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Potsdam „Creative Village“: Baustart für RAW-Großprojekt bis Mitte 2022
Lokales Potsdam

„Creative Village“ Potsdam: Baustart für RAW-Großprojekt bis Mitte 2022

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16:14 20.11.2021
So soll der Neubau am RAW aussehen.
So soll der Neubau am RAW aussehen. Quelle: Simulation: Jürgen Mayer H Architekten
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Teltower Vorstadt

Der Umbau des alten Reichsbahnausbesserungswerks (RAW) an der Friedrich-Engels-Straße steht kurz bevor. Die endgültigen Pläne und Verträge für das „Creative Village“ des lettischen Ölhändlers Michael Zeligman und seines Potsdamer Geschäftsführers Mirco Nauheimer werden im Dezember den Stadtverordneten vorgelegt.

Sie müssen dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 36 „Neue Halle / östliches RAW-Gelände“ zustimmen. Dann kann die Baugenehmigung für zwei Neubauten erteilt werden, die beiderseits der denkmalgeschützten „Neuen Halle“ des RAW errichtet werden sollen.

Bis Mitte 2024 soll das RAW-Creative Village fertig sein

Die markante Bahnhalle wird ebenfalls saniert und nach jahrzehntelangem Leerstands wiederbelebt. Hier will unter anderem die Universität Potsdam ein Hauptmieter werden. Vor allem Firmen der IT-, Hightech- und Start Up-Szene sollen sich im RAW ansiedeln. Nauheimer erklärte der MAZ, dass er mittlerweile einen Baustart im zweiten Quartal 2022 anstrebe. Die Fertigstellung ist zwei Jahre später zu erwarten.  Ursprünglich wollte Nauheimer das Projekt bis Ende 2022 umsetzen.

Die „Neue Halle“ des RAW steht seit Anfang der Neunziger Jahre leer und wird jetzt denkmalgerecht saniert. Quelle: Bernd Gartenschläger

Der Potsdamer Baubeigeordnete Bernd Rubelt (parteilos) erklärt: „Im Rückblick auf den umfangreichen Planungsprozess zu diesem wichtigen Vorhaben hat sich gezeigt, dass die größeren Öffentlichkeitsveranstaltungen und auch die Einbindung des Gestaltungsrats zu einer Weiterentwicklung der Planung und zu einer besseren Integration in das unmittelbare städtebauliche Umfeld geführt haben.“

Tatsächlich hat sich der Entwurf für die bis zu 33 Meter hohen Neubauten des Architekten Jürgen Mayer H. mehrfach verändert.

Sorgen vor soziale Folgen – aber keine Änderungen am Projekt

Die Vorbehalte wegen der sozialen Folgen des Projekts für die Umgebung haben in der endgültigen Abwägung der Pläne zu keinen Änderungen am Projekt selbst geführt. Das geht aus den nun veröffentlichten Unterlagen hervor. Parallel zum Bebauungsplan hat die Stadt allerdings auf Beschluss der Stadtverordneten damit begonnen, eine Milieuschutzsatzung für die Teltower Vorstadt zu erarbeiten.

Von Peter Degener