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Potsdam Corona-Zahlen in Potsdam steigen nur noch langsam
Lokales Potsdam Corona-Zahlen in Potsdam steigen nur noch langsam
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17:08 03.05.2020
Zu Besuch auf der Intensivstation und der Covid-19 Station im Ernst von Bergmann Klinikum Potsdam.
Zu Besuch auf der Intensivstation und der Covid-19 Station im Ernst von Bergmann Klinikum Potsdam. Quelle: Friedrich Bungert
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Potsdam

Die Ausbreitung des Sars-Cov2-Virus in Potsdam hat sich zuletzt deutlich verlangsamt. Wie den Zahlen, die das Gesundheitsamt täglich veröffentlicht, zu entnehmen ist, hat es in der vergangenen Woche in der Stadt insgesamt 31 entdeckte Neuinfektionen gegeben. Seit dem Ausbruch der Pandemie haben sich 601 Potsdamer infiziert. 74 mit Sars-Cov2 infizierte Personen sind im Stadtgebiet verstorben, seit dem vergangenen Mittwoch gab es keinen Todesfall in Zusammenhang mit dem Virus.

Auch in den Krankenhäusern entspannt sich die Lage. Im besonders von der Krankheit befallenen städtischen Klinikum Ernst von Bergmann werden noch 26 Menschen behandelt, die das Virus in sich tragen – nach dem Ausbruch innerhalb des Klinikums, der Ende März bemerkt worden war, waren es fast 100 Covid-Patienten zeitgleich gewesen.

Im katholischen St. Josefs-Krankenhaus der Alexianer liegen 19 Patienten auf der Covid-Normalstation. Größere Ansteckungen innerhalb dieses Krankenhauses hat es offenbar nicht gegeben. „Alle Ergebnisse liegen jetzt vor und wir sind erst einmal beruhigt“, sagte Alexianer-Sprecher Benjamin Stengl am Sonntag auf MAZ-Anfrage. In der vergangenen Woche waren alle rund 600 Mitarbeiter des Mutterhauses und des Evangelischen Zentrums für Altersmedizin getestet worden, die Ergebnisse sollen am Montag bekanntgegeben werden. Wie berichtet, waren die Zahlen der infizierten Mitarbeiter im St. Josefs-Krankenhaus zuletzt gestiegen – nachweislich hatten sich 49 Mitarbeiter vor der Reihentestung mit dem Coronavirus infiziert. Aus dem EZA waren Mitte April 25 Infektionen im Personal gemeldet worden. Benjamin Stengl, der Sprecher der beiden Einrichtungen, sagt, aufgrund der Durchseuchung in der Bevölkerung sei nicht vollständig zu rekonstruieren, wo sich die Mitarbeiter angesteckt haben.

Von Saskia Kirf und Nadine Fabian