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Potsdam Stadt tritt beim Krampnitz-Ausbau auf die Bremse
Lokales Potsdam Stadt tritt beim Krampnitz-Ausbau auf die Bremse
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00:26 19.05.2019
Altbau in Krampnitz. Die Gebäude müssen dringend saniert werden. Quelle: Peter Degener
Krampnitz

Die Stadt verlangsamt in Reaktion auf die bekannt gewordenen Probleme beim Bau der Tramtrasse die Gesamtentwicklung von Krampnitz zum neuen Viertel, hält aber an der geplanten Größe von 10.000 Einwohnern fest. Erste Einrichtungen der sozialen Infrastruktur sollen mit dem Einzug der ersten Bewohner im Jahr 2022 öffnen. Das wurde am Mittwochabend im Hauptausschuss bekannt gegeben.

Nach Angaben von Bert Nicke, dem Chef des Entwicklungsträgers, ist die Anbindung des Viertels bis zu einer Größe von 5500 Einwohnern auch mit Bussen möglich. Erst danach werde die Tram zwingend.

Er bezog sich dabei auf das speziell für das neue Viertel entwickelte Mobilitätskonzept, nach dem die Bewohner des neuen Vororts auch ohne eigenes Auto klarkommen sollen. Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) bekräftigte, dass die Stadt an diesem Konzept festhält. Veränderungen würden „Planungsrückschritt“ bedeuten.

Wie berichtet, hat die Stadt die Inbetriebnahme der Straßenbahn nach Krampnitz von 2025 als bisherigem Ziel auf 2028 oder später verschoben. Problematisch könnte die Verzögerung bei der Entwicklung des Geländes mit Blick auf die denkmalgeschützten Gebäude auf dem Kasernengelände sein, sagte Nicke im Ausschuss, denn die müssten dringend saniert werden, um weiteren Substanzverlust zu verhindern.

Eine verlangsamte Vermarktung wird laut Nicke für den Entwicklungsträger und die Stadt mit Zusatzkosten verbunden sein. Die Deutsche Wohnen als privater Großinvestor in Krampnitz halte im Gegensatz zur Stadt an ihren bisherigen Zeitplänen fest.

Schubert versicherte, dass den Stadtverordneten „noch in diesem Jahr erste Bebauungspläne zur Entscheidung“ vorgelegt werden. Nach der Verabschiedung des Masterplans Krampnitz im April soll laut Schubert bis zum Eckwertebeschluss für den Doppelhaushalt 2020/2021 eine überarbeitete Kosten- und Finanzierungsübersicht für die Gesamtmaßnahme Krampnitz erstellt werden.

Die Gesamtprojektleitung werde Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos) übernehmen. Gemeinsam mit der Geschäftsführerin der Stadtwerke, Sophia Eltrop, und dem Geschäftsführer des Entwicklungsträgers Krampnitz, Bert Nicke, soll er das Lenkungsgremium für das Gesamtprojekt inklusive Tram-Anbindung bilden.

Zur Unterstützung werde das im Bau-Geschäftsbereich angesiedelte Planungsbüro mit der Koordination der gesamtstädtischen Planungen und mit der Abstimmung mit der für die Tram-Planungen relevanten Nahverkehrsplanung beauftragt.

Den Stadtverordneten hat Schubert vorgeschlagen, einen Unterausschuss des Hauptausschusses zum Thema Krampnitz zu bilden, in dem alle Fraktionen sowie die Ortsvorsteher der nördlichen Ortsteile vertreten sind.

Von Volker Oelschläger

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