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Potsdam Deswegen schauen Augenexperten aus der ganzen Welt nach Potsdam
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17:54 05.01.2020
Klinikchef Volker Rasch (m.) feierte mit Christian Thierfelder (l., Charité), und Jürgen Waldmann (Augenklinik Chemnitz). Quelle: foto: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Mehr als 50.000 Patienten haben die Ärzte der Potsdamer Augenklinik im Albrecht-von-Graefe-Haus behandelt. Unzählige Patente hat ihr Gründer Volker Rasch angemeldet. Nun feiert die Klinik ihr 25-jähriges Bestehen.

Es ist also eine Menge passiert. Und davon immer wieder etwas, das auch international für Aufsehen sorgte und der Klinik Preise brachte. Wie etwa die „künstliche Iris aus Potsdam“, wie es in einem TV-Bericht in den Tagesthemen 1996 hieß. Volker Rasch erfand Mitte der 1990er Jahre eine Methode, bei der nicht nur eine Kunstlinse implantiert wurde, sondern auch eine Blende an den Bestimmungsort der neuen Linse angebracht wurde: in den Kapselsack.

Aufmerksamkeit für Potsdamer Ideen aus New York

Die Vorteile lagen für Rasch auf der Hand. Der Schnitt war kleiner, das Implantat war kleiner, Nachbargewebe litt nicht unter Nachteilen und es gab generell weniger Komplikationen. Bis dahin verpflanzten Augenärzte pupillenbildende Implantate, die meist das vordere Auge ausfüllten, ein Loch hatten und aus schwarzen Platten bestanden.

Raschs Kapselspannring mit ringförmigen Blendenfunktionen erregte schnell Aufmerksamkeit. Der New Yorker Arzt Ken Rosenthal hatte einen schwierigen Fall und meldete sich bei Rasch. Der reiste nach New York und beide führten die Operation durch. Für beide war es die erste mit Raschs Erfindung. Der Lohn: ein begehrter „Oscar“ beim ASCRS, dem amerikanischen Kongress für Augenchirurgie.

Innovative Methode zur Behandlung des „Grauen Stars“

Auch meldete Volker Rasch ein Patent zur Anwendung des Femtosekundenlasers für die Kataraktchirurgie an. Damit lässt sich etwa der „Graue Star“ operieren. Doch wie bei einigen anderen Ideen, erhielt Rasch zunächst keine Unterstützung der Industrie, die derartige Geräte bauen kann. „Auch das 2004 auf vier internationalen Kongressen gezeigte Video ,LASICAT – Lasers in Cataract Surgery’ wurde nicht beachtet“, sagt Volker Rasch. „Jahre vergingen. Einige Laborversuche führten nicht weiter.“ Schließlich, sechs Jahre später, wurden auf einem Weltkongress der Branche dann doch die ersten Femtosekundenlaser präsentiert. Die Potsdamer Augenklinik entschied sich für einen Hersteller aus den USA und führt mittlerweile jede vierte Operation mit diesem Laser durch.

Und die Ideen gehen Volker Rasch und seinem Team auch 25 Jahre nach Gründung der Augenklinik nicht aus. So prüfen die Experten derzeit, inwieweit Behandlungen mittels Mikropulslaser den Stoffwechsel der Netzhaut verbessern kann. Mit diesem Laser lässt sich AMD behandeln, altersbedingte Makuladegeneration, eine Erkrankung, die einen großen Teil der Bevölkerung betrifft.

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Von Annika Jensen

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