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Potsdam Potsdam im Krisenmodus: Der Tag im Überblick
Lokales Potsdam Potsdam im Krisenmodus: Der Tag im Überblick
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21:16 26.03.2020
Auch auf den Verkehrstafeln informiert die Stadt derzeit über die Corona-Situation. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

In diesen Zeiten jagt oft eine Nachricht die andere. Viele drehen sich um die Coronakrise und ihre Folgen, doch es gibt auch noch andere Themen, die die Stadt bewegen. Ein Überblick über die Geschichten und Nachrichten des Tages.

Erster Corona-Tote und steigende Zahlen

Ein 88 Jahre alte Potsdamer, der mit dem Coronavirus infiziert war, ist am Donnerstagabend im Klinikum Ernst von Bergmann gestobene. Er ist der erste Verstorbene in der Landeshauptstadt, der mit dem Virus infiziert war.

Das Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam. Quelle: Varvara Smirnova

Mit Stand Donnerstagnachmittag sind in Potsdam 79 mit dem Coronavirus infizierte Personen erfasst. Das bedeutet einen Anstieg um 16 bestätigte Fälle binnen 24 Stunden. In den Potsdamer Kliniken werden derzeit 17 Corona-Patienten stationär behandelt, sechs davon intensivmedizinisch, fünf von ihnen werden künstlich beatmet. Trotz Kontaktverbot kommt es derzeit immer wieder zu Verstößen, in der Waldstadt musste eine öffentliche Feier von mehr als 40 Personen aufgelöst werden.

Corona-Fall im Studentenheim

Erstmals gibt es einen bestätigten Corona-Fall in einem Potsdamer Studentenwohnheim. Eine Studentin, die in einer Wohngemeinschaft am Park Babelsberg wohnt, wurde positiv getestet. Seit Donnerstag steht die gesamte WG unter Quarantäne. Der Patientin gehe es gut, teilt das Studentenwerk mit.

Die MAZ macht den Test: Wie läuft es in der Coronakrise mit den Krankschreibungen am Telefon?

Wer derzeit krank wird, hat die Möglichkeit, sich telefonisch von seinem Hausarzt krankschreiben zu lassen. Doch viele MAZ-Leser klagten darüber, dass Ärzte über Tage nicht erreichbar sind und sie sich als Patienten alleingelassen fühlten. Test-Anrufe der MAZ-Redaktion haben gezeigt, dass tatsächlich eine Reihe von Ärzten nicht erreichbar waren. Andere hingegen gute Lösungen für den Umgang mit der Krise gefunden haben.

Kleine Hilfen in der Krise

Das Bornstedter Paar Marcus Wiggert und Steffi Steinert verschenkt 90 DVD’s an Menschen, die wegen Corona plötzlich viel Zeit haben. Wiggert gibt die Filme einzeln ab, in Paketen oder alle auf einmal. Er will nichts haben dafür, kein Geld verdienen damit in dieser Zeit. Wenn aber doch jemand „einen Taler“ geben will, wandert der in die Sparbüchse des Filius.

Körperbehinderte bangt um seinen Arbeitsplatz

Denis Hanke in den Oberlinwerkstätten auf Hermannswerder. Quelle: Friedrich Bungert

Das Schweigen der Ämter: Weil sich das Jobcenter Potsdam offenbar nicht an eine frühere Zusage hält, bangt der körperbehinderte Denis Hanke (38) weiter um seinen Arbeitsplatz – und die Oberlin-Werkstätten bangen mit ihm. Denn dort soll Denis Hanke nicht nur den Datenschutz überwachen, sondern auch einen deutschlandweiten Zuliefer-Auftrag für die in der Corona-Pandemie besonders nachgefragten Krankenhausbetten koordinieren. Seit einem halben Jahr ist Hanke Spielball der Behörden. Eine Gesetzeslücke hat die Ämter veranlasst, die Verantwortung für seinen Fall hin und her zu schieben. Denis Hanke läuft die Zeit davon – am 1. April könnte er arbeitsunfähig sein.

Das ist der Siegerentwurf für das Wende-Denkmal

Die Potsdamer Künstler Mikos Meininger und Frederic Urban werden mit einem großen Band aus Corten-Stahl an die große Wende-Demo vom 4. November 1989 auf dem Potsdamer Luisenplatz erinnern. Ihr Entwurf ist von einer Jury ausgewählt worden. Sie suchen nun Menschen, die dabei waren – und nehmen ihre Schuhabdrücke und Geschichten, die ein Teil des Werkes werden sollen.

Siegerentwurf für Demokratiedenkmal auf dem Luisenplatz Potsdam von Mikos Meininger und Frederic Urban Quelle: Meininger und Urban

Schubert kassiert B-Plan-Beschluss für Fahrland

Der Oberbürgermeister hat den Beschluss der Stadtverordneten zum Bebauungsplan Nr. 132 „Am Friedhof“ in Fahrland beanstandet und als rechtswidrig kassiert. Das Stadtparlament hatte bei seiner letzten Sitzung Anfang März überraschend einen Änderungsantrag des Fahrländer Ortsbeirats übernommen, als es die Satzung des B-Plans beschlossen hatte.

Von MAZonline

Ein 88 Jahre alter Potsdamer ist dem Coronavirus erlegen. Das teilt das Rathaus am Donnerstagabend mit. Die Zahl der Infizierten in der Landeshauptstadt ist weiter gestiegen.

26.03.2020

Weil sich das Jobcenter Potsdam offenbar nicht an eine frühere Zusage hält, bangt der körperbehinderte Denis Hanke (38) weiter um seinen Arbeitsplatz – und die Oberlin-Werkstätten bangen mit ihm. Denn dort soll er einen Zuliefer-Auftrag für die in der Corona-Pandemie besonders nachgefragten Krankenhausbetten koordinieren.

26.03.2020

Die Zahl der mit dem Corona-Virus infizierten Potsdamer steigt. Inzwischen sind dem Gesundheitsamt 79 Fälle bekannt. Das Ordnungsamt hat es derweil mit Menschen zu tun, die das Virus auf die leichte Schulter nehmen: In der Waldstadt musste eine Feier mit 40 Gästen aufgelöst werden.

26.03.2020