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Potsdam Potsdam im Krisenmodus: Der Tag im Überblick
Lokales Potsdam Potsdam im Krisenmodus: Der Tag im Überblick
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21:03 27.03.2020
Im Bergmann-Klinikum ist am Freitagmorgen der zweite Patient, der mit dem Coronavirus infiziert war, gestorben. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

In diesen Zeiten jagt oft eine Nachricht die andere. Viele drehen sich um die Coronakrise und ihre Folgen, doch es gibt auch noch andere Themen, die die Stadt bewegen. Ein Überblick über die Geschichten und Nachrichten des Tages.

Zweiter Potsdamer im Bergmann-Klinikum gestorben

Ein zweiter an Covid-19 erkrankter Potsdamer ist am Freitagmorgen verstorben. Es handelt sich um einen 80-Jährigen mit Vorerkrankungen. Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Potsdamer ist demnach auf 87 gestiegen. 24 Patienten werden in den beiden Kliniken der Stadt behandelt. „Einige von diesen Fällen kämpfen mittlerweile um ihr Leben“, sagte der Oberbürgermeister. Mehr als 550 Potsdamer befinden sich als Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

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Schubert ließ keinen Zweifel darüber offen, dass sich die Lage weiter zuspitzt. „Wir werden, wenn die Entwicklung so weiter geht, in den kommenden Tagen in unseren Krankenhäusern Situationen erleben, in denen Ärzte Entscheidungen treffen müssen, die an emotionale und im schlimmsten Fall an ethische Grenzen gehen. Diese Entscheidungen müssen Ärzte treffen und wir müssen ihnen den Rücken stärken.“

Inselhotel-Chef: „Für diese Krise hatten wir keinen Notfallplan“

Der Geschäftsführer des Inselhotels Potsdam, Burkhard Scholz. Quelle: Marion HungerMarion HungerMarion Hunger

In der Reihe „Mein Blick auf die Krise“ berichten Potsdamer, wie sie die Corona-Pandemie erleben, welchen Einfluss die Krise auf ihren Alltag hat und was ihnen derzeit Kraft gibt. Dieses Mal berichtet Burkhard Scholz, Chef des Potsdamer Inselhotels, über Existenzangst, Tränen und den Glauben in der Krise. Sein Hotel musste er in der Krise schließen, aller Mitarbeiter sind zu Hause und beziehen Kurzarbeitergeld. Sie alle bangen: Schafft des das Hotel, diese Krise zu überstehen.

Polizeiarbeit in Zeiten von Corona

Home Office kommt für sie nicht in Frage. Doch wie arbeitet derzeit eigentlich die Potsdamer Bereitschaftspolizei? Eine Maßnahme im Kampf gegen Corona: Sie dürfen ihre Einsatzautos nicht mehr wechseln, Zehnergruppen nehmen ab sofort zwei Fahrzeuge statt einem. Denn müssen im Ernstfall „ran an den Mann“ tragen und tragen im Einsatz „an der ersten Front“ ein hohes Gesundheitsrisiko.

Coronakrise in Potsdam: Sieben Möglichkeiten zu helfen

Katja Hantschel, Kinderkrankenschwester, mit selbst genähtem Mundschutz Quelle: privat

Die Infektionszahlen steigen, immer mehr Menschen in Potsdam erkranken am Coronavirus – zum Teil so schwer, dass sie künstlich beatmet werden müssen. Eine Krise, in der sich viele machtlos fühlen und sich fragen: Was kann ich noch tun, außer zuhause zu bleiben? Die MAZ hat sieben Wege zusammengetragen, wie Sie helfen können.

Wie kann man derzeit noch protestieren?

Das Kontaktverbot macht Demonstrationen gerade unmöglich. Doch wie verhalten sich die zahlreichen Bürgerinitiativen und Netzwerke in dieser Situation? Sie sorgen ebenso wie die gewählten Stadtverordneten in Potsdam regelmäßig dafür, dass die Pläne aus dem Rathaus noch einmal kritisch hinterfragt und oftmals auch angepasst werden. Wichtige Entscheidungen der Potsdamer Kommunalpolitik sollen deshalb tatsächlich verschoben werden. Und neue Protestformen werden vorbereitet.

Potsdams Stadtpräsident will die Osterferien verschieben

Quelle: dpa

Angesichts des Schulausfalls wegen der Corona-Krise sollten die Osterferien verschoben werden. Dazu ruft Potsdams Stadtverordnetenvorsitzender, Pete Heuer (SPD), die Bildungsminister der Bundesländer auf. Aus Sicht des SPD-Mannes sollte das Daheim-Lernen der Kinder fortgesetzt werden, wenn schon die Schule ausfällt. Die Idee sei ihm „am Frühstückstisch“ gekommen, berichtete er der MAZ. Der Potsdamer hat drei schulpflichtige Kinder.

Potsdamerin bangt um Rückreise aus Sansibar

Seit drei Monaten ist Ex-Kulturbeigeordnete Gabriele Fischer in Potsdams Partnerstadt, jetzt sitzt sie in einem Hotel fest, das wegen Corona eigentlich schon geschlossen hat. Während der Präsident von Tansania verkündet, das Virus käme von Satan, hofft sie auf das Rückholprogramm. Im Interview berichtet, wie es ihr dort geht und wie man dort mit der Krise umgeht.

Sansibar macht die Schotten dicht“

Gabriele Fischer mit Mundschutz auf Sansibar. Quelle: privat

Hier feiern Potsdams DJs in der Corona-Krise mit ihren Fans

Das Partyleben in Potsdam ist zum Erliegen gekommen. Die Clubs und Kneipen sind geschlossen. Doch findige Potsdamer DJs haben eine Alternative gefunden, um das Partyvolk trotzdem mit Musik zum Tanzen und Feiern zu versorgen. Fabian Vallone (24), DJ und Nightmanager, und sein Team übertragen ihre Partys ins Internet. Am Samstag streamen sie zum siebten Mal live aus dem Waschhaus Potsdam.

Feiern in Potsdam während der Coronakrise

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Von MAZonline