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Potsdam Inzidenz-Kurve in Potsdam steigt vor Jahreswechsel wieder an
Lokales Potsdam

Corona in Potsdam: Update für Donnerstag: Inzidenz steigt | 30. Dezember 2021

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10:26 31.12.2021
Corona in Potsdam –
Corona in Potsdam – Quelle: Philipp Von Ditfurth/ dpa (Symbolbild)
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Potsdam

Der Verwaltungsstab der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam hat gestern zum letzten Mal in diesem Jahr getagt – zum 214. Mal insgesamt seit Beginn der Pandemie. Fazit: „Die Infektionslage ist weiter auf einem hohen Niveau.“

Die aktuellen Corona-Fakten für Potsdam im Überblick:

Die wichtigsten Zahlen am Dienstag

Neuinfektionen: 111

Das Robert-Koch-Insitut (RKI) betonte heute jedoch erneut, dass die Daten aufgrund der geringen Test- und Meldeaktivitäten während der Feiertage noch immer ein unvollständiges Bild abgeben können. Das ist ein Problem für Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), da die Corona-Gesamtlage in Deutschland derzeit nur geschätzt werden könne.

Sieben-Tage-Inzidenz: 268,0 (Vortag: 252,0)

Wegen der unübersichtlichen Datenlage spiegelt die Inzidenz daher aktuell nur bedingt die Realität wider. Lauterbach ist sogar zu der Einschätzung gekommen, „dass die tatsächliche Inzidenz derzeit zwei bis drei Mal so hoch ist wie die ausgewiesene“, sagte der Bundesgesundheitsminister gestern in Berlin. Die Tendenz ist aber: Die Kurve steigt nach den Weihnachtstagen wieder an.

Die Hospitalisierungsinzidenz für Brandenburg lag am Mittwoch bei 3,3. Aktuelle Daten veröffentlicht das RKI im Laufe des Morgens.

 

Wichtiger neuer Leitwert: Hospitalisierungsinzidenz

Der Wert gibt vereinfacht gesagt an, wie viele von 100.000 Bürgern in der letzten Woche wegen einer Coronainfektion stationär aufgenommen wurden.

Die Hospitalisierungsinzident bestimmt über die Optionen der Bundesländer, neue Einschränkungen zu verhängen: Ab einem Wert von drei gilt die 2G-Regel, ab einem Wert von sechs 2Gplus, ab neun können Lockdowns und vergleichbar scharfe Maßnahmen verhängt werden.

Corona-Patienten in Potsdam: In den Brandenburger Krankenhäusern ist die Zahl der Patientinnen und Patienten mit Covid-19 auf Intensivstation wieder gestiegen. Gestern wurden in ganz Brandenburg 185 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung intensivmedizinisch behandelt, hatte das Gesundheitsministerium gestern mitgeteilt. Vor einer Woche waren 178 Patienten landesweit auf Intensivstationen; in Potsdam waren es heute Morgen 14.

Insgesamt waren in ganz Brandenburg bis Mitte der Woche 728 Menschen mit Covid-19 im Krankenhaus, davon am heutigen Morgen 43 in Potsdam.

Was Corona mit unserem Alltag macht

Meinung geändert: Ohne eine Impfpflicht für alle drohen nach Ansicht von Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) weitere Corona-Wellen. „Wenn wir die Immunitätslücken nicht deutlich herunterkriegen, sind wir immer wieder gefährdet, auch von einer neuen Welle erfasst zu werden“, sagte Nonnemacher. „Ich habe meine Meinung zu einer Impfpflicht geändert, weil ich nicht sehe, dass wir mit aller Aufklärungsarbeit die Impfquoten erreichen, die wir brauchten.“

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen. Quelle: Soeren Stache/ dpa (Archiv)

Um den Anteil der Geimpften zu erhöhen, ist eine allgemeine Impfpflicht im Gespräch. Angedacht ist, dass der Bundestag ohne Fraktionszwang darüber abstimmt. Die Brandenburger Landesregierung ist in der Frage der allgemeinen Impfpflicht uneins.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte sich beispielsweise dafür ausgesprochen, mit der Entscheidung darüber bis Ende Januar oder Februar zu warten, um zu sehen, ob sich genug Menschen freiwillig impfen lassen.

Stiller Jahreswechsel: Wie berichtet wird der diesjährige Jahreswechsel in Potsdam ruhiger ausfallen als vielleicht erhofft – die Corona-Pandemie macht uns zum zweiten Mal einen Strich durch die große Silvesterparty. Die Behörden haben den Verkauf von Silvesterfeuerwerk (Kategorie F2) verboten, die Stadt Potsdam hat ein Böllerverbot für das ganze Stadtgebiet ausgesprochen.

Hintergrund ist, dass Unfälle vermieden und damit Krankenhauskapazitäten geschont werden, so die Landesregierung. Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) sagte, dass „alle auf Silvesterfeuerwerk verzichten und lieber die Impfrakete zünden“ sollten.

► Eine Idee, der auch die Stadt Potsdam mit der Aktion „Boostern statt Böllern“ folgt: Am letzten Tag des Jahres haben die beiden Impfzentren geöffnet, (noch freie) Termine gibt es unter www.potsdam.de/impfen.

► Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden allein am Dienstag 1.389 Personen in den beiden Impfzentren in der Schinkelhalle bzw. Metropolishalle geimpft. Die Booster-Impfung ist in Potsdam dabei immer noch die gefragteste Spritze. 226 Personen erhielten eine Erst-, 37 eine Zweit- und 1.126 Personen eine Auffrischungsimpfung.

Hilfe auch in Pandemie-Zeiten: Die brandenburgische Landesstiftung „Hilfe für Familien in Not“ in Potsdam hat seit der Gründung vor rund 30 Jahren rund 4.500 Familien mit insgesamt mehr als 3,3 Millionen Euro unterstützt.

„Der Verlust der Arbeit, ein Unfall, eine schwere Krankheit, die Trennung der Eltern und auch die derzeitige Corona-Pandemie können Familien in akut dramatische Notlagen bringen“, betonte die Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Ute Tenkhof: „Gemeinsam mit den Beratungsstellen in den Städten und Regionen versuchen wir, den Familien Wege aus der persönlichen Krise aufzuzeigen, selbst wenn die Welt drumherum Kopf steht.“ In der Pandemie seien „die Probleme und Nöte nicht kleiner geworden“.

LESETIPP – Der besondere Jahresrückblick: Der MAZ hat Lass waxen“-Chefin Sarah Clausen-Gundelach einen Einblick in ihr 2. Corona-Jahr gegeben – mit allen Höhen und Tiefen. Es geht um Gelnägel, ein Schreckgespenst, die Auflösung eines Ladens und der Traum, mit einem Tennisschläger auf das Coronavirus einzudreschen.

Was in Potsdam am morgigen Silvestertag alles erlaubt bzw. verboten ist, steht hier.

Impfen in Potsdam

Nach Termin-Vereinbarung, freitags bis samstags: Impfungen im stationären Impfzentrum in der Schinkelhalle . Neue Termine immer mittwochs ab 17 Uhr und samstags ab 10 Uhr. Zur Terminvergabe »

Nach Termin-Vereinbarung, freitags bis samstags: Impfungen im stationären Impfzentrum in der Metropolishalle . Neue Termine immer mittwochs ab 17 Uhr und samstags ab 10 Uhr. Zur Terminvergabe »

Nach Termin-Vereinbarung: Heinrich-Heine-Klinik in Neu Fahrland. Termine nur nach Online-Vereinbarung, abhängig von der vorhandenen Menge an Impfdosen. Zur Terminvergabe »

Bei allen Terminen wird der Impfstoff von Biontech für Erst-, Zweit und Drittimpfungen sowie der Impfstoff von Johnson & Johnson verimpft.

Wie hoch ist die Inzidenz bei den Kindern?

Wie der Verwaltungsstab der Landeshauptstadt Potsdam gestern mitteilte, ist die Inzidenz nach wie vor bei den Kindern zwischen 5 und 14 Jahren am höchsten. Über 500 liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in dieser Altersgruppe.

Aktuell sind in Potsdam 191 Corona-Infektionen bei Kindern und Jugendlichen bestätigt, zudem befinden sich 85 Kita-Kinder bzw. Schüler und Schülerinnen derzeit in Quarantäne.

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Von MAZonline