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Potsdam Die Corona-Lage am Samstag in Potsdam: Inzidenz steigt auf über 800
Lokales Potsdam

Corona in Potsdam | Update Samstag, 15.01.2022: Inzidenz steigt auf 809,4, 353 neue Infektionen

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08:35 15.01.2022
In Potsdam haben die Corona-Zahlen in den vergangenen Tagen neue Rekordwerte erreicht.
In Potsdam haben die Corona-Zahlen in den vergangenen Tagen neue Rekordwerte erreicht. Quelle: Foto: Robert Michael/dpa (Symbolbild)
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Potsdam

Die Landeshauptstadt bleibt Hotspot im Land Brandenburg, die Inzidenz steigt erstmals auf über 800. Besonders betroffen sind Kinder und Jugendliche.

Die wichtigsten Zahlen am Samstag

Neuinfektionen: 353 (Vortag: 335)

Die Zahl der Neuinfektionen bleibt auch am Sonnabend unverändert hoch. Die Zahl der Potsdamerinnen und Potsdamer, die sich seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt haben, steigt auf 16.508.

Sieben-Tage-Inzidenz: 809,4 (Vortag: 724,8)

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf ein neues Rekordhoch. Potsdam bleibt Hotspot im Land Brandenburg und hat die mit Abstand höchste Inzidenz.

Die Hospitalisierungsinzidenz für Brandenburg lag am Freitag bei 2,9.

Wichtiger neuer Leitwert: Hospitalisierungsinzidenz

Der Wert gibt vereinfacht gesagt an, wie viele von 100.000 Bürgern in der letzten Woche wegen einer Coronainfektion stationär aufgenommen wurden.

Die Hospitalisierungsinzident bestimmt über die Optionen der Bundesländer, neue Einschränkungen zu verhängen: Ab einem Wert von drei gilt die 2G-Regel, ab einem Wert von sechs 2Gplus, ab neun können Lockdowns und vergleichbar scharfe Maßnahmen verhängt werden.

Corona-Patienten in Potsdam: In Potsdam wurden zum Ende der Woche hin 23 Covid-Patienten stationär behandelt, davon 9 intensivmedizinisch. Vor einem Jahr, in der 2. Corona-Welle, war die Zahl der Corona-Patienten insgesamt fast fünf Mal so hoch.

Was Corona mit unserem Alltag macht

Brandenburg geht Sonderweg: Die 2G-plus-Regel in Gaststätten mit Test oder Booster-Impfung wird in Brandenburg nicht wie von Bund und Ländern vereinbart eingeführt. Das Kabinett beschloss gestern auf Bitten der CDU eine Sonderregelung. Danach gilt die 2G-plus-Regelung nicht, wenn die Warnampel bei der Inzidenz neuer Krankenhauspatienten mit Covid-19 sieben Tage lang unter 6 bleibt (Gelb) und der Anteil der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten unter 10 Prozent liegt (Grün). Die CDU-Fraktion hatte vor Problemen für die Gastronomie gewarnt. Brandenburg führt wie Berlin eine FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr ein. Die neue Verordnung tritt am Montag in Kraft und gilt zunächst bis einschließlich 13. Februar.

→ LESETIPP: Diese neue Regeln gelten für Geimpfte und Genesene in Brandenburg

Stufenplan für Schulen: Angesichts der erwarteten hohen Infektionszahlen durch die Omikron-Variante (siehe unten) hat das Brandenburger Bildungsministerium für die Schulen einen Stufenplan vorgelegt. Danach soll das Unterrichtsangebot je nach Infektionslage an den jeweiligen Schulen eingeschränkt werden:

Stufe 1 – Regelbetrieb: der Präsenzunterricht findet in vollem Umfang einschließlich zusätzlicher Unterrichtsangebote statt.

Stufe 2 – Ausfall zu vieler Lehrkräfte durch Erkrankung oder Quarantäne: Mindeststundenzahl in den einzelnen Jahrgangsstufen und Fächern im Präsenzunterricht wird erteilt, Zusatzangebote wie Wahlfächer oder Gemeinsames Lernen entfallen, die Maßnahmen im Rahmen des Programms „Aufholen nach Corona“ fortgesetzt.

Stufe 3 – Anhaltender Ausfall der Lehrkräfte: Das Schulamt kann zunächst für zwei Wochen für einzelne Schulen die Mindeststundenzahl anordnen, dabei liegt der Schwerpunkt in der Grundschule und in der Sekundarstufe 1 auf den sprachlichen und mathematischen Konsequenzen. In den höheren Jahrgängen soll der Blick insbesondere auf den Übergang in andere Stufen und den Abschluss gerichtet werden.

→ LESETIPP: Detaillierte Übersicht: Das ist Brandenburgs Notfallplan für die Schulen

Testpflicht in Kitas: Nach den Winterferien soll in den Brandenburger Kitas und Krippen eine regelmäßige Testpflicht für Kinder gelten. Vom 7. Februar müssen für alle Kinder ab einem Jahr in diesen Einrichtungen zwei Mal pro Woche negative Testergebnisse vorgelegt werden. Die Träger der Kitas bräuchten noch eine gewissen Vorlaufzeit, um die Testkits zu beschaffen, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zur Begründung für den späten Starttermin. Die Selbsttests erhalten die Eltern über die jeweiligen Betreuungseinrichtungen kostenfrei, teilte das brandenburgische Bildungsministerium mit. Vom 14. Februar an soll auch die Testpflicht für Schülerinnen und Schüler von aktuell drei Mal auf fünf Mal pro Woche ausgeweitet werden.

→ LESETIPP: Potsdam hatte die Luca-App zur Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten Anfang Mai 2021 aktiviert.

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Impfen in Potsdam

Nach Termin-Vereinbarung, freitags bis samstags: Impfungen im stationären Impfzentrum in der Schinkelhalle . Neue Termine immer mittwochs ab 17 Uhr und samstags ab 10 Uhr. Zur Terminvergabe »

Nach Termin-Vereinbarung, freitags bis samstags: Impfungen im stationären Impfzentrum in der Metropolishalle . Neue Termine immer mittwochs ab 17 Uhr und samstags ab 10 Uhr. Zur Terminvergabe »

Nach Termin-Vereinbarung: Heinrich-Heine-Klinik in Neu Fahrland. Termine nur nach Online-Vereinbarung, abhängig von der vorhandenen Menge an Impfdosen. Zur Terminvergabe »

Bei allen Terminen wird der Impfstoff von Biontech für Erst-, Zweit und Drittimpfungen sowie der Impfstoff von Johnson & Johnson verimpft.

Luca-App ohne Zukunft in Brandenburg: Das brandenburgische Gesundheitsministerium (MSGIV) will den Vertrag für die Nutzung der Luca-App nicht verlängern. Die Gründe dafür seien Datenschutzprobleme und die Tatsache, dass nur eines der 18 Gesundheitsämter laut einer Umfrage vom vergangenen Jahr die App regelmäßig nutze, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Freitag nach einer Kabinettssitzung auf Nachfrage. „Von daher unsere Empfehlung aus dem MSGIV, den Vertrag zu beenden“, sagte Nonnemacher.

Wer ist besonders betroffen?

Am stärksten verbreitet ist das Infektionsgeschehen weiterhin unter den Jüngsten unserer Gesellschaft. Wie schon das brandenburgische Gesundheitsministerium am Donnerstag berichtete, zeigen auch die aktuellen Zahlen von Sebastian Mohr, Datenanalyst des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation, einen heftigen Anstieg bei Kindern und Jugendlichen. Demnach hat sich beispielsweise die Inzidenz in der Gruppe der 5- bis 14-Jährigen innerhalb einer Woche verdreifacht.

Der Inzidenz-Wert der 5- bis 14-Jährigen beträgt in Potsdam nach Angaben der Stadt am Freitag mehr als 1500. Derzeit gelten 382 Kinder und Jugendliche aus Potsdamer Einrichtungen sowie 66 Mitarbeitende als nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. 178 Kinder aus Grundschulen, 67 Kinder aus Kitas und 51 Jugendliche aus Gymnasien. Bei den Mitarbeitende betrifft es 41 aus Kitas und 16 aus Grundschulen.

Derzeit gibt es in 63 von 236 Kitas, Schulen und sonstigen Betreuungseinrichtungen in der Stadt Coronafälle. Insgesamt 1790 Kinder und Jugendliche aus Potsdamer Einrichtungen sind in Quarantäne, ebenso acht Mitarbeitende.

Die Landeshauptstadt steht damit nicht alleine da. Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Schüler und Lehrer hat in ganz Brandenburg wieder zugenommen.

Nach einem Rückgang in der ersten Woche nach den Weihnachtsferien stieg nach Angaben des Bildungsministeriums vom Freitag die Zahl der positiv getesteten Lehrkräfte von 237 auf 331. Auch bei den Schülerinnen und Schülern gab es mit 3289 einen Zuwachs der Corona-Ansteckungen. In der vergangenen Woche waren es mit 2185 Fällen über 1000 Infektionen weniger. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler in Quarantäne stieg von 4801 auf 7889, wie das Ministerium gestern weiter berichtete.

Auch bei den Lehrkräften war demnach ein Anstieg zu verzeichnen. So befinden sich derzeit 485 Lehrerinnen und Lehrer in Quarantäne nach 340 in der Vorwoche. Im laufenden Schuljahr gibt es im Land 923 Schulen, rund 25.000 Lehrkräfte sowie rund 297.700 Schülerinnen und Schüler an Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft.

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Von MAZonline

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