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Potsdam 865 Hochzeiten im Jahr 2021 in Potsdam
Lokales Potsdam

Corona bremst die Hochzeitslust in Potsdam

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16:44 10.01.2022
Hochzeiten sind wegen der Corona-Einschränkungen seltener geworden in Potsdam.
Hochzeiten sind wegen der Corona-Einschränkungen seltener geworden in Potsdam. Quelle: Archiv
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Nauener Vorstadt

Die Corona-Pandemie hat den Potsdamern das Heiraten vermiest. Im vergangenen Jahr haben sich in der Landeshauptstadt nur 865 Paare das Ehe-Versprechen gegeben. Im Vorjahr waren es noch 978 gegenüber 1106 im Jahr 2019 und sogar 1138 im Jahr 2018. Das teilte die Stadtverwaltung am Montag mit.

An insgesamt neun Orten kann in Potsdam geheiratet und gefeiert werden, darunter in historischen Schlössern wie dem Belvedere Pfingstberg und den Neuen Kammern Sanssouci, unterm Sternenhimmeln im Planetarium und in den Tropen der Biosphäre.

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Der beliebteste Raum für Eheschließungen ist aber immer noch das Standesamt im Potsdamer Rathaus: Im Präsidentenflügel haben im vergangenen Jahr 624 Paare geheiratet. Beliebtester Hochzeitsort außerhalb des Rathauses ist die Alte Neuendorfer Angerkirche in Babelsberg: 91 Paare wurden dort standesamtlich getraut. Platz 3 der beliebtesten Hochzeits-Orte in Potsdam ist das Belvedere mit dem Maurischen Kabinett auf dem Pfingstberg, wo es von Ende April bis Anfang Oktober 81 Hochzeiten gab.

37 Hochzeiten im Krongut

Im Krongut Bornstedt hörte man das Ja-Wort 37 Mal, im Schloss Kartzow 17, das Urania-Planetarium 6, in den Neuen Kammern im Park Sanssouci 5 sowie im Schloss Lindstedt und der Biosphäre je zwei Mal.

Aber nicht nur Potsdamer heiraten in Potsdam. Vergangenes Jahr kamen 301 Paare von anderen Orten. In den vergangenen Jahren lag diese Zahl zwischen 320 und 355 Paaren. Die auswärtigen Paare 2021 kamen aus dem gesamten Land Brandenburg und Berlin sowie aus anderen, weiter entfernten Gegenden in Deutschland, etwa aus Frankfurt (Main), Halle (Saale), Hamburg, Leipzig, München, Neumünster, Plauen oder Stuttgart. Paare aus dem Ausland kamen zum Beispiel aus den Niederlanden, Portugal oder der Schweiz.

In den Jahren 2016 bis 2019 hatten sich jeweils mehr als 1000 Paare in Potsdam verheiraten lassen, im Vorjahr waren es aufgrund der Corona-Pandemie etwas weniger. Viele haben ihre Termine, in der Hoffnung dann in einem größeren Kreis heiraten zu können, auf das neue Jahr verschoben. Durch das zeitweilige Gastronomie- und Beherbergungsverbot beziehungsweise Auflagen zu Feierlichkeiten (Impf-/Genesenen-/Test-Status, Beschränkung der Gästezahl) fanden im Krongut Bornstedt und im Schloss Kartzow weniger Eheschließungen als geplant statt.

Viele Locations in Potsdam hatten zu

Durch die im Frühjahr 2021 noch zeitweise landesweit angeordnete Schließung von Museen, Botanischen Gärten und Planetarien konnten wenige Eheschließungen im Urania-Planetarium und in der Biosphäre nicht stattfinden beziehungsweise mussten innerhalb des Jahres verschoben werden.

In Potsdam zu heiraten ist nicht schwer: Die unverbindliche Reservierung eines Termins ist ab Oktober für das gesamte Folgejahr möglich. Die verbindliche Anmeldung der Eheschließung kann allerdings erst frühestens sechs Monate vor dem Hochzeitstermin erfolgen. Dann erhält das Paar auch eine verbindliche Terminbestätigung. Angemeldet werden muss die Eheschließung immer beim Standesamt des Wohnsitzes, also für Potsdamer Paare in Potsdam, für nicht in Potsdam wohnende Paare erst beim jeweiligen Heimatstandesamt und dann in Potsdam. Paare, die nicht in Deutschland wohnen, können sich auch direkt in Potsdam anmelden.

Von maz-online/rai