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Potsdam Potsdam im Krisenmodus: Der Tag im Überblick
Lokales Potsdam Potsdam im Krisenmodus: Der Tag im Überblick
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21:04 20.04.2020
Mischelle Steinert trägt schon jetzt in Potsdam eine Maske. Quelle: Varvara Smirnova
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Potsdam

In diesen Zeiten jagt oft eine Nachricht die andere. Viele drehen sich um die Coronakrise und ihre Folgen, doch es gibt auch noch andere Themen, die die Stadt bewegen. Ein Überblick über die Geschichten und Nachrichten des Tages.

Nach anderthalb Wochen: Virologin im Krisenstab des Potsdamer Klinikums schmeißt hin

Nach nur anderthalb Wochen kriselt es im Corona-Krisenstab des Ernst-von-Bergmann-Klinikums: Die Virologin Sigrid Baumgarte, der eine besondere Kompetenz im Management von infektiologischen Ausbruchsgeschehen zugesprochen wird und die den Krisenstab als Ausbruchsexpertin verstärken sollte, hat hingeschmissen. Wie das Klinikum auf MAZ-Anfrage mitteilt, ist der Posten derzeit unbesetzt. Die Frage ist zudem: Wie geht es weiter mit der Klinikspitze?

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Ab Montag gilt in Potsdam die Maskenpflicht

Ab nächster Woche gilt in Potsdamer Geschäften und in den öffentlichen Verkehrsmitteln Maskenpflicht. Das teilte die Landeshauptstadt am frühen Montagabend mit. Die neuen Reglungen sollen bis zum 8. Mai gelten. Grund für die Maßnahme sei die höhere „Corona-Dynamik“ als in anderen Städten in Brandenburg. Stern-Center-Manager Frank Kosterka sicherte zu, die Maskenpflicht kontrollieren zu lassen durch die Mitarbeiter und die Sicherheitsdienste. „Wir müssen ohnehin eine Reihe von Auflagen des Landes durchsetzen. Das ist nur ein weiterer Schritt zur Verlangsamung der Virusausbreitung.“

Corona in Potsdam: Tafel stellt auf Lieferservice um

Wegen der Corona-Krise schließt die Potsdamer Tafel ihre Lebensmittelausgabe in der Stadt bis auf weiteres. Rund 300 Kundenhaushalte würden ab Dienstag einmal pro Woche mit einem kontaktfreien Lieferservice zuhause versorgt, teilte die Tafel am Montagmorgen mit. Dabei gibt es tolle Unterstützung: Spieler des Fußballvereins SV Babelsberg und Mitarbeiter aus dem Kultur- und Familienzentrum Lindenpark fahren dann die Lebensmittel aus.

Jugend in der Corona-Krise: Zwei Potsdamer bloggen über Liebe, Grenzen, Feiern und Kuchen

Mirja Gottschalkson ist Praktikantin bei der MAZ Potsdam und schreibt in der Corona-Zeit aus Sicht einer Jugendlichen. Quelle: privat

Die Coronakrise bestimmt derzeit den Alltag aller – auch der Jugend. Doch wie erleben sie diese Krise? Wie denken sie über die Einschränkungen? Wie geht es ihnen damit? Linus Höller und Mirja Gottschalkson berichten regelmäßig in der MAZ, wie Corona ihr Leben verändert hat. Linus lebt eigentlich in einer Fernbeziehung, doch Corona hat die Situation für das Paar aber plötzlich verändert, seit einem Monat leben sie im gleichen Zimmer. Ob das gut geht? Mirja hatte Geburtstag – und konnte ihn das erste Mal nicht mit viele Freunden feiern. Dabei hat sie die Erfahrung gemacht: „Es war intimer als jede richtige Geburtstagsparty.“

Trotz Coronakrise: Baustellen in Potsdam laufen weiter nach Plan

Während die Straßen und Büros deutlich leerer sind, werden auf den Baustellen der Stadt rasante Fortschritte gemacht. So herrscht in der größten Baugrube der Stadt – in der Speicherstadt Nord am Leipziger Dreieck – trotz der Corona-Krise ungebremste Betriebsamkeit. „Wir sind erstaunlich wenig von Ausfällen oder Verzögerungen betroffen“, sagt Klaas Vollbrecht vom Entwickler Asenticon, der gemeinsam mit der Firma Reggeborgh das „Havel Quartier Potsdam“ errichten lässt. Doch können die vielen Arbeiter auf der Baustelle das Kontaktverbot einhalten?

Sozialarbeiter: Kitas und Schulen so schnell wie möglich wieder öffnen

Ike Borg und Sven Brödno posieren für ein Portrait. Quelle: Friedrich Bungert

In der Reihe „Mein Blick auf die Krise“ lässt die MAZ Potsdamer mit ihren Sorgen, Nöten aber auch Hoffnungen zu Wort kommen. Heute: Ike Borg und Sven Brödno vom Paragraph 13, einem Potsdamer Verein für Schulsozialarbeit. Ihre größte Sorge in der aktuellen Krise: „Dass es zu Spannungen und Problem in den Familien kommen kann und die Kinder und die Jugendlichen am Ende die Leidtragenden sind.“

„Rechter“ Sicherheitsdienst besteht Prüfung des Geflüchtetenheim-Trägers

Der Internationale Bund (IB), der das Heim für Geflüchtete in der Zeppelinstraße betreibt, will mit der bisherigen Sicherheitsfirma weiter zusammenarbeiten. Diese musste sich gegen den Vorwurf wehren, einen rechtsextremen Chef und Mitarbeiter zu beschäftigen. Die IB-Regionalleiterin Susanne Christopoulos bestätigte, dass es an der Gesinnung des Firmenchefs nach einer Prüfung „nichts zu beanstanden“ gäbe. Der Mitarbeiter dürfe allerdings nicht mehr in Geflüchtetenheimen des IB eingesetzt werden.

Die ganze Geschichte lesen Sie hier

Zwei Männer sterben mitten in Potsdam

Am frühen Samstagabend – gegen 17.30 – stellten Zeugen auf der Uferpromenade an der Breiten Straße einen Mann in der Havel fest. Mehrere Zeugen stiegen darauf ins Wasser und brachten den älteren Herrn aus dem Uferbereich an Land. Danach leiteten sie sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen ein, bis schließlich der Rettungsdienst vor Ort erschien. Trotz weiterer medizinischer Maßnahmen verstarb der Mann noch am Fundort. Bereits am Samstagmorgen um 9 Uhr waren die Helfer zum Schauplatz einer Tragödie gerufen worden. Ein Mann, der gerade den Hauptbahnhof verlassen hatte, brach an einer Haltestelle in der Friedrich-Engels-Straße ohne ersichtlichen Grund zusammen.

Kreativ trotz Corona: Potsdamer Band John Apart spielt Online-Konzert

Musikgruppe "John Apart" mit Maximilian Sterr (l.) und Felix Noster. Quelle: Varvara Smirnova

Sie haben den Nachwuchswettbewerb „Local Heroes“ in Brandenburg gewonnen und wurden bundesweit Dritter: John Apart aus Potsdam spielen Deutschpop mit klugen Texten – jetzt auch in einem Video exklusiv für MAZ-Leser. Was spielen sie genau? „Deutschpop, der immer tanzbarer wird, weil wir Elektronik drunterlegen.“ Das Rezept erinnert an die aktuelle Königin der Charts, an Billie Eilish, auch wenn die junge Frau aus Kalifornien Englisch singt. „Natürlich finden wir Billie megagut!“, erklärt Max, aber auch der deutsche Hip-Hopper Trettmann „hat geile Beats“.

Von MAZonline/off