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Potsdam Corona in Potsdam: Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 38,3 – Zahl der schweren Fälle mehr als verdoppelt
Lokales Potsdam

Corona Update Potsdam: dreizehn neue Fälle am 19. Oktober Inzidenzwert überstiegen

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16:19 19.10.2020
Alltag in Corona-Zeiten in Potsdam: Masken gehören längst zum Stadtbild. Quelle: Varvara Smirnova
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Potsdam

Die Potsdamer müssen sich auf schärfere Corona-Regeln einstellen. Der erste Grenzwert bei den Infektionen ist überschritten. Seit dem 19. Oktober hat Potsdam mehr als 35 neue Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Stadt und Land haben für diesen Fall Pläne zur Verschärfung der Corona-Abwehr vorbereitet. Das bedeutet zum Beispiel eine Ausweitung der Maskenpflicht und Einschränkungen für private Feiern – hier gibt es einen Überblick dazu.

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Amtsärztin zu den größten Ansteckungsrisiken in Potsdam

Das KlinikumErnst von Bergmann“ muss inzwischen auch mehr und schwerer Fälle von Covid-19-Erkrankungen versorgen. Das größte Krankenhaus der Stadt sieht sich gut gerüstet – doch hundertprozentige Sicherheit könne es nie geben.

Fragen, wo sich Potsdamer auf Covid-19 testen lassen können, wann man in Quarantäne muss und wie lange man auf ein Ergebnis warten muss, beantworten wir in hier in einem Überblick. Wie schätzen die Experten die Problemlage in Potsdam ein? Wo lauern die größten Ansteckungsgefahren? Dazu Amtsärztin Kristina Böhm im großen MAZ-Interview.

Die Lage am 19. Oktober

Die Stadt reißt den ersten Grenzwert für neue Corona-Maßnahmen. Am Montagmittag teilte die Stadt mit, das die Inzidenz nun 38,3 beträgt – und damit über dem Grenzwert von 35 Infektionen je 100.000 Einwohner liegt. Es kamen seit Sonntag 13 Neuinfektionen hinzu.

Gleichzeitig hat sich die Zahl der schweren Fälle, die im Krankenhaus behandelt werden, mehr als verdoppelt – von vier auf aktuell zehn Patienten. Sie alle werden auf der Normalstation des Ernst-von-Bergmann-Klinikums behandelt. Im Josefs-Krankenhaus gibt es derzeit keine Corona-Patienten.

Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie in Potsdam nun 863 Menschen mit Covid-19 infiziert. Insgesamt 722 Personen gelten in Potsdam als genesen. 165 Kontaktpersonen der Kategorie I befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne.

Die Lage am 18. Oktober

Die Stadt meldet am Sonntag, 18. Oktober, sieben weitere Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert steigt damit in Potsdam auf 31,1 und bewegt sich damit weiter auf den Grenzwert von 35 zu. Ist dieser Wert erreicht, greifen weitere Maßnahmen. Die Zahl der stationären Corona-Patienten im Ernst-von-Bergmann-Klinikum liegt weiter bei vier, alle Patienten befinden sich auf der Normalstation.

Seit Beginn der Pandemie haben sich in Potsdam nun bei 850 Menschen mit Covid-19 infiziert. Insgesamt 704 Personen gelten als genesen. 167 Kontaktpersonen der Kategorie I befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne.

Die Lage am 17. Oktober

Vier weitere Neuinfektionen meldet die Stadt Potsdam am Samstag, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 27,7. Die Zahl der Menschen, die sich seit Beginn der Pandemie mit dem Virus in Potsdam infiziert haben, liegt nun bei 843.

Insgesamt 704 Personen gelten in Potsdam als genesen. 167 Kontaktpersonen der Kategorie I befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne. Die Zahl der schweren Fälle, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, liegt unverändert bei vier. Alle Patienten werden auf der Normalstation im Ernst-von-Bergmann-Klinikum behandelt.

Die Lage am 16. Oktober

Am Freitag meldet die Stadt Potsdam zunächst 16 neue Infektionen mit dem Coronavirus, die Inzidenz klettert damit auf 28,8. Am Nachmittag dann die Meldung aus dem Rathaus: In der Kita Pfiffikus am Stern sind zwei Erzieherinnen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Potsdam ermittelte insgesamt 43 Kinder und drei Erzieherinnen beziehungsweise Erzieher als Kontaktpersonen.

Binnen der letzten sieben Tage haben sich damit 54 Menschen in der Stadt mit Sars-CoV-2 angesteckt – bei 63 Neuinfektionen würde die Landeshauptstadt den „Frühwarnwert“ der Inzidenz von 35 erreichen. Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie somit 841 Infektionen.

167 Kontaktpersonen der Kategorie eins befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne. Im KlinikumErnst von Bergmann“ werden vier Corona-Patient auf der Normalstation behandelt, zwei mehr als noch am Vortag.

Die Lage am 15. Oktober

Sieben Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 sind in den vergangenen 24 Stunden in Potsdam registriert worden, wie die Pressestelle der Stadtverwaltung am Donnerstag mitteilte. Binnen einer Woche ergibt das 44 Neuinfektionen, die Inzidenz liegt bei 24,3.

177 Kontaktpersonen der Kategorie I befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne. Im Klinikum Ernst von Bergmann werden zwei Corona-Patient auf der Normalstation behandelt.

Zuletzt hatte es in Sachen Corona in Potsdam Ärger an einer unerwarteten Front gegeben: Der Gastronom René Dost beklagte sich über die Kontrollen des Ordnungsamtes, er erstattete Dienstaufsichtsbeschwerde und Strafanzeige. Nun hat das Ordnungsamt genau erklärt, was es bei den Kontrollen alles darf.

Die Lage am 14. Oktober

Am Mittwoch meldet die Potsdamer Stadtverwaltung zehn Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 in der Stadt, die Gesamtzahl der Infektionen steigt damit auf 816. Binnen der letzten sieben Tage haben sich 45 Potsdamer angesteckt – die Sieben-Tages-Inzidenz erhöht sich damit auf 24,9.

In den vergangenen Tagen hatte auch das Potsdamer Rathaus diesen wichtigen Sieben-Tages-Inzidenzwert angegeben, sich dabei jedoch verrechnet.

Wenn sich binnen einer Woche 63 oder mehr Menschen mit Corona infizieren, erreicht der Inzidenzwert die erste kritische Schwelle von 35. Ab 90 Infektionen in einer Woche gilt Potsdam als Risikogebiet.

171 Kontaktpersonen der Kategorie I befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne. Im KlinikumErnst von Bergmann“ werden drei Corona-Patienten auf der Normalstation behandelt. Im Alexianer-Krankenhaus St. Josefs gibt es derzeit keine Corona-Patienten.

Im Bergmann-Klinikum leitet der deutschlandweit renommierte Professor Klaus-Dieter Zastrow seit Mai die Krankenhaushygiene, er ist nach dem Corona-Ausbruch engagiert worden und meint zur aktuellen Lage: Wer vier Regeln beachtet, kann sich auch in der aktuell angespannten Situation wirksam vor dem Coronavirus schützen.

Die Lage spitzt sich auch außerhalb Potsdams weiter zu. Das Brandenburger Gesundheitsministerium meldet am Mittwochmorgen 112 neue Coronafälle im Land – die höchste jemals gemeldete Zahl im land lag bei 186 am 3. April. Bekanntlich erfolgt die Meldung des Ministeriums stets etwas verzögert, weil die Gesundheitsämter der kreisfreien Städte und Landkreise die tagesaktuellen Fälle erst dorthin melden müssen.

Die Lage am 13. Oktober

Am Dienstag meldet die Stadtverwaltung zwölf neue Coronafälle in der Stadt, somit haben sich insgesamt 806 Potsdamer mit Sars-CoV-2 angesteckt. Die von der Stadt angegebene sieben-Tages-Inzidenz steigt auf 19,4, laut MAZ-Berechnungen sogar auf 20,5.

Insgesamt 691 Personen gelten in Potsdam als genesen. 152 Kontaktpersonen der Kategorie I befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne.

Im KlinikumErnst von Bergmann“ wird ein Corona-Patient auf der Normalstation behandelt. Im Alexianer-Krankenhaus St. Josefs gibt es derzeit keine Corona-Patienten.

Das Beherbergungsverbot für Reisende aus Risikogebieten gilt in ganz Brandenburg. Zu denen innerdeutschen Risikogebieten gehören derzeit beispielsweise Großstädte wie Berlin, Köln und München, aber auch ländlichere Kreise wie der Eifelkreis Bitburg-Prüm im äußersten Westen von Rheinland-Pfalz oder Esslingen in Baden-Württemberg liegen deutlich über dem Grenzwert von 50 Fällen. Gäste aus all diesen Gebieten dürfen also auch in Potsdamer Hotels und Pensionen nicht übernachten. Allerdings halten die Hoteliers das Verbot gar nicht für durchsetzbar.

Die Lage am 12. Oktober

Am Montag, 12. Oktober, meldet die Stadtverwaltung sieben neue Fälle, die am zurückliegenden Wochenende registriert wurden. Insgesamt haben sich damit seit Beginn der Pandemie 794 Menschen in der Stadt angesteckt. 50 Potsdamer sind an oder mit einer Infektion gestorben, weitere 29 Personen aus anderen Landkreisen starben in Potsdam.

Besonders im Fokus steht derzeit die so genannte Sieben-Tages-Inzidenz: Wenn sich binnen einer Woche mehr als 50 Menschen pro 100.000 Einwohnern anstecken, gilt die Stadt als Risikogebiet. Schon bei 35 Fällen greifen deutlich schärfere Eindämmungsmaßnahmen. Derzeit ist Potsdam davon noch weit entfernt, der letzte belastbare Inzidenzwert, den das Brandenburger Gesundheitsministerium bekanntgab, lag bei 12,8 – die aktuellen Fälle vom Wochenende sind da noch nicht erfasst, werden aber auch keine dramatischen Veränderungen im Sieben-Tages-Wert geben.

Insgesamt 691 Personen gelten in Potsdam als genesen. 143 Kontaktpersonen der Kategorie I befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne.

Im Klinikum Ernst von Bergmann werden drei Corona-Patienten auf der Normalstation behandelt.

Sie sind unsicher, ob Sie infiziert sind? Alles Wichtige zu Coronatests in Potsdam lesen Sie hier.

Von MAZonline