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Potsdam Quarantäne für Infizierte und Kontaktpersonen: Diese Regeln gelten ab sofort in Potsdam
Lokales Potsdam

Corona in Potsdam: Quarantäne-Regeln für Infizierte, Kontaktpersonen, Geimpfte, Geboosterte, an Schulen und Kitas

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18:28 13.01.2022
Künftig gibt es die Möglichkeit, sich mit einem negativen PCR- oder Schnelltest früher aus der Quarantäne zu befreien.
Künftig gibt es die Möglichkeit, sich mit einem negativen PCR- oder Schnelltest früher aus der Quarantäne zu befreien. Quelle: Julius Frick/dpa
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Potsdam

Ab Donnerstag gelten in Potsdam neue Quarantäneregeln. Die Landeshauptstadt setzt die von Bund und Ministerpräsidenten vereinbarten Regelungen weitgehend um, im Bereich der Kitakinder – hier hatte es in den vergangenen Tagen besonders viele Neuinfektionen gegeben – setzt Potsdam auf eine sehr strenge Auslegung der Vorgaben. Damit gelten ab Donnerstag, 13. Januar, folgende Regeln.

Quarantäne-Regeln für Corona-Infizierte

Corona-Infizierte: Wer nachweislich Corona-positiv ist, muss künftig zehn Tage in Isolation, kann sich aber nach sieben Tagen freitesten – entweder mit einem negativen PCR-Test oder einem „qualifizierten Schnelltest“ (kein Selbsttest, sondern ein Test in einer offiziellen Teststelle). Voraussetzung: 48 Stunden Symptomfreiheit. Das gilt auch für Klinik-Personal, Beschäftigte in Pflegeberufen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe. Diese Regelung gilt auch für Kinder in Schulen und Horten sowie in den Kindergärten.

Quarantäne-Regeln für Kontaktpersonen

Kontaktpersonen: Wer engen Kontakt zu einer nachweislich mit Corona infizierten Person hatte, muss grundsätzlich für zehn Tage in Quarantäne. Eine Freitestung mittels negativem PCR-Test oder qualifiziertem Schnelltest ist bereits nach sieben Tagen möglich – das gilt auch für Klinik-Personal.

Für Schule und Hort gilt: Hier müssen Kontaktpersonen nicht mehr in Quarantäne, sind aber verpflichtet, fünf Tage lang täglich einen negativen Schnelltest vorzulegen und eine Maske zu tragen.

In der Kita gilt: Kinder, die als Kontaktpersonen gelten, müssen sieben Tage lang in Quarantäne – ohne Option einer Freitestung oder Verkürzung. Zu dieser strengen Auslegung der Regeln erklärt Potsdams Amtsärztin Kristina Böhm: „Die Kinder tragen keine Maske und können auch noch nicht geimpft sein. Auch die Tests stehen noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Daher sprechen wir für Kinder als Kontaktpersonen eine Quarantänezeit von sieben Tagen aus.“

Infektionen in Schulen und Kitas

Genaue Zahlen zu den Neuinfektionen gibt es derzeit nicht. Wie die Stadt Potsdam selbst einräumt, sind die aktuell an das RKI gemeldeten Daten unvollständig.

Klar ist allerdings: Ein Großteil der Neuinfektionen ist bei Kindern und Jugendlichen festgestellt worden. Aktuell sind laut Stadt Potsdam 336 Kinder und Jugendliche aus Potsdamer Kitas und Schulen infiziert, 1537 Kinder und Jugendliche sind als Kontaktpersonen in Quarantäne.

Die Stadt hatte nach eigenen Angaben am Montag 160 und am Dienstag 289 positive Befunde ins System eingegeben, die nicht vollständig übertragen worden seien. Sie sollen in den kommenden Tagen nachträglich eingearbeitet werden.

Kontaktpersonen: Ausnahmen für Geimpfte und Genese

Die Quarantäne als Kontaktperson entfällt in folgenden Fällen: Die Person ist geboostert, also dreifach geimpft. Jemand ist doppelt geimpft und die zweite Impfung liegt noch nicht länger als drei Monate zurück. Genesene haben sich zudem impfen lassen oder ihre Infektion liegt weniger als drei Monate zurück.

Mit und ohne Termin: Sonder-Impfaktion am Freitag und Samstag

Die Stadt Potsdam bietet am Freitag (10 bis 18 Uhr) und Samstag (8 bis 16 Uhr), 15. und 16. Januar, zusätzliche Impftermine mit dem Impfstoff Biontec h für alle Personen ab zwölf Jahren an. Normalerweise erhalten derzeit alle Personen ab 30 Jahren den Impfstoff Moderna.

Geimpft wird in den Potsdamer Impfstellen Schinkelhalle und Metropolishalle. Termine können gebucht werden unter www.potsdam.de/impfen. In der Metropolishalle kann man sich an beiden Tagen zudem spontan impfen lassen. Um Wartezeiten zu vermeiden, empfiehlt die Stadt, vorher einen Termin zu buchen. „Die Impfung mit dem Biontech-Impfstoff im Rahmen der Aktion erfolgt, solange der Vorrat reicht“, versichert die Stadt.

Von MAZonline/off