in ein normaleres Leben zurückzukehren, das alle Menschen dringend nötig haben.“

Absicherung durch Testoffensive

In den vergangenen Wochen hatten die Vertreter der Kammern, Verbände und der Oberbürgermeister mehrfach mögliche Wege aus dem Lockdown diskutiert und sei sich einig geworden, dass „ein schrittweises Wiederhochfahren des wirtschaftlichen Lebens sowohl erforderlich als auch verantwortlich“ sei.

Neben Mike Schubert haben namentlich IHK-Chef Mario Tobias, Handwerkskammer-Chef Ralph Bühring, Dehoga-Geschäftsführer Olaf Lücke und der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, Günther Päts, den Brief unterzeichnet.

Von MAZonline