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Potsdam Demonstration in Potsdam: 500 Menschen gegen türkische Offensive in Nordsyrien
Lokales Potsdam Demonstration in Potsdam: 500 Menschen gegen türkische Offensive in Nordsyrien
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20:51 10.10.2019
Die spontane Solidaritätsdemonstration gegen die türkische Offensive in nordsyrischen Rojava zieht am Donnerstagabend durch die Brandenburger Straße in Potsdam. Quelle: Jan Russezki
Potsdam

Am Donnerstagabend haben sich nach Polizeiangaben 500 Menschen am Luisenplatz zu einer spontanen Demonstration gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien versammelt. In sozialen Netzwerken riefen unterschiedliche Seiten und private Nutzer dazu auf, sich mit den kurdischen Zivilisten in der Demokratischen Föderation Nord- und Ostsyrien (Rojava) zu solidarisieren. Lutz Boede (Die Andere) hat die Demo vor Ort bei der Polizei angemeldet. „Es ist eine Schweinerei, dass die Leute, die den IS zurückgeschlagen haben, jetzt fallen gelassen werden“, sagte er.

Die Mehrheit auf dem Luisenplatz waren Kurden aus Potsdam und Umgebung. „Freiheit für Rojava!“ und „Es lebe der Widerstand von Rojava!“, riefen die Demonstranten auf kurdisch. „Deutsche Panzer raus aus der Türkei!“, riefen sie auf deutsch.

Vor dem Umzug der Demonstranten vom Luisenplatz über die Brandenburger Straße zur Synagoge in der Werner-Seelenbinder-Straße wurden Reden gehalten. Ömer Erol forderte dabei die deutsche Regierung dazu auf, keine weiteren Waffen an den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu liefern. Seine Rede richtete er auch an die Menschen in der Landeshauptstadt: „Wir Potsdamer müssen aufstehen und die Kriegsverbrechen stoppen.“

Am Donnerstagabend haben sich nach Solidaritätsaufrufen in sozialen Netzwerken 500 Menschen auf dem Luisenplatz in Potsdam versammelt. Sie kritisieren die Bodenoffensive des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Syrien.

Sherin Raji ist aus Luckenwalde angereist, weil sie in der Facebook-Gruppe „Kurden in Potsdam von der Demo erfahren hat. Sie selbst ist Kurdin und hat in Rojava ihre Eltern und andere Verwandte. „Die Kurden haben im Kampf gegen den IS geholfen. Ich verstehe nicht, wieso Erdogan jetzt Rojava angreift“, sagt sie. „Es beginnt ein schrecklicher Krieg, den die Welt noch verhindern kann.“

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Von Jan Russezki

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