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Potsdam Der Neue im Vip-Führerstand
Lokales Potsdam Der Neue im Vip-Führerstand
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22:00 11.01.2013

„Um ein Gefühl für die Fahrer und für die Fahrgäste zu bekommen“, wie er sagt.

Oliver Glaser – 42 Jahre alt, gebürtiger Baden-Badener, Bauingenieur – ist seit dem 1. Januar im Amt. Damit ist die Geschäftsführung beim Vip komplett, nachdem Martin Grießner bereits im Mai 2011 zum kaufmännischen Geschäftsführer bestellt wurde. Was am stärksten auffällt: Glaser strahlt schon nach wenigen Tagen im neuen Job ein Vip-Vip-Hurra-Gefühl aus. Sein Motto: „Wir sind schon gut, aber es gibt nichts, was wir nicht noch besser machen könnten.“

Der Neue an der Spitze ist ein Mann vom Fach. 1998 hat Oliver Glaser an der Universität Karlsruhe sein Bauingenieurstudium abgeschlossen und 2006 berufsbegleitend auf dem Gebiet des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) den Master erworben. 2008 absolvierte er die Ausbildung zum Straßenbahnbetriebsleiter. Er hat in einem Ingenieurbüro und in den Verkehrsbetrieben in Karlsruhe und Ulm Tram-Projekte vom ersten Strich der Planung bis zur Inbetriebnahme begleitet. In Karlsruhe hat Glaser als stellvertretender Leiter der Planungsabteilung gearbeitet – und das in der Stadt mit dem deutschlandweit fortschrittlichsten Straßenbahnnetz.

Danach ging er nach Ulm, das ihm „mit einem kleinen Straßenbahnnetz und einem großen Plan“ erwartete. Dort tüftelte Glaser an der Verdoppelung des Netzes. Da ertönte der Ruf aus Potsdam. „Das war für mich erst einmal sehr weit weg auf der Landkarte.“ Als er aber feststellte, wie attraktiv Potsdam und der Vip ist, war der Reiz stärker als der Zweifel. Schnell sei auch klar gewesen, dass er mit Martin Grießner auf einer Welle funkt. „Das ist wichtig bei einem Tandem. Wir werden die Geschäfte im Konsens führen.“

Das erste Jahr in Potsdam betrachtet Glaser „ein Stück weit als Lehrzeit“. „Ich bin nicht hergekommen, um den Laden umzukrempeln. Das ist ein gut aufgestelltes Unternehmen.“ Dennoch sehe er viele Herausforderungen in einer Stadt des Umbruchs, die wächst und wächst und sich mit aller Macht gegen den demografischen Wandel stemmt. „Es gibt hier keine Schonfrist“, sagt Glaser. „Das habe ich bereits in den ersten Tagen festgestellt.“

Zunächst habe er sich natürlich dem Brot-und-Butter-Geschäft zu widmen: Der Laden muss laufen, die Balance im Betrieb stimmen. Das Angebot sei auf einem bedarfsgerechten Stand zu halten und weiterzuentwickeln. Die Fahrgastzahlen steigen: Fuhren im Jahr 2011 noch 98 000 Personen pro Tag mit dem Vip, waren es 2012 schon 102 000; die Fahrgeldeinnahmen belaufen sich für 2012 auf rund 19 Millionen Euro.

„Wir rechnen mit weiteren Steigerungen“, so Glaser. Daher packe er mit Grießner das ÖPNV-Konzept 2025 an. Auch an die Sicherheit will er ran. Immer wieder gebe es Tram-Unfälle, zuletzt am Donnerstag am Brauhausberg. „Sicherheit ist aber kein Potsdam-Thema. Das ist ein Thema für alle Verkehrsunternehmen.“ (Von Nadine Fabian)

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