DFB-Pokal: So war die Stimmung in Babelsberg rund um das Stadion
Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Pokalabend in Babelsberg: So war die Stimmung rund um das Stadion
Lokales Potsdam

DFB-Pokal: So war die Stimmung in Babelsberg rund um das Stadion

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:01 26.10.2021
Mehr als 6000 Zuschauer durften das Spiel im Karl-Liebknecht-Stadion verfolgen.
Mehr als 6000 Zuschauer durften das Spiel im Karl-Liebknecht-Stadion verfolgen. Quelle: Martin Müller
Anzeige
Potsdam

Auf der Karl-Liebknecht-Straße ging es ab dem frühen Dienstagabend nur in eine Richtung: Die Fans des Fußball-Regionalligisten SV Babelsberg 03 strömten vor dem DFB-Pokal-Spiel gegen Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig von der S-Bahn entlang zum Karl-Liebknecht-Stadion, das mit 6218 Zuschauern – im Rahmen einer Hybridveranstaltung unter Corona-Auflagen – seit Wochen ausverkauft war.

„Vielleicht ist dieser Tag ja heute“

Vor dem Fanprojekt des Vereins, der bei Punktspielen in der vierten Liga normalerweise 2000 bis 2500 Zuschauer begrüßen kann, gab sich Nulldrei-Fan Niklas Lämmert optimistisch. „Wir haben zuletzt so gut gespielt wie lang nicht mehr, gerade gegen Lok Leipzig am vergangenen Freitag haben wir guten Fußball gezeigt“, so Lämmert: „Das reicht wohl nur an einem von zehn Tagen, aber vielleicht ist der heute“, sagte er mit Blick auf die Außenseiterchancen der Babelsberger Kicker.

Galerie: Hier gibt’s die besten Fotos vom Pokalabend im Karli

Verhaltener war da SVB-Fan Ralph Sachse. „Ich hoffe, dass sich Babelsberg früh gut verkauft und sich nicht abschießen lässt“, sagt Sachse: „Selbst eine knappe Niederlage ist ein Erfolg.„ Ein anderer Fan verwies darauf, dass der Gegner RB Leipzig noch in der vergangenen Woche gegen das Star-Ensemble von Paris Saint-Germain gespielt hat.

Auch für Pfandsammler hat sich das Pokalspiel gelohnt. Quelle: Martin Müller

Schaulustige am Stadion-Zaun

Um das Stadion waren die Seitenstraßen gesperrt, die Straßenränder waren zugeparkt. Wer zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs war, war gut beraten. Die Polizei war an den S-Bahn-Gleisen und auf dem gesamten Weg zum Stadion präsent. Die Polizeipräsenz sei jedoch nicht höher als bei anderen Spielen, erklärte ein Polizist.

Vor dem Stadion war der Andrang bis zum Anpfiff groß. Noch um 18:15 Uhr standen wartende Fans in einer Schlange bis zur Bushaltestelle Spindelstraße. Selbst während der Partie, die die Gäste am Ende eines packenden Babelsberger Pokalabends durch ein Tor des ungarischen Nationalspielers Dominik Szoboszlai kurz vor der Halbzeitpause knapp mit 1:0 gewannen, versuchten viele Schaulustige von draußen einen Blick zu erhaschen. So wurden sie am Ende zumindest ein bisschen Teil eines Fußball-Abends, der noch lange in Erinnerung bleiben wird und auch den Leipziger Trainer Jesse Marsch im Nachgang beeindruckte: „Das ist hier ein cooles Stadion, mit einer überragenden Stimmung von den Fans.“

Von Mirko Jablonowski und Martin Müller