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Potsdam Potsdam im Krisenmodus: Der Tag im Überblick
Lokales Potsdam Potsdam im Krisenmodus: Der Tag im Überblick
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22:18 03.04.2020
Impression in der Corona-Krise – hier verwaiste Tische und Stühle vor der Königlichen Hofbäckerei im Krongut Bornstedt. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

In diesen Zeiten jagt oft eine Nachricht die andere. Viele drehen sich um die Coronakrise und ihre Folgen, doch es gibt auch noch andere Themen, die die Stadt bewegen. Ein Überblick über die Geschichten und Nachrichten des Tages.

Corona in Potsdam: Pflegeheim-Bewohner mit Covid-19 infiziert

Eine der im St. Josefs-Krankenhaus behandelten Corona-Patientinnen ist, wie die MAZ am Freitag erfahren hat, eine 82-jährige Bewohnerin des Hoffbauer-Altenstifts auf Hermannswerder. Hoffbauer-Sprecherin Heidrun Spengler bestätigt, dass die betagte Dame im Krankenhaus behandelt wird und dort eine Covid-19-Infektion festgestellt wurde. „Wir wissen allerdings nicht, ob sie bereits infiziert war, als sie ins Krankenhaus kam“, so Heidrun Spengler.

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Ein weiterer Patient im Bergmann-Klinikum gestorben

Die Team des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist in Potsdam eingetroffen und berät nun, wie es im Bergmann-Klinikum weitergehen soll. Die Zahl der mit dem SARS-Cov2-Virus infizierten Potsdamer ist auf 229 gestiegen. Diese Zahl gab die Potsdamer Stadtverwaltung am Freitagnachmittag bekannt. Der Mitteilung zufolge ist in der Stadt auch ein weiterer Mensch, der an der Lungenkrankheit Covid-19 gelitten hatte, gestorben. Es handelte sich um einen 76 Jahre alten Mann, der auf der urologischen Station behandelt worden war. Im Klinikum Ernst von Bergmann sind aktuell 79 Menschen mit Coronavirus-Infektionen in stationärer Behandlung. Davon befinden sich 13 Patienten auf der Intensivstation, von denen zehn beatmet werden.

Potsdamer Rewe-Verkäuferin berichtet aus ihrem Alltag

Simone Bubel mit Mundschutz an der Kasse des Rewe-Marktes. Quelle: Rainer Schüler

Corona macht auch der Potsdamer Rewe-Kassiererin Simone Bubel Sorgen: „Ich habe mich gefragt, wie lange mein Klopapier zu Hause reicht“, gibt sie zu. Gehamstert hat sie trotzdem nicht. Und auch die Horror-Schilderungen aus anderen Supermärkten, die derzeit in den sozialen Netzwerken die Runde machen, kann sie nicht bestätigten. Manchmal blaffe sie zwar jemand an, doch die positiven Reaktionen würden überwiegen. Denn einige Kunden bedanken sich nicht nur mit einem „Danke“ bei ihnen, sondern machen dem Team herzergreifende Geschenke.

Corona: Potsdams Oberbürgermeister will Stadtverordnete besser informieren

Die Krisensituation in Potsdam sorgt dafür, dass die übliche Kontrolle und Mitwirkung der Stadtverordnetenversammlung gerade deutlich eingeschränkt ist. Das kritisieren auch einige Stadtpolitiker, die noch enger informiert oder in die laufenden Entscheidungen eingebunden werden wollen. Nun hat Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) auf den Druck der Fraktionen reagiert.

Potsdamer Schulband spielt Quarantäne-Song auf YouTube

In der Corona-Krise hat sich die Big Band des Potsdamer Leibniz-Gymnasiums etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Gemeinsam mit ihrem Musiklehrer Sebastian Hanke haben die Schüler einen Quarantäne-Song produziert und auf YouTube veröffentlicht. „Wir wollten das Beste aus der Situation machen, jetzt, wo die Bandprobe ausfällt“, sagt Hanke. Für den „Quarantäne Blues“ haben 19 Schüler der 5. bis 12. Klasse jeweils Zuhause ein Instrument eingespielt und sich dabei gefilmt. Das Ergebnis ist seit heute Nachmittag zu sehen.

Coronakrise: Wenn Lehrer ihre eigenen Kinder unterrichten

Lehrerin Anja Dietrich aus Potsdam beim Homeschooling mit Sohn Justus (8). Quelle: Bernd Gartenschläger

Das Wohnzimmer von Familie Dietrich ist seit zwei Wochen zugleich Klassenzimmer. Anja Dietrich, die selbst als Lehrerin für Deutsch und Englisch an einem Potsdamer Gymnasium arbeitet, unterrichtet wegen der Schließung aller Schulen nun kurzerhand ihre eigenen Kinder. Sohn Justus geht in die zweite Klasse, Tochter Frieda ist schon in der siebten. Kurz vor den Schulferien hat sich das Lernen zu Hause bereits gut eingespielt.

Masken aus dem 3D-Drucker: Wissenschaftsladen Machbar schützt Potsdamer vor Corona

In der Coronakrise wird die Digitalisierung für viele zum Retter – und zum Schützer: Der Wissenschaftsladen Machbar, eine Prototypen- und Erfinderwerkstatt im Freiland in Potsdam, produziert Atemschutzmasken in ihren 3D-Druckern. Martin Koll von der Machbar hat die Tagesproduktion schon auf 100 Masken gebracht. In Potsdam braucht das medizinische Personal in Krankenhäusern und Pflegediensten aber 3000 Schutzmasken. Nun ruft Koll weitere Besitzer von 3D-Druckern zur Hilfe auf.

Koch der „Villa Kellermann“ startet MAZ-Kolumne mit Rezepttipps

Der Spitzenkoch Christopher Wecker verrät in seiner MAZ-Kolumne schnelle und einfache Rezepte für die Krisenzeit. Teil 1: ein säuerlich-frischer Seelenwärmer mit bestem Brandenburger Leinöl. Quelle: Christopher Wecker

Sonst beherrscht er die Küche der Villa Kellermann. Der Feinschmeckerguide Gault & Millau bewertete ihn mit 16 Punkten. Nun kocht Christopher Wecker an ungewohnter Stelle: zu Hause. Für die MAZ berichtet er ab sofort regelmäßig aus der „Homekitchen“ und gibt tolle Rezepttipps. Im ersten Teil verrät er, wie Kartoffeln mit Leinöl, Zitrone und Creme Fraîche besonders gut gelingen.

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Im Video: Alina Wolff liest aus Grit Poppes neuem Jugendbuch „Alice Littlebird“

Eine Buchpremiere, die auf der Website der MAZ stattfindet - wie verrückt ist das denn? Eigentlich wollte Grit Poppe ihr neues Jugendbuch „Alice Littlebird“ in Leipzig vorstellen. Aus Angst vor der Pandemie fiel die Buchmesse dann allerdings aus. Der 240-seitige Abenteuerroman mit einem realen Hintergrund hat es aber unbedingt verdient, in der Öffentlichkeit zu landen. Die MAZ-Kulturredaktion konnte die Schauspielerin Alina Wolff vom Potsdamer Hans-Otto-Theater gewinnen, fünf der 47 Kapitel vorzulesen.

Balkonkonzert im Potsdamer Bahnhofsviertel

Zweites Balkonkonzert des Kanadiers Adam Wendler im Bahnhofsviertel von Potsdam am Freitagabend. Eine halbe Stunde spielt er eigene Songs und Cover-Songs, "um den Menschen Mut zu machen", wie er sagt. Die Zuschauer sitzen auf Balkons, stehen auf der Straße, singen mit, machen Seifenblasen. Die Idee kam ihm vor zwei Wochen beim selbstvergessenen Klimpern auf dem Balkon, als er plötzlich immer mehr spontanes Publikum hatte. Eine Woche später gab er dann das erste richtige Balkonkonzert vor rund 40 Zuschauern. Die Konzerte gibt es jetzt jeden Freitag um 18.30 Uhr.

Von MAZonline